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"Keine Kristallkugel": Wissenschaftler empört über Haftstrafen für Erdbebenexperten

Weil sie nicht vor dem verheerenden Erdbeben im italienischen L´Aquila gewarnt hatten, sind sieben Erdbebenexperten zu langen Haftstrafen verurteilt worden (ShortNews berichtete).

Dieses Urteil empört Wissenschaftler, denn man kann kein Erdbeben präzise vorhersagen. Die Zeitung "Libero" kommentierte das fragwürdige Urteil so: "Schuldig, weil sie keine Kristallkugel dabei hatten."

Aus Protest trat nun Italiens Chefexperte für die Bewältigung von Naturkatastrophen, Luciano Maian zurück, denn unter dem Druck der Justiz könne man nicht wissenschaftlich arbeiten.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Protest, Wissenschaftler
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.10.2012 16:43 Uhr von Hawkeye1976
 
+33 | -1
 
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Dieses Urteil ist absolut lächerlich. Hat einen gewissen Hauch von Hexenprozess ....
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23.10.2012 18:02 Uhr von mort76
 
+3 | -0
 
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Das...was aber schon ein bißchen anders, als es hier dargestellt wird.

Es ging nicht einfach nur darum, daß ein Erdbeben nicht vorhergesehen wurde- es ging darum, daß es seit Tagen schon warnende Erdstöße gegeben hat, aber die Verantwortlichen hatten abgesprochen, die Bevölkerung einerseits zu beruhigen und andererseits auch nicht zu warnen.

Das Erdbeben kündigte sich also eigentlich schon 7 Tage vor der Katastrophe an- die verurteilten Experten sagten ja, große Erdbeben könnten nicht vorhergesagt werden.
Wie kann man die Menschen dann entwarnen, wenn die Herrschaften sich da nicht sicher sein können und es tagelang zu Vorbeben kommt?

Ein "Vorbeben" sollte den Experten ja wohl ein Begriff sein, und bei einer ganzen Serie von relativ starken Vorbeben sollten die ja wohl stutzig werden- was hat ein Experte denn für einen Sinn, wenn er -entgegen der Faktenlage- einfach nur abwiegelt?
Und...wenn tagelang schon die Erde bebt, geht man als Experte hin und verspricht völlige Gefahrlosgkeit?
Das IST fahrlässig!

[ nachträglich editiert von mort76 ]
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23.10.2012 18:37 Uhr von Schaumschlaeger
 
+1 | -0
 
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Respekt für die solidarische Aktion von Luciano Maian.
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23.10.2012 19:12 Uhr von Alice_undergrounD
 
+2 | -1
 
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ich bin mit dem fall nicht vertraut, allerdings sollte jeder wissenschaftler in seinem bericht auch deutlich vermerken, wenn er nicht imstande ist eine treffende vorhersage zu machen oder zumindest deutlich auf eine statistik mit wahrscheinlichkeiten zum eintritt eines solchen ereignisses verweisen. wenn der sich hinstellt und sinngemäß sagt: "es besteht keine erdbebengefahr" dann ist das irgendwie schon was anderes als wenn er ca. gesagt hätte, dass zB. laut gewissen erfahrungswerten nur höchstwahrscheinlich kein erdbeben auftreten wird.
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23.10.2012 19:44 Uhr von Again
 
+3 | -0
 
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@dibbelabbes:
"wenn sie schon geld für ihre so betitelten forschungen abgreifen (und das nicht zu wenig) sollen sie auch dafür geradestehen wenn sie mist bauen."
Und wo steht, dass Erdbeben vorhersagen zu ihrem Job gehört?

@mort76:
"Ein "Vorbeben" sollte den Experten ja wohl ein Begriff sein, und bei einer ganzen Serie von relativ starken Vorbeben sollten die ja wohl stutzig werden- was hat ein Experte denn für einen Sinn, wenn er -entgegen der Faktenlage- einfach nur abwiegelt?"
Wie war denn die Faktenlage genau? Wie oft gibt es gibt es kleine Erdstöße ohne ein großes Erdbeben? Wie oft gibt es ein großes Beben ohne solche Vorbeben?
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24.10.2012 09:45 Uhr von Adam_R.
 
+1 | -0
 
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Ganz normales Urteil, in einem Land, in dem auch der Vatikan daheim ist.
Die haben wohl noch die Gesetzgebung von damals, als die Erde noch eine Scheibe war.
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24.10.2012 13:04 Uhr von psycoman
 
+1 | -0
 
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@dibbellabbes:
Die Wissenschaftler erhalten Geld für Forschungen, eben damit man Erdbeben besser verstehen und somit vielleicht einmal genauer vorhersagen kann.

Ich hätte gern das nächste Mal wenn es regnet obowhl kein Regen im Wetterbericht vorhergesagt wurde, auch eine Entschädigung.

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