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Bielefeld: Medizin-Student verabreicht Medikament falsch - Baby tot

In Bielefeld ist einem Medizin-Studenten ein Fehler unterlaufen, welcher das Leben eines Babys kostete. Dem Medizin-Studenten fehlte nur noch ein Monat bis er seine Zulassung als Arzt bekommen hätte. Als er einem kleinem Baby Blut abnahm, legte eine Krankenschwester eine Spritze ohne Nadel an.

Das Medikament sollte von der Mutter in den Mund das Babys getröpfelt werden. Der Student nahm jedoch an, dass die Spritze direkt verabreicht werden sollte und schloss sie an einen Katheter an. Dieser Fehler kostete das Baby das Leben. Zuerst fiel der Säugling ins Koma, danach verstarb er.

Vor dem Gericht sagte der Student, dass es ihm leid tue. Obwohl die Richter befanden, dass der angehende Arzt es hätte besser wissen müssen, wurde nur eine Geldstrafe von 1.800 Euro verhängt. Die Eltern sind geschockt wegen der milden Strafe.


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WebReporter: Schakobb
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Gericht, Baby, Student, Medikament, Medizin
Quelle: www.bild.de

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.10.2012 08:10 Uhr von Mecando
 
+38 | -20
 
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Als Vater halte ich die Strafe ebenfalls zu milde und, würde ich in der Haut des betreffenden Vaters stecken, würde ich lebenslängliche Freiheitsstrafe für angemessen halten. Von einem Berufsverbot ganz zu schweigen.

Fehler von Ärzten haben meist schwere Folgen, schließlich geht es um die Gesundheit von Menschen.

Objektiv betrachtet: Was wäre wenn wir jeden Arzt in einem angemessenem Verhältnis für seine Fehler zur Verantwortung ziehen? Wie viele Ärzte gebe es dann noch? Wie viele würden sich überhaupt noch für eine Karriere als Mediziner/Arzt entscheiden, angesichts der möglichen Konsequenzen? Wie gut würde ein Arzt arbeiten wenn er bei jedem kleinen Schnitt und Piekser sein berufliches und privates Ende vor Augen hat?

Mein Beileid für die Eltern, als Papa mag ich mir gar nicht vorstellen was ich diesem ´Arzt´ wünschen würde, wäre ich ein Betroffener.
Aber als Außenstehender sollte man den Blick etwas weiter schweifen lassen...
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23.10.2012 08:17 Uhr von Bobbelix60
 
+11 | -2
 
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@Tjeika: zum letzten Satz: Ja und Nein. Ob er im Dauerstress war wissen wir nicht. Problem hier ist, dass die Krankenschwester es wohl besser wußte als der angehende Arzt wie das entsprechende Medikament verabreicht werden sollte.

Generell bin ich der Meinung, dass unsere Ärzte meist zu schlecht bezahlt sind für das was sie leisten sollen und vorallem für die Verantwortung die sie tragen müssen.
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23.10.2012 08:19 Uhr von killerkalle
 
+3 | -50
 
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23.10.2012 08:22 Uhr von Trueman80
 
+29 | -2
 
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Überschrift falsch ! Medikament wurde falsch verabreicht. Es wurde nicht das falsche Medikament verabreicht !
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23.10.2012 08:30 Uhr von D0M3
 
+34 | -3
 
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Wer: macht in seinem Beruf keine Fehler? Fehler passieren. Bei den meisten bekommt das nur keiner mit. Bei Ärzten kann halt ein Fehler tödlich ändern. Ärzte sind keine Götter, sondern eben auch nur Menschen.

Was hier viel zu wenig angesprochen wird: Die rechtliche Strafe ist das eine. Dass er aber damit leben muss, durch einen Fehler ein Kind getötet zu haben, die Schuld findet kaum Beachtung.

Die Strafe halte ich in keinstem Fall für zu milde.

