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Italien: Gericht gibt Kind zur Adoption frei, weil Eltern zu alt seien

In Turin wurde nun ein zweijähriges Mädchen von einem Berufungsgericht zur Adoption freigegeben. Grund dafür ist das Alter der leiblichen Eltern. Die heute 59-Jährige leibliche Mutter hatte sich künstlich befruchten lassen. Der Vater ist aktuell 71 Jahre alt.

Die Richter warfen dem Paar vor, narzisstisch und nicht sehr voraussehend gehandelt zu haben. Sie nehmen billigend in Kauf, dass ihre Tochter bereits sehr früh Vollwaise werde könnte, oder dass sich die Tochter um die Pflege der Eltern kümmern müsse.

Das Paar hingegen nannte ihre Tochter eine "Frucht der Liebe". Das Gerichtsverfahren sorgte in Italien für eine hitzige Debatte.


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WebReporter: NoPq
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kind, Gericht, Italien, Eltern, Adoption
Quelle: www.krone.at

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.10.2012 15:25 Uhr von Lucianus
 
+18 | -0
 
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puh ... seh ich als sehr zweischneidig an ...

Ob es dem Kind besser geht, wenn es von der Mutter getrennt wird, weiss ich nicht.
Alternativ ist die Wahrscheinlichkeit das zumindest der "Vater" stirbt ehe das Kind 18 ist recht wahrscheinlich. Auch nicht toll ...

Da es sich um eine künstliche Befruchtung gehandelt hat ist das ganze nochmal schwieiriger.
Was wäre denn wenn sie das Kind "natürlich" bekommen hätten, ist ja nu nicht ausgeschlossen (rein vom alter her) dürfte das dann auch weggenommen werden?

Meine Meinung:
Wenn das Kind gut behandelt wird hat der Staat keinerlei Recht ein Kind wegzunehmen!
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25.10.2012 15:40 Uhr von Ganker
 
+4 | -0
 
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Ich sehe das auch sehr gespalten.
Ist es narzistisch ein Kind haben zu wollen?
Ist es nicht rechtens, wenn Aids kranke ein Kind haben wollen? Ist es die Aufgabe des Staates, Kinder von den Eltern weg zu reisen wenn sie "zu alt" sind?
Ich finde nicht. Obwohl das Alter der Eltern schon eine Gewisse Rolle spielt. Der Vater mit 71 Jahren wird es sicherlich nicht mehr erleben, dass das Kind das 18. Lebensjahr vollendet. Die Mutter mit 59 Jahren jedoch schon.

*Edit*: Wichtiger Hinweis aus der Quelle:
"Im Mai 2010 kam dann ihr Mädchen in Turin auf die Welt. Doch schon einen Monat später wurde es von dem Jugendgericht in eine Pflegefamilie gegeben, nachdem Nachbarn die Eltern angezeigt hatten, weil sie das Baby 45 Minuten lang allein im Auto gelassen hatten."

Das mit dem im Auto lassen, ist meiner Meinung nach ein wichtiger Hinweis, der in der News enthalten sein sollte, da er erst der Auslöser des Gerichtsverfahrens war.
Allerdings stelle man sich vor, das Kind kommt in den Kindergarten und die Eltern sind auch dabei. "Sind das deine Großeltern?" Dieser Spruch wird sicherlich kommen.

Ich persönlich möchte so eine Gerichtsentscheidung nicht fällen, da so ein Fall sicherlich sehr komplex sein kann.

[ nachträglich editiert von Ganker ]
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25.10.2012 15:50 Uhr von Flutlicht
 
+2 | -1
 
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Wäre es denn nicht möglich, dass das Kind in den leiblichen Eltern eine Art Opa/Oma Rolle sehen könnte, während es bei einer "fremden" Familie aufwächst?

Spricht ja nichts gegen Besuche/Ausflüge etc. wie Opa und Oma eben... nur, dass das Kind eine stärkere Bindung zur Adoptiv-Familie aufbauen kann.
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25.10.2012 16:47 Uhr von kostenix
 
+4 | -0
 
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Flutlicht würde es dir als vater/mutter gefallen, dein eigenes kind als "enkel" anzusehen?
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25.10.2012 18:33 Uhr von Der_Norweger123
 
+0 | -0
 
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Titel

Jetzt erst ist mir aufgefallen dass das Titelfelt entfernt wurde.
xD
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25.10.2012 19:34 Uhr von Zeroformer
 
+3 | -0
 
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ich sehe das als Präventivschlag oder bzw. Vorsorge für die Erziehung. Der Staat will, dass das Kind in junger Obhut kommt.

Ob das gut ist?
Ich glaube nicht, dass "zu alt" eine Begründung hierfür sei, das Kind wegzunehmen.
Fakt ist, wenn etwas passieren sollte (wie Verbrechen oder Misshandlung), dann wäre ja die Wegnahme gerechtigfertig, aber auch "zu spät"

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