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Als "verlogene Kommerzschlampe" beschimpft: Piratin Julia Schramm tritt zurück

Julia Schramm ist Mitglied im Bundesvorstand der Piraten und veröffentlichte kürzlich ihr erstes Buch "Klick mich - Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin". Dadurch geriet sie ins Kreuzfeuer der Kritik, auch in der eigenen Partei.

Viele Mitglieder kritisierten, der veröffentlichende Verlag gehe im Internet streng gegen Urheberrechtsverletzungen vor und sehen darin einen Widerspruch zur Position der Partei.

Außerdem soll sie einen Vorschuss in Höhe von 100.000 Euro für das Buch erhalten haben, was ebenfalls auf wenig positives Feedback stieß. Öffentliche Auftritte hat sie bis auf Weiteres abgesagt.


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WebReporter: NoPq
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Rücktritt, Piratenpartei, Beschimpfung, Julia Schramm
Quelle: www.taz.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.10.2012 14:28 Uhr von Gringo75
 
+3 | -18
 
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26.10.2012 14:34 Uhr von Kimera
 
+18 | -20
 
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Ob ihr hübsches Gesicht auch mal ein Bukkake bekommen hat?^^
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26.10.2012 15:14 Uhr von GatherClaw
 
+12 | -1
 
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Es gibt immerhin eine Partei Richtung, und als Mitglied eben dieser Partei sollte ich auch zu den Richtlinien stehen und nicht Wasser predigen, aber Wein trinken. Und schon gar nicht als Vorstandsmitglied...

Ich finds gut!
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26.10.2012 15:28 Uhr von Naganari
 
+4 | -12
 
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die ratten verlassen das sinkende schiff...
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26.10.2012 15:43 Uhr von no_trespassing
 
+31 | -5
 
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Folgendes:

1. Die Piraten sind nicht für grenzenloses Filesharing, sondern für eine Urheberrechtsreform. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

2. Es geht das Gerücht um, dass der Verlag das Buch lancierte, um eben die Piraten damit beim Thema Urheberrecht anzugreifen.
Soweit ich im Internet gelesen habe, sind einigen Piratenlandesverbände da bemüht, Licht ins Dunkel zu bringen, warum ausgerechnet der Name der Autorin bei den Copyright Requests erscheint.

3. Frau Schramm ist nicht die Piratenpartei.Sie wurde in den Vorstand mit knapp über 50% gewählt.
Die Piratenpartei ist allein die Basis - sie allein beschließt Parteipositionen und niemand anders. Wenn einer aus dem Vorstand sich dazu entschließt, ein Copyright-Buch zu veröffentlichen, dann ist das vollkommen losgelöst davon.

Den Piraten das dann anzudichten ist ja wohl lächerlich. Dann kann man der CDU auch antragen, was Joachim Sauer von der Merkel alles verbockt und deswegen die Partei Scheiße finden.

4. In 5 Monaten sind schon wieder neue Vorstandswahlen. Spätestens da wäre für Ponader und Schramm wohl Schluss. Warum kapiert niemand, dass die Piraten einen sehr schnelllebigen Vorstandszyklus haben im Gegensatz zu anderen Parteien?

Alle hacken auf den Piraten herum, aber die wenigsten haben doch wirklich Ahnung, was abgeht. Alles Schwätzer, die immer nur gegen alles wettern, aber selbst nix reißen!
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26.10.2012 16:10 Uhr von Selle
 
+15 | -2
 
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Ich finde da auch gut. Wenn aus den eigenen Reihen jemand Blödsinn macht, wird er aussortiert.

Auch regiert bei den Piraten nicht 3-4 Leute, sondern die gesamte Partei. Und das ist gut.

Ich bin zwar kein Pirat, aber ich finde das System und die Transparenz gut.

Bevor da jemand grote Töne spuckt, sollte er sich mal selbst ein Bild davon machen und die offizielle Seite und Foren ansehen.

