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Dortmund: Jobcenter bezahlt Hartz-IV-Empfängern neue Kleidung

Erst vor wenigen Tagen sorgte das Jobcenter Dortmund für Schlagzeilen, weil man Hartz-IV-Empfängern eine Geldprämie versprach, wenn diese einen Job aufnehmen (ShortNews berichtete).

Jetzt rückt das Jobcenter erneut in den Blickpunkt. Denn jetzt werden den Hartz-IV-Empfängern 250 Euro für neue Kleidung überwiesen, wenn diese zu einem Vorstellungsgespräch gehen.

So sollen Arbeitslose zu einem Beratungsgespräch einfach ihre Bankverbindung mitbringen, damit das Geld überwiesen werden kann.


WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Wirtschaft / Arbeitsmarkt
Schlagworte: Dortmund, Hartz IV, Kleidung, Jobcenter
Quelle: www.bild.de
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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.11.2012 16:48 Uhr von Krawallbruder
 
+30 | -12
 
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Kann man sehen wie man will, ich persönlich finde es gut weil der erste Eindruck bei nem Gespräch nun mal zählt und nen Hemd zum wechseln für den zweiten Termin kann auch nicht schaden!

Um etwaigem Missbrauch vorzubeugen könnte man ggf. auf Einkaufsgutscheine umsteigen.

Und nein, ich bin KEIN Hartz4 Bezieher! Aber als Dozent und Trainer der mit Langzeitarbeitslosen zu tun hat, weiß ich was Sache ist!
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28.11.2012 17:00 Uhr von Fatbobi
 
+40 | -12
 
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Schreit ruhig, werdet nach 30 Jahren Berufstätigkeit
erst selber mal Arbeitslos, ihr braucht eure Ersparnisse
in 3 Jahren auf, und dann ? mit 50 jahren werdet ihr natürlich
gesucht von jeden Arbeitgeber, und müsst euch hier z.b und von der Blöd-Zeitung vorwerfen lassen das ihr faul seit.
Hättes es mir so auch nicht träumen lassen. Und gebe ehrlich zu, habe auch lieber auf andere herruntergeschaut, nun kann ich nur noch hochschauen..
Hoffe keiner von euch muss die gleichen Erfahrungen machen.
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28.11.2012 17:01 Uhr von johannes1312
 
+5 | -7
 
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Mann kennt ja den Wahrheitsgehalt der "BILD" Zeitung.
Mehr muss man dazu nicht sagen.
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28.11.2012 17:03 Uhr von ChaosKatze
 
+6 | -3
 
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ich würde da auch eher auf nen gutschein tendieren in dem fall... und das gültig für alle jobcenter machen ... denn wie krawallbruder schon schreibt ist der erste eindruck der wichtigste. und wenn man sich da keine kleidung leisten kann (männer: hemd und jeans / anzughose mit evtl. sakko - frauen: blaser, bluse, rock oder hose...) ist man in der tat aufgeschmissen leider =/

von daher ne nice aktion, wenns gutscheine werden
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28.11.2012 17:47 Uhr von silent_warior
 
+3 | -7
 
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@ Fatbobi
Wollte dir ein Plus geben, es wurde aber ein Minus weil der Mauszeiger manchmal so komisch wackelt (billige LED Maus).

Könnten die das Plus nicht links von der grünen Zahl setzen und das Minus rechts neben der roten Zahl?
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28.11.2012 17:50 Uhr von ThomasHambrecht
 
+15 | -1
 
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Hab ich schon vor 2 Jahren gesagt.
Schickt die Leute zum guten Friseur, bessere Schuhe, Hose, Hemd, Bluse. Beim Vorstellungsgespräch zählt immer der optische Eindruck.
Wenn schon beim Händeschütteln der ganze Eindruck nicht stimmt, sind die fachlichen Kenntnisse geschenkt. Umso schlimmer je kleiner der Betrieb ist.
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28.11.2012 17:57 Uhr von Katzee
 
+3 | -7
 
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Gutscheine für Kleidung fände ich auch ok. Dazu noch Vorstellungstraining kostenlos, damit gerade Langzeitarbeitslose besser vorbereitet sind.
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28.11.2012 17:58 Uhr von EvilMoe523
 
+5 | -0
 
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@ Fatbobi

Schöner Kommentar, wirklich! Vor Allem weil du den Mumm hast zu zugeben, dass du früher noch anders darüber gedacht hast.

