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Schweiz: Islamischer Zentralrat lädt umstrittenen Prediger ein - Einreiseverbot?

Der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) hat den radikalen Wahhabiten-Prediger Muhammed Al-Arifi für eine Konferenz in der Vorweihnachtszeit eingeladen. Muhammed Al-Arifi hetzt laut dem "Forum für fortschrittlichen Islam" gegen Homosexuelle und Juden.

Des Weiteren habe er sich im Fernsehen öffentlich gegen eine Untergrenze für ein heiratsfähiges Alter ausgesprochen und im Zuge dessen angeblich auch Sex mit Neunjährigen erlaubt. Saida Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam kritisierte die Einladung und forderte eine Einreisesperre für Al-Arifi.

Der IZRS teilte mit: "Wir halten an der Einladung fest. Dass man etwas gegen Homosexuelle hat, muss im Rahmen der Meinungsäusserungsfreiheit möglich sein." Das Schweizer Amt für Migration teilte mit, dass der Fall beobachtet wird und man gegebenenfalls ein Einreiseverbot verhängt.


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WebReporter: Captain-News
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Schweiz, Kritik, Islam, Zentralrat, Einreiseverbot, Prediger
Quelle: www.20min.ch

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19.11.2012 19:12 Uhr von sooma
 
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"Wahhabiten erheben den Anspruch den einzig "reinen Form" des Islams zu präsentieren. Jede Vielfalt wird strikt abgelehnt. Glaubensauffassungen, die mit dem Wahhabismus nicht vereinbar sind, werden in der Regel als unislamisch deklariert. Dies hat ihnen in der Gesamtheit der muslimischen Welt den Ruf der Intoleranz und des Fanatismus eingebracht hat."

"In Saudi-Arabien ist die Lehre Ibn Abd al-Wahhabs Staatsdoktrin. Gleichzeitig fördert der saudische Staat wahhabitische und andere dogmatische sunnitische Organisationen in allen Teilen der Welt. Kennzeichnend für den Einfluss der Wahhabiten sind unter anderem folgende Praktiken im öffentlichen Leben:

- Verbot des Autofahrens für Frauen
- Verbot für Frauen, sich in der Öffentlichkeit mit fremden Männern zu zeigen
- Öffentliche Scharia-Strafen wie Hinrichtungen und Auspeitschungen
- Verbot der freien Religionsausübung
- Lange Zeit waren uneingeschränkt Musik und Fernsehen verboten"

(Wikipedia)

"Der wahabitische Islam ist eine extreme Form des Missbrauchs von Religion in einer Männergesellschaft und umso schlimmer, weil diese extreme Form der Unterdrückung natürlich der Islamphobie große Dienste erweist und rassistische und kulturelle Vorurteile bedient.

Dass Menschen unter dem Deckmantel religiöser Gebote erniedrigt, bevormundet und gequält werden, ist uns ja nicht fremd: die Geschichte der katholischen Kirche hat in dieser Hinsicht einiges (z.B. Hexenverbrennung, Inquisition) zu bieten. Ein System, das mit Schuldgefühlen und unmenschlichen Strafen Menschen gefügig macht, ist schon furchtbar genug, doch wenn die Moral derjenigen, die die Bestrafung anordnen selbst am tiefsten Punkt angelangt ist, wird es unerträglich.

Die saudische Herrscherkaste gehört zu den korruptesten Regierungen der Welt. Ihr eigener Lebensstil (vor allem wenn sie sich im Ausland aufhalten) verhöhnt die strengen Gebote, die sie ihrer Bevölkerung auferlegt: Sex, Alkohol, Drogen, wilde Partys, Spielcasinos, kriminelle Geschäfte, das volle Programm."

http://medienschafe.wordpress.com/...

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