In meinen Augen hat das System der Piraten Zukunft. Über die politische Ausrichtung darf man aber streiten.
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26.10.2012 16:17 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -9
 
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Jetzt hat eine Piratin einmal selbst ein urheberrechtliches Werk geschaffen und stellt fest, dass das gar nicht so toll ist, wenn die eigene Arbeit kostenlos verteilt wird.
Wenn man Werke kostenlos verteilen will - oder wie Ponader nichts arbeitet - dann braucht man natürlich ein bedingungsloses Grundgehalt.

Entsprechend NICHTS kommt auch von den Piraten zu witschaftlichen Themen. Auch gestern bei Markus Lanz geriet ein Pirat (ich weiss seinen Namen nicht) ins Ausflüchten, als man ihn auf das Thema Wirtschaft ansprach.
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26.10.2012 16:25 Uhr von Bildungsminister
 
+3 | -4
 
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"Alle hacken auf den Piraten herum, aber die wenigsten haben doch wirklich Ahnung, was abgeht. Alles Schwätzer, die immer nur gegen alles wettern, aber selbst nix reißen!"

Warum sollte sich das bei Piraten anders verhalten als bei den etablierten Parteien? Dort glauben doch auch alle alles zu wissen, obwohl sie im Grunde nichts wissen und einfach nur das wiederholen, was andere sagen.Warum sollte solche ein Verhalten bei SPD, CDU, oder wem auch immer legitim sein, aber wenn es gegen die Piraten geht, dann haben plötzlich alle keine Ahnung mehr...

Fakt ist doch, dass die Piraten sich gänzlich selbst zerlegen, da braucht es gar kein Zutun von außen. Wenn man sich die Probleme der letzten Monate und Wochen ansieht, dann sind diese in 99% hausgemacht. Das eine Partei, die bundespolitisch mitspielen will, auch im Interesse der Öffentlichkeit steht, ja, das hätte man eventuell sogar vorher wissen können.

Es ist das typische Verhalten der Piraten. Kritik wird nicht angenommen, statt dessen gibt es eine unmittelbare Abwehrreaktion, und es sind immer die anderen gewesen. Fehler werden nie im eigenen Aus gemacht. Fakt ist aber nun mal, dass die größten Kritiker der Piraten aus den eigenen Reihen kommen. Sieht man mal vom Medien-Echo ab, dann wurde Schramm nicht zuletzt von vielen Piraten für ihr Verhalten getadelt.

Und was nun die Pläne der Piraten angeht - Reden kann man wirklich viel, am Ende des Tages zählen aber Taten, und da kommt einfach zu wenig. Mal davon ab das sich Piraten zu 95% der tagespolitischen Ereignisse nicht äußern können, was ihnen zumindest mediale Präsenz bringen würde, nein, dadurch dass sie kein Programm haben, haben sie eben auch keine vertretbare Position.

Alles in allem muss man doch sagen, dass die Piraten seit dem großen Hype gezeigt haben, dass sie zwar ambitioniert sind, das aber einfach nicht ausreicht um wirklich Politik zu betreiben. Da gehört eben deutlich mehr dazu, als sich zu profilieren. Ich bin hier in NRW politisch recht aktiv, bei mir im Wahlkreis sind die Piraten vertreten, und auch in der Stadt, aber hören tut man von denen einfach gar nichts. Ich meine das nicht mal böse, aber wer nicht gehört wird, den nimmt man auch nicht wahr, und daraus ergeben sich auch aktuelle Umfrageergebnisse.

Schlussendlich müssen die Piraten dringend etwas im eigenen Stall tun. Gerade die Spitze besteht primär aus Einzelgängern und Leuten, die irgendwie zu viel Zeit im Studium haben, und daher nichts besseres zu tun haben. Das ist schade. Zwar würde ich sie trotzdem nicht wählen, da es die politische Stilrichtung der Piraten mit der FDP schlicht schon gibt, und sie auch nicht meine ist, aber es ist ja durchaus Potential da. Man nutzt es nur überhaupt nicht.