Aus diesem Grund, pauschalisiere ich auch keine Menschen die auf Hilfe vom Staat angewiesen sind, weil Jeder irgendwann fallen kann. Hoffe trotzdem stark, dass sich die Situation wieder für dich bessert :)

@ News

Finde ich grundsätzlich keine blöde Idee. Leute die wirklich Arbeit suchen und nicht nur ein Vorstellungsgespräch führen müssen, sollten in der Tat unterstützt werden. Es ist nun mal so, dass schon Viele abgelehnt werden, wenn dem Arbeitgeber die Schuhe nicht gefallen oder der Pullover.

Ich halte Gutscheine auch prinzipiell besser, solange sie wirklich in jedem Textilhandel eingelöst werden können.
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28.11.2012 18:18 Uhr von Halma
 
+4 | -1
 
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Dass Bekleidung für Vorstellungsgespräche bezahlt wird ist völlig normal, in einem gewissen Rahmen natürlich. Das Geld hier ist wahrscheinlich zweckgebunden, es muss also für Bekleidung ausgegeben werden und das muss innerhalb einer bestimmten Frist auch nachgewiesen werden. Sonst wird das Geld mit dem normalen Satz verrechnet.

Gutscheine sind keine gute Idee, nicht nur dass man sie nicht in allen Geschäften nimmt, viele ALG2 Bezieher schämen sich diese Gutscheine einzulösen da man sich stigmatisiert vorkommt. Wenn man auf der Straße mit Leuten redet und sagt man ist ALG2 Empfänger hat dies den gleichen Effekt wie wenn man sagen würde man hätte eine ansteckende Krankheit. Die Leute schauen einen pikiert an und versuchen höflich, aber auch schleunigst das Weite zu suchen.

@ThomasHambrecht
Das wird schon getan, es gibt Zuschüsse zu Bekleidung und Friseur. Selbst für den Zahnarzt wenn das Gebiss nicht mehr das Beste ist.
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28.11.2012 18:27 Uhr von NaivToertchen
 
+10 | -3
 
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"Aber als Dozent und Trainer ......"


Jaja, solcher Schrott gedeiht wie verrückt!
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28.11.2012 18:47 Uhr von Lucianus
 
+1 | -13
 
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28.11.2012 19:15 Uhr von Mankind3
 
+8 | -1
 
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@Lucanius

30,40 Euro sind im ALG 2 Satz für Kleidung vorgesehen. Damit kannst du nix gescheites für ein Vorstellungsgespräch kaufen.
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28.11.2012 19:34 Uhr von Ekkehard0815
 
+3 | -0
 
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Hhm ist auch nix wirklich Neues, steht jedem ALG2 Empfänger frei dies zu beantragen ebenso ein Friseurbesuch vor einem Vorstellungsgespräch.
Im Vergleich zum xten Bewerbungstraining wahrscheinlich sogar erfolgversprechender.
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28.11.2012 20:02 Uhr von Wolfsburger
 
+3 | -0
 
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Wenigstens mal eine sinnvolle Investition. Diese dämliche Schönrechnerei mit "Anteilig im Bedarfssatz" enthalten ist in der Praxis nunmal nicht umsetzbar. Dieser monatliche Anteil entspricht dann 2-3€, der Arbeitslose braucht aber mitunter JETZT 50-150€ für ein neues paar Schuhe, 2 ordentliche Hosen und ein paar Hemden, damit ihn nicht schon die Vorzimmerdame wieder rauswirft. Eine zweckgebundene Zahlung oder gar Gutscheine sind zwar immer auch eine Beschneidung von Entfaltungsmöglichkeiten, aber sich 2 Jahre lang jeden Monat die 3 Euro für neue Schuhe zur Seite legen ist auch nicht im Sinne der Integration.
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28.11.2012 20:21 Uhr von fromdusktilldawn
 
+1 | -9
 
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hm, ich denke ein schikes auto sollte es auch sein, aber dann nur ein 3er bmw, .....
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28.11.2012 20:22 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -1
 
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@Fatbobi:
>Hoffe keiner von euch muss die gleichen Erfahrungen machen.<

