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Studie beweist: Steuersenkungen führen nicht zu Wirtschaftswachstum

Die Studie "Taxes and the Economy: An Economic Analysis of the Top Tax Rates Since 1945" hat ergeben, dass das weit verbreitete Mantra der Marktliberalen, über Steuererleichterungen für Wirtschaftswachstum zu sorgen, falsch ist. Heutige Steuerpolitik führe zur Einkommenskonzentration.

In der Analyse konnten seit 1945 keine Zusammenhänge zwischen Höchststeuersatz und Investitionen festgestellt werden. Der sogenannte "Trickle-Down-Effekt", in dem die Reichen durch Steuererleichterungen mehr investieren und so schließlich alle profitieren, ist nicht nachweisbar.

Niedrigere Steuern haben ebenfalls keine Auswirkungen auf die Produktivität, die durch Investitionen, Innovationen oder bessere Ausbildung zunehmen soll. In den 50er Jahren etwa lag der Höchststeuersatz bei 90 Prozent und das Wirtschaftswachstum bei stabilen 2,4 Prozent.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Steuer, Wirtschaftswachstum
Quelle: www.heise.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.10.2012 15:51 Uhr von Katzee
 
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Es ist doch nichts Neues, dass "Reiche" nicht mehr investieren, nur weil sie Steuererleichterungen bekommen. "Reiche" investieren nicht - Unternehmer/Unternehmen tun das. "Reiche" konsumieren - und bei den Beträgen, die ihnen dazu zur Verfügung stehen, sind Steuererleichterungen irrelevant. Wenn diese Herrschaften sich über den Steuersatz ärgern, lassen sie ihr Geld halt in Steuerparadiese tranferieren.

Wer jedoch von Steuererleichterungen profitieren würde, sind die Leute mit niedrigen und mittleren Einkommen. Die stärken damit nämlich die Inlandsnachfrage nach Konsumgütern und mildern somit die Abhängigkeit von Exporten an - wenigstens im Konsumgüterbereich. Ausserdem würde gerade im Bereich der niedrigen Einkommen dadurch die Zahl der Menschen gesenkt, die zusätzlich zu ihrem Einkommen auf staatliche Hilfe angwiesen sind. Aber diese Leute sind natürlich keine spendablen Parteifreunde unserer Politiker - und daher sind sie für diesen Personenkreis irrelevant.

[ nachträglich editiert von Katzee ]
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23.10.2012 15:56 Uhr von sicness66
 
+4 | -1
 
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Katzee

Du hast natürlich Recht, aber "Reiche" sind ja eben auch Unternehmer und speisen ihren Reichtum aus dem Betriebsvermögen. Deswegen wurde ja auch jahrelang getrommelt für die Einkommen- und Körperschaftsteuererleichterung. Aber was ist passiert ? Die Unternehmen haben so viel Kapital in ihren Büchern aufgebaut wie noch nie und haben sogar Investitionsdruck...

Aber es wurde eben dann in Spekulation investiert und nicht in die Realwirtschaft.

[ nachträglich editiert von sicness66 ]

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