Und schon wird man unweigerlich an Schweden erinnert. Dort verlief das Piraten-Dasein ähnlich. Erst riesen Hype, und heute kaum noch Mitglieder und ein Dasein in der Nichtigkeit.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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26.10.2012 16:36 Uhr von no_trespassing
 
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@Thomas Hambrecht:
Es geht das Gerücht im Internet um, dass der Knaus Verlag gezielt ein Vorstandsmitglied anwarb, um die Piraten zu demontieren. Denn der Verlag gehört zu RandomHouse (Bertelsmann). Und die Eigentümerfamilie Mohn ist sehr politisch.

Das Buch rangiert gerade mal auf Amazon Bestseller-Rang: Nr. 257.207 - also da wird nichts mehr verkauft.
Es darf jedoch bezweifelt werden, dass das allein an den Raubkopien liegt, sondern eben am Inhalt.
Aber der war ja auch nicht wichtig. Man hat mit irgendwas die Seiten zugemacht, Hardcover drum herum und mahnt dann fröhlich ab.

Der Verlag hat angeblich den exorbitanten Vorschuss gezahlt, um mit dem Buch überhaupt in die Medien zu kommen. Inhaltlich rezensiert wurde das Buch nie - es ging immer nur um das gezahlte Geld.

Es hätte was mehr als mafiöses, wenn der Verlag 100.000 EUR dafür bezahlt, um eine Partei kaputtzumachen, bloß weil deren Interessen gegen die Verlagsinteressen stehen.

Man wird ja die Reaktionen sehen, wenn die Piraten dann doch in Niedersachsen wieder einziehen. Dann wird es für den Verlag teuer. Wahrscheinlich schleust man dann wieder Rechtsradikale in die Partei ein und lässt die Nazi-Debatte neu auflodern.
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26.10.2012 18:33 Uhr von Baststar
 
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@bildungsminister
piraten == fdp ?
weil du beide für "die liberalen" hältst oder wie?... ich persönlich könnte die etablierten kaum unterscheiden, aber die piraten sind da find ich doch schon anders, eben weil die köpfe oben nichts zu sagen haben, am ende zählt immer das, wofür die mehrheit der basis steht, und das sind zum glück hauptsächlich ganz normale menschen, nur eben die idioten sind lauter. Viele bunte Köpfe bei den Piraten aus jeder ecke, das ist doch schön! :)
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26.10.2012 19:31 Uhr von Bildungsminister
 
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Mit mir hat das nichts zu tun. Das sagte Herr Schlömer, bekanntermaßen Parteichef der Piraten. Mitunter tat er das hier: http://www.noz.de/...

Auch kann ich persönlich keinen Deut erkennen wo sich die Piraten von den etablierten Parteien unterscheiden. Da würde mich doch mal eine schlüssige Erklärung interessieren. Mal davon ab, dass sie sich Basisdemokratie auf die Fahnen schreiben, was bisher auch nicht viel gebracht hat, außer das alles zwei bis drei mal so lange dauert wie bei anderen Parteien.

Ansonsten sind die Piraten eine Partei wie jede andere, und selbst wenn - Sich für anders halten und anders sein, das sind zwei paar Schuhe. Den Beweis, vor allem das es funktioniert, den sind sie noch schuldig. Aktuell sieht es ja nicht so aus. Diese Basisdemokratie hat, quasi wie bei anderen Parteien auch, dafür gesorgt, dass die Partei durch Leute geleitet wird, die sich am ehesten noch für sich selbst interessieren.

Was bringt es also anders zu sein, wenn das Ergebnis am Ende das gleiche ist wie bei jeder anderen Partei auch? Menschen sind eben doch recht gleich, auch wenn du ihnen einen anderen Anstrich gibst.

Davon ab, dass es schon sehr viele, auch prominente Stimmen von Leuten gibt, die diese Basisdemokratie stark in Frage stellen, zumindest wie die Piraten damit umgehen. Konkret geht es darum, dass zwar kräftig in den Foren und Netzwerken diskutiert wird, aber das am Ende doch recht wenig Einfluss auf finale Entscheidungen hat, was die "Oberen" dann unter sich ausmachen.