Nach Zusammenbruch der Firma, in der ich damals war, musste ich diese Erfahrung vor sieben Jahren auch für anderthalb Jahre machen. Wenn Du nicht unter 35 bist und Dich nciht aus einer speziell gesuchten Position heraus bewirbst, ist es nicht einfach. Dann bist Du meist zu teuer. Kenne ich gut.
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28.11.2012 20:28 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -5
 
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@EvilMoe523:
>Es ist nun mal so, dass schon Viele abgelehnt werden, wenn dem Arbeitgeber die Schuhe nicht gefallen oder der Pullover.<


Es geht da weniger um´s Nichtgefallen, sondern darum, dass manche Schuhe, Hosen oder Oberteile einfach den Eindruck vermitteln, derjenige hätte sich keine Mühe gegeben. Und das wiederum vermittelt die Botschaft, derjenige hätte kein wirkliches Interesse daran, den Job zu bekommen.

Es gibt z.B. hier im Forum Leute, die reagieren allergisch darauf, wenn man ihnen Grammatikfehler korrigiert. Sie finden das nicht wichtig. Als Arbeitgeber würde ich solche Leute niemals einstellen. Nicht, weil sie keine Grammatikkenntnisse haben, nein, weil sie weder bereit sind dazuzulernen, noch etwas als wichtig erachten, was mir als Arbeitgeber offensichtlich wichtig ist, noch weil sie Kleinigkeiten genügend Aufmerksamkeit schenken.
Und schlechte Kleidung ist nicht einfach nur schlechte Kleidung.

Der Gutschein, den ich ansonsten gut finde, wird bei den Problemfällen jedoch wenig nützen, denn ein ungebügeltes gutes Hemd sendet die gleichen Signale wie vorher der Jogginganzug. Ungeputze Lederschuhe die gleichen wie die Turnschuhe vorher und der mies gebundene Krawattenknoten die gleichen wie der labbrige Sweatshirt-Kragen vorher.
Aber mit Gutschein haben diejenigen, die sich bemühen möchten, wenigstens bessere Karten. Und das ist gut.



@Halma:
>nicht nur dass man sie nicht in allen Geschäften nimmt, viele ALG2 Bezieher schämen sich diese Gutscheine einzulösen da man sich stigmatisiert vorkommt. Wenn man auf der Straße mit Leuten redet und sagt man ist ALG2 Empfänger hat dies den gleichen Effekt wie wenn man sagen würde man hätte eine ansteckende Krankheit. Die Leute schauen einen pikiert an und versuchen höflich, aber auch schleunigst das Weite zu suchen.<

Ersteres kann man gesetzlich durchsetzen (und müsste das ggf. auch, schliesslich ist ein staatlicher Gutschein wie Bargeld) und zweiteres wird sich ändern, wenn mehr und mehr Leute betroffen sein werden (was passieren wird).

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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28.11.2012 23:15 Uhr von V3ritas
 
+0 | -1
 
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Hm...also ich hab insgesamt keine Klamotten für 250 Euro an :D Und hätte auch keine im Schrank, falls ich mich neu bewerbe.^^

[ nachträglich editiert von V3ritas ]
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29.11.2012 00:05 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -1
 
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Hmmm... vernünftige Schuhe, die man nicht nächstes Jahr wieder wegschmeissen muss, kosten alleine schon min. 120 EUR, dann ein Hemd für 30 EUR, wenn es günstig ist, eine Stoffhose für minimal 70, und dann ein Sakko. Da kann man die 250 EUR leicht sprengen. Das heisst, man bekommt für 250 EUR noch nicht mal was Nachhaltiges, mit dem man sich ein Jahr lang kontinuierlich bewerben kann.

Sonst, im Alltag habe ich auch keine Klamotten für 250 EUR an. Die Schuhe stellen aber auch da den Löwenanteil.
Und im Büro komme ich logischerweise deutlich über 250 EUR, weil da ein Anzug angesagt ist. Dazu dann eben die Schuhe ...
Wenn ich ansonsten meine Arbeitskleidung in meinem eigenen Betrieb zuhause ansehe, so sind Sicherheheitsschuhe, schnittfeste Hosen, gute Handschuhe, Gehörschutz etc. auch nicht gerade billig, so in Summe.

Es ist schon verflixt schwierig für jemanden, der mit dem Hartz IV Satz auskommen muss, sich überhaupt vernünftig zu kleiden.

