24.10.12 20:46 Uhr
 341
 

Nürnberg: Prozess gegen Antifaschisten wegen versuchten Totschlags - Ermittlungsfehler

In Nürnberg findet gerade der Prozess gegen den 19-jährigen Antifaschisten Deniz K. wegen versuchten Totschlags statt. Er soll mit einer angespitzten Fahnenstange auf Polizeibeamte losgegangen sein.

Der zweite Verhandlungstag offenbarte nun allerdings Ermittlungspannen seitens der Polizei. So sei die Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten noch in der Nacht seiner Verhaftung erfolgt, was aber nur bei Gefahr in Verzug passieren dürfe.

Zusätzlich seien Schriftstücke noch vor Ort gelesen worden, was ebenfalls eindeutig untersagt sei. Inwiefern diese und einige andere Aspekte bei der Urteilsverkündung eine Rolle spielen, bleibt allerdings abzuwarten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: NoPq
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, Nürnberg, Fehler, Ermittlung, Totschlag, Antifaschismus
Quelle: www.nordbayern.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

FC Bayern München um drei Millionen Euro erpresst - "Besenstielräuber" gesteht
Nigeria: Bei Selbstmordattentat zweier Schülerinnen sterben 30 Menschen
München: Exhibitionist sitzt mit entblößtem Penis in U-Bahn

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
24.10.2012 20:46 Uhr von NoPq
 
+3 | -5
 
ANZEIGEN
Was noch in der Quelle stand: "Der Polizist räumte Fehler ein, entschuldigte sich aber mit Personalmangel in seiner Dienststelle. Er musste außerdem zugeben, von einem Kollegen, der am ersten Verhandlungstag als Zeuge ausgesagt hatte, über den Stand des Verfahrens und die Einlassungen der Zeugen informiert worden zu sein."

Die Quelle führt die Fehler ausführlicher aus - lesen lohnt.

[ nachträglich editiert von NoPq ]
Kommentar ansehen
24.10.2012 22:21 Uhr von quade34
 
+10 | -2
 
ANZEIGEN
atze, nur Zustimmumg, alles andere ist Vertuschung
Kommentar ansehen
24.10.2012 22:27 Uhr von Pils28
 
+6 | -6
 
ANZEIGEN
Es lebe der Rechtsstaat. So etwas darf nicht passieren. Wenn Polizisten so etwas tun, dann gibt es genau 2 Gründe dafür. Erstens mangelnde Qualifikation, dann gehören die zurück auf die Schule. Oder sie tun dies im vollen Bewustsein der Lage und begehen absichtlich Rechtsbruch. Beides ist absolut unentschuldbar. Man stelle sich einen Arzt vor, der unliebsame Patienten mit offenkundig falscher Behandlung vom Leib hält oder einen LKW Fahrer der die Ladungssicherheit "vergisst". Die haben alle schlechtere Arbeitsbedigungen und müssen ich dennoch nach wöchentlich verändernden Bedingungen arbeiten, um nicht vor dem Kardi zu landen.
Kommentar ansehen
24.10.2012 23:32 Uhr von kontrovers123
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
Der Job der Polizei ist es, Ermittlungsfehler zu begehen. Die haben ja auch kaum arbeitsrechtliche Schritte zu befürchten.
Kommentar ansehen
25.10.2012 00:12 Uhr von Jolly.Roger
 
+6 | -5
 
ANZEIGEN
"So sei die Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten noch in der Nacht seiner Verhaftung erfolgt, was aber nur bei Gefahr in Verzug passieren dürfe."

Aha. Der Zeitpunkt der Durchsuchung ist also wichtig, und eine versuchte Tötung zählt dann wohl nicht zu einer Gefahr...
Die Erlaubnis zur Durchsuchung gabs offensichtlich...

"Zusätzlich seien Schriftstücke noch vor Ort gelesen worden"

Ähm, OK. Schlimm sowas. Ganz schlimm.....WTF???

Der Typ ist (mutmaßlich) mit angespitzten Fahnenstangen auf Polizisten losgegangen und das Lesen von Schriftstücken ist jetzt das eigentliche Unrecht?
Hoffentlich nicht....
Kommentar ansehen
25.10.2012 00:17 Uhr von shadow#
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
Vorbildliche Polizeiarbeit...
Die "Zeugen" sprechen sich untereinander ab und sagen zu dritt aus, der Verdächtige wird in fröhlicher Gruppenrunde aus der Bildercollage gepickt - na dann gute Nacht Rechtsstaat!

"Deniz’ Mutter nennt ihren Sohn einen jungen, politisch aktiven Mann."
Auch eine nette Umschreibung für einen nichtsnutzigen Krawalltouristen...

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Paul Verhoeven wird Präsident der Jury der "Berlinale"
Nicht chic: Aggressive Steuervermeidung durch Inditex (Zara-Modekette)
FC Bayern München um drei Millionen Euro erpresst - "Besenstielräuber" gesteht


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?