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02.09.09 12:54 Uhr
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Maikrawalle: Mordanklage nach Wurf eines Brandsatzes

Bei den gewalttätigen Ausschreitungen am 1. Mai 2009 wurde eine junge Frau durch einen Molotowcocktail lebensgefährlich verletzt. Sie erlitt schwere Verbrennungen am Rücken.

Zwei Schüler aus Berlin, der 19-jährige Yunus K. und der 17-jährige Rigo B. wurden deshalb wegen versuchten Mordes angeklagt. Von Beiden wird die Tat bestritten. Yunus K. ist bereits vorbestraft.

Die Verteidigung erhebt den Vorwurf, dass Beweise, durch die die Unschuld der Angeklagten belegt werden könnte, unterdrückt worden seien. Das Urteil gegen die jungen Männer wird voraussichtlich im Oktober verkündet.


WebReporter: ulli1958
Rubrik:   Brennpunkte / Rechtsstreit
Schlagworte: Brand, Wurf, Brandsatz
Quelle: www.sueddeutsche.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Das Urteil gegen Yunus K. und Rigo B. dürfte deutlich härter ausfallen als das gegen Sven S. , der bei den Maikrawallen ebenfalls einen Molotowcocktail geworfen hatte (ich berichtete). Er muss für mehr als 3 Jahre hinter Gitter, obwohl er anscheinend niemanden verletzt hatte.

Ich hoffe auf ein gerechtes Urteil auch in diesem Fall, damit solche gefährlichen Aktionen in Zukunft unterlassen werden.
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Ulli   
 
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02.09.2009 13:48 Uhr von lolkopf
Gerechtes Urteil? In deinen latent rechtsaußen angesiedelten Augen wäre das doch eh Arbeitslager oder sonst eine absurde Geschichte.
Es gilt immer noch die Unschuldsvermutung. Beide beteuern diese Unschuld im Moment auch. Die Verteidigung selbst will auf Freispruch plädieren. Wir reden hier von Waldorfschülern, die in Haft mittleren Schulabschluss und Abitur gemacht haben und bei denen ich irgendwie das Gefühl habe, dass einfach nur ein Exempel statuiert werden soll.

(achso - ja, bevor ich mir wieder sonstwas anhören muss - Leute, die Mollis durch die Gegend schmeißen und unbeteiligte und unschuldige Menschen treffen, sind in keiner Weise in Schutz nehmbar. Sie müssen bestraft werden.)
Kommentar ansehen @lolkopf   
 
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02.09.2009 14:24 Uhr von Ulli1958
Die Beteiligung der Männer wurde von zwei Polizisten bezeugt! Außerdem hat Yunus K. schon 2007 eine Flasche auf Polizisten geworfen und stand deshalb immer noch unter Bewährung.

Für mich passt das zusammen. Das Gericht wird nicht anders können als zumindest einen der Beiden wegen versuchten mehrfachen Mordes zu einer zweistelligen Haftstrafe zu verurteilen.
Kommentar ansehen sorry, Link vergessen   
 
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02.09.2009 14:27 Uhr von Ulli1958
http://www.morgenpost.de/...

"Zwei Polizeibeamte einer Spezialeinheit hätten die beiden jungen Männer seit dem Wurf des Molotowcocktails nicht mehr aus den Augen gelassen und sie dann auch in der Nähe des Tatortes festgenommen."
Kommentar ansehen Sorry   
 
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02.09.2009 14:43 Uhr von lolkopf
Aber es gibt zahlreiche Mängel an der Anklage, so z.B. fehlende Untersuchungen was die Kleidung der Angeklagten betrifft. Auch frage ich mich, was die Polizisten da beobachtet und verfolgt haben wollen. Schließlich reden wir hier von einer Strassenschlacht! Wie die da im Getümmel so klar vermummte(!) Personen erkennen und überführen wollen, ist mir ein Rätsel.
Zudem ich auf Mitglieder dieser "Spezialeinheit" (Knüppelkommando träfe es eher) auch nicht viel gäbe. Behaupten können die viel, viele dieser Beamte nehmen solche "Ereignisse" (Euphemismus ftw) her, um ihren Frust rauszulassen und anderen eins reindrücken zu können; ihnen selbst kann praktisch nichts passieren.

Schließlich gibt und gab es ja meines Wissens auch keine Ermittlungen gegen die Stuttgarter Reiterstaffel die ohne Grund in Ulm am 1. Mai diesen Jahres in eine friedliche, bürgerliche Demo preschte - beritten.

Es wird sich zeigen, ob das, was der Staatsanwalt und seine Zeugen zusammenbringen, für eine Verurteilung reicht.
Kommentar ansehen @lolkopf Eine junge Frau hat schwere Brandverletzu   
 
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02.09.2009 15:57 Uhr von Ulli1958
ngen, an denen sie fast gestorben wäre. Es ist unverschämt, Polizeibeamte, die solche Gewalt verhindern sollen, als "Knüppelkommando" zu bezeichnen.

Die Spezialeinheit ist auf solche Einsätze spezialisiert, wie der Name schon sagt. Das sind Beamte in Zivil, die sich unter die Demonstranten mischen. Die haben einen besseren Überblick als die Beamten in Uniform.
Kommentar ansehen 20 Jahre Steine klopfen   
 
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02.09.2009 20:34 Uhr von mustermann07
und danach ab in die geliebte Heimat.... sinnloses Gesindel...
Kommentar ansehen @mustermann07   
 
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02.09.2009 21:13 Uhr von Ulli1958
Beide Verdächtige sind jung und haben in der Haft ihren Schulabschluss gemacht. Vielleicht können sie nach 5-10 Jahren im Gefängnis doch noch gute Bürger werden. Das hängt nur davon ab, ob sie der Gewalt abschwören.

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