Wiwo-Kommentar: Südstaaten bluten demografisch aus - Nächster Europa-Konflikt?
Deutschland freut sich derzeit über die ganzen Fachkräfte, die derzeit aus den wirtschaftsschwachen südeuropäischen Ländern hierher strömen. Viele Südeuropäer lernen fleißig deutsch, um hier in der Wirtschaft Fuß zu fassen, schreibt Ferdinand Knauß von der "Wirtschaftswoche".
Doch damit ist der nächste innereuropäische Konflikt vorprogrammiert. 306.000 Europäer wanderten 2012 in den ersten sechs Monaten nach Deutschland. Die Mehrheit stammt noch aus Polen (89.000), aber aus Griechenland, Spanien und Portugal kamen jeweils über 50 Prozent mehr Einwanderer als im Vorjahr.
Die deutsche Politik scheint hocherfreut über die Zuwanderer, denn schließlich gibt es hierzulande starken Fachkräftemangel. Doch die Südländer bluten dadurch demografisch aus. Ihnen fehlen die gut ausgebildeten jungen Leute, die Familien gründen. Damit geraten die Länder noch tiefer in die Rezession.