Aber kann auch die Eltern verstehen, die hier den Arzt am liebsten hängen sehen würden.
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23.10.2012 08:31 Uhr von schwesterkai
 
+18 | -4
 
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Und wem: Hilft denn die harte Strafe? niemandem......der Arzt ist bestraft genug... Wir alle wollen rund um die Uhr Spitzenmedizin, aber sie soll nichts kosten. Wenn ein Arzt einen Fehler macht, dann ist das bestimmt nicht schön, aber er ist nur ein Mensch und Menschen machen nun mal Fehler. Wenn hier ein übermüdeter Arzt einen Fehler macht dann ist das nur teilweise seine Schuld, denn eigentlich sind wir alle Schuld, der Chefarzt der den Einsatz zu verantworten hat, die Klinik die Provit machen will und muss, die Geizisgeilgesellschaft, denk mal darüber nach.
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23.10.2012 08:49 Uhr von real.stro
 
+4 | -24
 
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23.10.2012 08:50 Uhr von MC_Kay
 
+10 | -2
 
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Überschrift falsch! Er verabreichte nicht das falsche Medikament, sondern er verabreichte das Medikament falsch.

"Als er einem kleinem Baby Blut abnahm, legte eine Krankenschwester eine Spritze ohne Nadel."

Fehlt da nicht was?

Der angehende Arzt hat in meinen Augen keinen sooooo großen Fehler gemacht. Wenn ein Medikament bereitliegt, ist das entweder nur eine bunte Kapsel/Tablette, oder eine bräunliche oder trasparente Flüssitkeit.
Diese kann man optisch recht schnell verwechseln.
Hinzu kommt noch, dass nicht gerade viele Medikamente aus Spritzen oral verabreicht werden.
Die einzige Tat, für die man ihn belangen könnte ist, dass er ein Medikament ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und Einsicht in die Patientenakte verabreichte.

Zusammenfassend: Es ist zwar schlimm, dass dies geschehen ist, aber sowas kommt nunmal vor. Nicht jeder Mediziner kann jedes Medikament und deren (Wechsel)Wirkung (mit anderen Medikamenten) kennen.
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23.10.2012 09:00 Uhr von saber_
 
+6 | -12
 
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@Bobbelix60: aerzte verdienen zu wenig?! du solltest nicht alles glauben was in den medien kommt...

aerzte verdienen genug...

jeder soll seinen job nach bestem wissen und gewissen ausfuehren!

grade gestern wurden sechs wissenschaftler in italien zu 6 jahren haft verurteilt.... weil sie die risiken eines erdbebens herunterspielten...300 menschen kamen ums leben

und der kerl kriegt 1800 euro strafe?!


nun frage ich mich warum auf der einen seite menschen ins gefaengnis kommen weil mutter natur unberechenbar ist und auf der anderen seite dann ein aerztefehler nur 1800 euro strafe wert ist?!


aerzte sind nicht die einzige berufsgruppe an der menschenleben haengen.... wenn ein bauingenieur in fehler macht kann es auf einen schlag tausende menschenleben kosten... wenn ein maurer einen fehler macht kann es auch leben kosten... wenn ein elektriker einen fehler macht auch... wenn ein frisoer beim rasieren ausrutscht auch....


nicht nur aerzte haben verantwortung in ihren beruf...
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23.10.2012 09:03 Uhr von Azureon
 
+6 | -3
 
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Warum wird jemand der noch nicht rechtlich ein "Arzt" ist, bei einer Behandlung unbeaufsichtigt gelassen? Das wäre ja so, als wenn ich einen Monat vor der Führerscheinprüfung schonmal ein paar Runden ohne den Fahrlehrer drehen dürfte.
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23.10.2012 10:23 Uhr von TenOfSpades
 
+8 | -1
 
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Ich würde darauf wetten, dass mindestens 75 % der Ärzte es genauso gemacht hätten (wenn´s nicht gerade FÄ für Pädiatrie sind). Ärzte haben keine Ahnung von Applikationsformen, weil sie kein Pharmaziestudium absolviert haben, sondern ein Medizinstudium. Ärzte haben genausowenig eine Ahnung von Nebenwirkungen oder Interaktionen, weil sie irgendwann in ihrem Studium mal 3 Monate Popels-Pharmakologie hatten und dann meinen, sie hätten den Totalcheck.