Am Ende ist Basisdemokratie auch nur ein Modewort und funktioniert real gesehen einfach nur bedingt. Ansonsten hätte sich anstelle der Demokratie wahrscheinlich längst die Soziokratie durchgesetzt. Das kennt wahrscheinlich jeder aus dem Alltag. Desto mehr Personen an einer Entscheidung beteiligt sind, umso schwieriger wird die Einigung. Und auch die Piraten werden sich da etwas überlegen wollen, wenn sie z.B. auf aktuelle Ereignisse reagieren wollen. Du kannst ja schlecht immer erst die Basis anrufen, denn dann ist das Ereignis längst von gestern. Ein Problem was die Piraten jetzt schon haben. Sie können am Tagesgeschehen kaum teil nehmen, weil es niemand gibt, der Stellung beziehen kann, mal von Internet und Urheberrecht abgesehen. Das reicht aber bei weitem nicht, nicht auf Dauer.
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26.10.2012 20:21 Uhr von Bildungsminister
 
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@ Tjeika
Das meinst du nicht wirklich, oder? Wann hat denn ein Pirat aus der oberen Riege je etwas unmittelbar zugegeben, mal abgesehen davon wenn er oder sie vorher entlarvt wurde?

Julia Schramm hat bis heute kein wirkliches Fehlverhalten zugegeben. Ganz im Gegenteil sind ihre Kommentare bei Twitter oftmals eher abfällig und überheblich, wenns vor allem um das Thema geht.

Obgleich es übrigens bei dem Rücktritt heute, wie man hört, auch nicht um die in der News beschriebenen Geschichte geht. Viel mehr soll es intern Stress wegen anderer Dinge gegeben haben. Deswegen ist neben ihr heute auch Matthias Schrade zurück getreten. Dabei solle es vor allem um Herrn Ponader gehen. Also wieder eine interne Geschichte, nichts wo irgendwer Einfluss von Außen hätte.
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27.10.2012 07:12 Uhr von no_trespassing
 
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@TruthHurts: Warum soll Schramm immer ganz im Sinne der Piraten handeln? Die Piraten sind nicht gleichgeschaltet.
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27.10.2012 11:46 Uhr von Bildungsminister
 
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Was du also sagst ist - Die Piraten sollte man besser nicht wählen, weil ich mir bei ihnen nicht sicher sein kann, welche Linie sie gerade verfolgen, je nachdem wer gerade das sagen hat? Wenn jeder für sich allein gestellt ist, und jeder in sich auch andere Positionen vertritt, die wie man hier sieht durchaus von der generellen Parteipolitik differieren können, ja, dann kauft man doch letztendlich die sprichwörtliche Katze im Sack.

Wenn man da ein Stück weit eine eigene Meinung hat, in Ordnung, aber gerade Schramm hat des öfteren zum Ausdruck gebracht, dass ihre eigene Sichtweise doch stark vom allgemeinen Tenor der Partei abweicht. Wenn das normal und in Ordnung ist, dann wäre doch die Wahl der Partei äußerst gefährlich. Heute ist sie links, und morgen, wenn jemand anderes etwas sagt, dann ist sie rechts. Wäre es da nicht leichter niemanden zu wählen, und einfach auszuwürfeln was man machen will? Kommt ja ungefähr aufs Gleiche raus.

Eigene Meinungen, Diskussionen, alles okay. Aber diese Leute vertreten trotzdem die Partei für die sie stehen, vor allem wenn sie ein hohes Amt bekleiden. Ob sie wollen oder nicht, ihre Aussagen werden immer mit der Partei assoziiert. Wie sollte es denn auch anders gehen. Wie soll der Normalbürger unterscheiden, wann jemand seine Meinung vertritt, die ja wie wir gerade gelesen nicht unbedingt mit den Piraten einher gehen muss, und wann diese Person offiziell für die Partei spricht?

Da kommt mir irgendwie das Bildnis des gackernden Hühnerhaufen in den Sinn...

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]

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