Das Wichtigste ist aber nach wie vor, WIE die Kleidung getragen wird!
Es ist nicht schlimm, wenn jemand billige Kleidung an hat. Es ist schlimm, wenn er (und die Kleidung) ungepflegt wirken, die Sachen beispielsweise nicht zusammen passen oder ungebügelt sind.
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29.11.2012 04:12 Uhr von fromdusktilldawn
 
+0 | -4
 
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es gibt auch preiswerte kleidung, wenn ich mit 250€ bei kick einreite komme ich frisch geschniegelt wieder raus und kann als h4rer noch ein paar kisten bier und tabak für den monat im nahegelegenen aldi kaufen, also es muss nicht der zweireiher für das vorstellungsgespräch sein
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29.11.2012 09:50 Uhr von Atze2
 
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wird demnächst wieder ein unmögliches Gesetz durchgewunken oder warum wird in letzter Zeit wieder vermehrt die ALG2-Sau durchs Dorf getrieben?

btw:
die Kohle gibts nur gegen Quittungen (im Normalfall)

§ 23 SGB 2
http://www.sozialgesetzbuch.de/...
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29.11.2012 13:43 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -1
 
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@fromdusktilldawn:
>wenn ich mit 250€ bei kick einreite<

Erstens gibt es bei kik meines Wissens nach keine Sakkos und zweitens willst Du doch wohl nicht ernsthaft, dass die ARGE mit Staatsgeldern einen Ausbeuterbetrieb in Indien unterstützt, der noch dazu Arbeitsplätze in Deutschland killt, in dem er die Verkäuferinnen so mies bezahlt, dass die selber Hartz IV bekommen!
Das wäre wohl skandalös und auch noch dämlich.
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29.11.2012 15:15 Uhr von EvilMoe523
 
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@ Schwertträger

Ist doch egal, welcher Hintergrund für die Ablehnung wegen der Kleiderordnung dahinter steckt. Fakt ist, man muss da einen optischen Eindruck machen, dass sehe ich ja genau so.

Also um einen optisch vernünftigen Eindruck zu hinterlassen, kann man mit 250€ aber ALLE MAL eine gute Ausstattung für Vorstellungsgespräche erhalten, wo das Teuerste noch das Sakko wäre. (Besitze zwar eins, hab zu -erfolgreichen-Vorstellungsgesprächen aber nie eins angezogen und gebraucht)

Und Schuhe die man sich für Vorstellungsgespräche zulegt, halten bei einem Preis von sagen wir 50-60€ mehr als zwei Jahre ^^

Fazit: Man muss nicht zum Herrenausstatter gehen und findet in kettenlosen Modegeschäften mit etwas schauen und vergleichen, für 120€ ALLES was man braucht. :) Und wenns Not tut dann noch ein gut passendes Sakko für ca. 130 :)
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30.11.2012 06:48 Uhr von Cybermichl
 
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die Kosten für eine Kleidung zum Vorstellungsgespräch ist abhängig von der Art der Arbeit. Wenn ich mich als Lagerarbeiter oder Produktionshilfe bewerbe, werde ich kaum mit teurem(!) Sakko, Krawatte und Stoffhose kommen, das wäre unglaubwürdig und overdressed. Wichtig ist, gepflegte Erscheinung (frisch rasiert und gewaschen, so wie Beck es damals forderte...), dazu saubere(!) Kleidung.

Zu Grammatikkritik: Es kommt darauf an - ich persönlich glaube zwar, deutschsicher zu sein, Fehler, Unsicherheiten sind jedoch nie ausgeschlossen. Grammatikkritik kommt in der Regel von Leuten, die keine Argumente mehr haben und werde deshalb auf diesen Zug nicht aufspringen.
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30.11.2012 06:55 Uhr von fromdusktilldawn
 
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@ Schwertträger
..., dass die ARGE mit Staatsgeldern einen Ausbeuterbetrieb in Indien unterstützt, der noch dazu Arbeitsplätze in Deutschland killt, in dem er die Verkäuferinnen so mies bezahlt, dass die selber Hartz IV bekommen!

die verkäuferinnen werden vom amt aufgestockt, das ist von der politik so gewollt, und von kick und abertausenden firmen in diesem land auch so umgesetzt, was indien angeht, sollen die doch zumachen dort, dann fehlen den allerärmsten dort wirklich die paar rupien die sie da verdienen und rauben dann touris wie dich aus die dort ,,wunderschönen,, urlaub machen wollen

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