Trotzdem tut mir der Arme Typ leid, weil er meiner Meinung nach nichts dafür kann. Wie Tjeika schon schrieb - wahrscheinlich mega-überarbeitet und unter Dauerstress stehend, legt Schwester Trulla kommentarlos eine spritzenartige Gerätschaft neben mich, während ich Blut abnehme. Was soll mir das wohl signalisieren?
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23.10.2012 10:23 Uhr von mmk1988
 
+8 | -0
 
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genau aus diesem grund könnte ich so einen beruf nie ausüben.
JEDER macht fehler in seinem beruf, jedem passiert etwas dummes. nur wären die schlimmsten folgen bei den meisten "dokument neu aufsetzen, baugruppe zerlegen und neu aufbauen, die buchung stornieren....etc etc."
als arzt bist du der held wenn du leben rettest, aber mach nur einen fehler und du hast oft ein leben lang die arschkarte.

ich glaube das es für den jungen mann schon strafe genug ist das ein baby durch seine falsche behandlung verstorben ist.
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23.10.2012 10:23 Uhr von Prachtmops
 
+6 | -13
 
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@ MC_Kay

"Nicht jeder Mediziner kann jedes Medikament und deren (Wechsel)Wirkung (mit anderen Medikamenten) kennen."

achso, man studiert also deswegen medizin um später golf zu spielen, nicht um sowas wie medikamenten wechselwirkungen usw zu lernen... danke, hast meinen horizont erweitert.

@ all

in meinen augen trägt nur der "medizin student" die schuld, und kein anderer, und dafür gehört er bestraft.

1. hätte er jemanden dabei rufen müssen der sich damit auskennt.
2. ist es irrelevant ob er übermüdet oder unterbezahlt war, denn spätestens wenn einer eurer angehörigen wegen einem pfusch draufgeht, seht ihr das anders... oder sagt ihr dann immernoch: "tja nu, passiert schonmal, die sind halt unterbezahlt, hat oma oder mama halt pech gehabt".

wer stellt eigentlich solche aussagen???
wie bescheuert kann man sein, das man sagt, das es eben passieren kann, bei den überstunden?
solche leute gehören gleich mit in den knast.

der kerl hat einen menschen umgebracht, ob er es besser hätte wissen müssen oder nicht, ein mensch ist tot aufgrund der unfähigkeit eines medizin studenten.

aber ich wette, viele von euch haben keine kinder... vor 5 jahren hätte ich auch etwas härter reagiert, aber wenn ihr mal euer eigenes kind in dem arm haltet und dann so eine news lest, kommen euch fast die tränen.

[ nachträglich editiert von Prachtmops ]
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23.10.2012 10:26 Uhr von Bildungsminister
 
+4 | -0
 
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Schwierige Sache das...

Hier wurde ein folgenschwerer Fehler begangen, und gerade in solchen Berufen muss es auch immer jemand geben der die Verantwortung trägt. Ob das ein Medizinstudent sein sollte ist fraglich, aber hier war dieser eben schon mit einem Fuß approbierter Arzt. Hätte er es besser wissen müssen?

Auf der anderen Seite wäre es aber falsch zu glauben, dass nicht auch in solchen Berufen Fehler gemacht werden. Bei Licht betrachtet wäre das sogar geradezu utopisch. Man schaue sich mal den Alltag eines Klinikarztes an, die fahren teils ein Pensum, das ist nicht mehr lustig, und bekommen damit, fern ab von Oberärzten, meist nur ein kleines Gehalt.

Hier ist ein Mensch gestorben, und obgleich es in der Natur des Menschen liegt direkt nach Schuldigen zu suchen, was aus Sicht der Eltern auch nur normal ist, ist es fraglich ob man letztendlich von Schuldigkeit sprechen kann. Ein echtes Dilemma. War es ein Unfall, Unachtsamkeit, wäre es in der Situation vermeidbar gewesen?

Was ich mich indes frage ist, wo steht, dass er nun nicht mehr Arzt werden kann? Ich mag nicht auf die Quelle klicken, aber wenn es dort steht, dann will ich nichts gesagt haben.

Das die Eltern mit dem Urteil nicht zufrieden sind, dass kann jeder verstehen, der selbst Kinder hat. Aber genau deswegen fällen in aller Regel unabhängige Instanzen Strafen. Denn hier gibt es einfach keine tatsächlich angemessene Strafe. Was ist ein Leben wert? Was kostet solch ein Fehler? Wobei man auch fragen muss, wie die überhaupt auf 1800€ kommen?
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23.10.2012 10:36 Uhr von alter.mann
 
+2 | -0
 
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"..wo steht, dass er nun nicht mehr Arzt werden kann?"

ich weiss nicht, obs in der quelle steht aber: mit 1800,- gilt er als vorbestraft und erhält damit keine zulassung als arzt.
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23.10.2012 10:37 Uhr von Nebelfrost
 
+7 | -1
 
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@tjelka

es war kein unfall, sondern fahrlässige tötung. der medizinstudent hat durch fahrlässiges handeln den tod eines kindes herbei geführt. wäre es ein unfall, hätte es zudem auch gar keine anklage gegeben, da ein unfall keine straftat ist.

zur news: 1800 euro sind schon ziemlich mild für eine fahrlässige tötung. die geldstrafe müsste entweder höher sein, oder wenigstens zusätzlich noch eine bewährungsstrafe auferlegt werden. ein solch schwerer irrtum kann man einem menschen, der nur noch 1 monat vor erhalt seiner arztzulassung steht, nicht so milde durchgehen lassen. aber glücklicherweise wird er seine zulassung nun hoffentlich auch nicht bekommen.

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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23.10.2012 10:59 Uhr von Mecando
 
+2 | -2
 
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@Prachtmops
"2. ist es irrelevant ob er übermüdet oder unterbezahlt war, denn spätestens wenn einer eurer angehörigen wegen einem pfusch draufgeht, seht ihr das anders... oder sagt ihr dann immernoch: "tja nu, passiert schonmal, die sind halt unterbezahlt, hat oma oder mama halt pech gehabt"."
Richtig, wie ich in meinem vorherigen Post schon sagte, als Vater gehört der Kerl hinter Gittern, und das für länger.

Aber das Gesetz geht nicht nach subjektiven Betrachtungsweisen.
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23.10.2012 11:10 Uhr von MC_Kay
 
+8 | -2
 
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@ Prachtmops

"achso, man studiert also deswegen medizin um später golf zu spielen, nicht um sowas wie medikamenten wechselwirkungen usw zu lernen... danke, hast meinen horizont erweitert."

Du hast wie mir scheint keine Ahnung!
Warst du schonmal in einer Apotheke? Dort gibt es sehr viele Schränke mit sehr vielen und langen Schubladen darin, in denen Medikamente sind.
Hast du dir schonmal einen Beipackzettel eines Medikamentes durchgelesen? Dort umfasst die Auflistung aller Nebenwirkungen fast den gesamten Beipackzettel.

Diese Menge soll nun jeder Mediziner auswendig kennen?

Damit aber nicht genug. Wenn nun auch die Wechselwirkungen dem Mediziner bekannt sein soll/muss, ist das eine enorme Menge an Kombinationen.
Spielst du Lotto? Sagen wir mal es gibt 49 verschiedene Präparate auf dem Markt und nun soll man die Wechselwirkungen mit 6 Medikamenten wissen.
Das sind knapp 14 Mio Kombinationsmöglichkeiten! Von denen man alle Wechselwirkungen kennen muss? Oo

Selbst die Pharmaindustrie weiß nichtmal wie die eigenen Präparate mit anderen wechselwirken.


Mal ein greifbares Bsp.
Sagen wir mal eine Krankenschwester legt auf ein Tablett 3 Spriten und 3 Tabletten. Alle unbeschriftet, gleiche Größe und ohne Beschriftung, welches Präparat sich darin befindet.
Nun sag mir mal welche Medikament man wie zu verabreichen hat, und wie die Wechselwirkungen diese miteinander sind!

Man kann es nicht wissen!

Nehmen wir mal an, es gäbe 10.000 Präparate auf dem Markt. Davon haben alle etwa 100 (gelistete) Wechselwirkungen. Nun nimmt ein Patient eines dieser Medikamente und bekommt nun ein weiteres aufgeschrieben. Wieviele Kombinationsmöglichkeiten gibt es?
Antwort 49.995.000
Bei 3 sind es 166 Mrd
Bei 4 sind es 416 Billionen

Wieviele mögliche Wechselwirkungen es da wohl geben mag, ist einfach nicht mehr vorstellbar


Ich frage mich nur wo du lebst ....
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23.10.2012 11:28 Uhr von FallofIdeals
 
+2 | -0
 
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"Der Student nahm jedoch an" - da liegt der Fehler.

Es heißt auch gerne "Durch Fehler lernt man" - aber als Arzt darf einem diesen nunmal nicht passieren - in dem Moment, in dem man sich entscheidet Menschen zu helfen und Arzt zu werden, setzt man sich mit der Konsequenz schon auseinander und kann sich somit vorstellen, was auf einen zukommen mag. Große Verantwortung die man zu tragen hat.
Was glaubt ihr wie oft man sich selbst schon "Glauben heißt nicht wissen" hat anhören dürfen und bekam im Anschluss die Quittung?
Ärzte sind auch nur Menschen, ob sie zu viel oder zu wenig verdienen kann ich nicht sagen. Die Eltern müssen mit dem Verlust leben und der Student (!) mit der Schuld. Dies allein ist schlimm genug.

Die Geldstrage empfinde ich als Hohn.

[ nachträglich editiert von FallofIdeals ]
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23.10.2012 11:38 Uhr von EvilMoe523
 
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Es ist immer schrecklich, wenn menschliches Fehlverhalten ein Leben kostet und ja es gehört natürlich auch bestraft, da im medizinischen Bereich nun mal äußerste Vorsicht geboten ist damit keine "Flüchtigkeitsfehler" passieren.

Aber wie hier schon viele fesstellten sind Fehler nunmal auch im Bereich wo Menschenleben auf dem Spiel stehen nicht ausgeschlossen. Jeder der nüchtern meint: "Sowas darf nicht vorkommen" - sollte erstmal einen Fehler als Fehler einstufen und sich selber fragen, wie oft er im Leben etwas unachtsames mit mittelschweren Folgen gemacht hat, wofür dann halt die Haftpflichtversicherung aufkam und man sich im Umkehrschluss auch hätte denken können "Na Gott sei Dank war es eine Vase, Scheibe.... und kein Mensch..."

Der Mann ist bestraft genug. Karriere aus... ein Fehler der ihn zusätzlich das ganze Leben um Gedächnis bleibt und verfolgen wird plus finanzielle Strafe, die er sich als Student auch vermutlich so nicht wirklich leisten kann.

Was soll man da noch zusätzlich fordern um ihn symbolisch zu rädern und zu vierteilen? Klar klingt 1.800€ nach Hohn für ein Menschenleben, aber dass liegt eher daran, da Geldstrafen allgemein unangebracht sind. Wie will man es denn messen? Sollte man für ein Menschenleben lieber noch eine 0 dran hängen oder Zwei, damit alles vergeben und vergessen ist?

Und noch was, ich kenne mich zwar im medizinsichen Bereich kaum aus, aber gerade in Zeiten wo Beispiele wie die vielen ungeklärten Todesfälle auf der Frühchenstation stattfinden, sollte man da wirklich Studenten (egal wie kurz vor der Zulassung) alleine behandeln lassen und auch noch Babys? Wenn man mich fragt ist er nur teilschuld und es gehört im medizinischen Bereich eine Aufsichtsperson dazu, ver der Verabreichung von Medikamenten an Kindern!
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23.10.2012 11:49 Uhr von trimutant
 
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Der Bericht in der Bild ist mit Vorsicht zu lesen! Antibiotikum wird im Krankenhaus bei Babys nicht Oral verabreicht!!! Ansonsten kann man sagen, daß das Gesundheitssystem kränker ist als die Patienten. Am Ende stehen die Ärzte und Schwestern/Pfleger die den Unmut der Patienten abbekommen. Ärzte sind teilweise nur am rennen und haben die Verantwortung für jeden Patienten. Wenn z.B. in der Hektik die Krankenschwester ein Medikament falsch dosiert und der Arzt es verabreicht, dann ist der Arzt schuld. Kein Mediziner ist sich am Anfang des Studiums bewußt, dass er nur ausgeschlachtet wird. Es passieren in Krankenhäusern jeden Tag sooo viele Fehler man kann froh sein, dass es meisten irgendwie gut geht. In der Ambulanz sizten 20 Patienten die alle gleich drankommen wollen - egal ob man gerade einen Notfall hat und alleine arbeitet. Ich kenne viele verantwortungsvoll arbeitende Ärzte - aber auch die sind sehr oft einfach am Limit mit ihrer Leistungsfähigkeit. Warum haben wir den so viele deutsche Ärzte die ins Ausland gehen und abends in der Notfall-Ambulanz muss man Glück haben wenn man auf einen akzentfrei deutsch sprechenden Arzt trifft der auch richtig versteht was man für ein Problem hat. Zum Glück bin ich Lehrer (oh Lehrer - jetzt gibts sicher Minus)!!!

[ nachträglich editiert von trimutant ]
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23.10.2012 12:06 Uhr von Bibabuzzelmann
 
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Es ist schon manchmal seltsam, wie Ärztepfusch bestraft wird....

"Das Medikament sollte von der Mutter in den Mund das Babys getröpfelt werden."

Was hat der denn an dieser Spritze zu suchen, wenn es Aufgabe der "Mutter" sein sollte, versteh ich irgendwie net so ganz...

"Oh ne Spritze und ein Patient liegt hier auch, dann gleich mal rein damit"

"Oh ne Säge und ein Bein, was das wohl zu bedeuten hat ?"

[ nachträglich editiert von Bibabuzzelmann ]
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23.10.2012 13:35 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+3 | -0
 
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Es soll auch so etwas wie Krankenakten geben, die sich "Ärzte" mal anschauen, bevor sie einem Patienten einfach etwas verabreichen, ohne Hintergrundwissen....das solls wirklich geben ^^

Hätte ich vieleicht noch hinzufügen sollen...eigentlich wird da alles protokolliert, wenn ich mich nicht täusche....

Man lässt ja auch keine Blinden Auto fahren, hat sicher auch nen Grund....
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23.10.2012 14:19 Uhr von Komikerr
 
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Den Eltern mein Beileid, aber als nicht Betroffene muss ich sagen:
Der Arzt braucht keine Strafe mehr, er hat genug bekommen. Abgesehen davon, dass seine berufliche Zukunft nun mehr als in den Sternen steht, kommt noch dazu, dass er ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Das Kind starb scheinbar durch seinen Fehler... das ist was anderes wenn der Patient einfach auf dem OP Tisch verblutet.
Aber die wirklich Schuldigen sind die Regierungen.
Krankenhausärzte / Personal verdienen, der Verantwortung welche sie haben gemessen, viel zu wenig ( ich rede nicht von Chefärzten ). Die Schichten grenzen an Sklaverei, Ärzte haben teilweise 36 Stunden Schichten ( Bereitschaftsdienst ist ebenso kein Zuckerschlecken, denn du auf Abruf bereit stehst ), aufgrund von Sparmaßnahmen und Kürzungen, welche immer die Patienten ausbaden dürfen.
Und durch diesen und weiteren Stress, werden die Fehler sich häufen.
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23.10.2012 14:28 Uhr von ylarie
 
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Über die Quelle muss man ja nicht viel sagen.

Der Vorfall ist scheinbar auch nicht aktuell, sondern soll bereits vor weit über einem Jahr passiert sein.

Und, sicher ist das Unglück sicher schlimm, vor allem für die betroffenen.
Aber, und das sollte man auch bedenken, es war ein Student, also quasi ein Lehrling. Und die machen Fehler.

Ihn jetzt allein hinzustellen, und zu behaupten, er hätte sich nicht genügend erkundigt ist nur eine Seite.
Die Verantwortung für die Stundenten trägt wie bei anderen Lehrlingen jemand anderes. Auch die Schwester zum Beispiel hätte ja einen Ton sagen können, als die das Medikament brachte.

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