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Spanien: Katalonien beabsichtigt Separation

Das Vorhaben der wirtschaftlich stärksten Region Spaniens, Katalonien, sich für unabhängig zu erklären, schreitet weiter voran. Die regierende konservative Partei Convergència i Unió (CiU) plant innerhalb von vier Jahren ein Referendum über eine Abspaltung abzuhalten.

Regierungschef Kataloniens, Artur Mas, geriet im Sommer bei einer Verhandlung über einen Fiskalpakt mit Regierungspräsident Rajoy aneinander. Mas forderte die Steuerabgaben Kataloniens zu senken. Rajoy stimmte dieser Forderung allerdings nicht zu, was Mas verfassungswidriges Vorhaben befeuerte.

Für den 25. November wurden in Katalonien die Neuwahlen zwei Jahre vorgezogen. Angekündigt wurde ebenfalls ein Referendum über eine Abspaltung, wenn die CiU die Wahl mit großem Vorsprung gewinne. Laut jüngster Umfragen im Auftrag der Regionalregierung befürworten circa 74,1 Prozent eine katalanische Autonomie.


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WebReporter: drame
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Spanien, Unabhängigkeit, Katalonien, Abspaltung
Quelle: www.handelsblatt.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2012 15:45 Uhr von drame
 
+6 | -1
 
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"Für den 25. November wurden in Katalonien zwei Jahre vorgezogen."

Der Satz ist so natürlich falsch. Richtig muss es heißen: "Für den 25. November wurden in Katalonien Neuwahlen zwei Jahre vorgezogen."

Edit: Bereits geändert, danke!

[ nachträglich editiert von drame ]
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20.10.2012 16:34 Uhr von Katzee
 
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Schwere Zeiten für Spanien: Nicht nur die Katalanen streben nach Unabhängigkeit. Auch die Basken bewegen sich weiter in diese Richtung, ein Jahr, nachdem die ETA ihren Gewaltverzicht verkündet hat. Wobei eine Unabhändigkeit des Baskenlandes auch für Frankreich problematisch wäre, denn Teile des Baskenlandes liegen auf französischen Gebiet. http://www.abendblatt.de/...
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20.10.2012 16:35 Uhr von Endgegner
 
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Wollen die doch schon: seitdem es Katalonien gibt, haben sich schon gut vom Rest Spaniens abgegrenzt.
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20.10.2012 16:51 Uhr von olli58
 
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Atze2istBayernpower: Was hat das mit Katalonien zu tun?
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20.10.2012 17:01 Uhr von sicness66
 
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Nationalismus at its best: Das ist das Ergebnis fehlgeschlagener europäischer Integration...
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20.10.2012 18:23 Uhr von MajinBoo
 
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Es ist doch ihr gutes Recht: wenn sie sich als Katalanen nicht von anderen regieren lassen möchten - jeder sollte doch über sich selbst bestimmen können und so fern das demokratisch abläuft ist doch alles super

war doch in der Pfalz, in Bayern, im Elsaß oder in Franken (um nur ein paar Beispiele zu nennen) genauso. Jeder hatte die Möglichkeit sich zu entscheiden, warum also den Katalanen und den Basken nicht die selbe Freiheit gewähren?
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20.10.2012 18:56 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Verschuldung: Es gibt in Spanien eine Besonderheit: Staatliche Stellen können Unternehmen gründen und über diese dann Kredite aufnehmen, die dann nicht im staatlichen - also in diesem Fall katalanischen - Haushalt auftauchen. Das Praktische für die Akteure der Politik: Der Staat haftet trotzdem für die Kredite. Also quasi eine Art Schattenhaushalt, für den man sich aber nicht rechtfertigen muß, weil er in der Öffentlichkeit nicht auftaucht. Dies wurde von der spanischen Zentralbank kritisiert. Jetzt soll Katalanien sein diesbezüglich enorm starkes Engagement runterfahren.

Darüber hat einmal DIE ZEIT berichtet.

Das läuft so ähnlich wie in Deutschland mit den Landesbanken. Sie wurden in der Vergangenheit eingesetzt, um Projekte zu fördern und umzusetzen, die nicht direkt durch das Parlament geschleust werden sollten. Um die entstandenen Defizite wieder aufzufangen, wurden in Irland Spekulationsbanken gegründet. Wo das endete, ist bekannt. Seit einigen Jahren geht so etwas in Deutschland nicht mehr, aber die Folgen aus der früheren Politik müssen immer noch aufgefangen werden.

Wenn also Katalanien jetzt seine Unabhängigkeit anstrebt, geht es wohl nicht nur um das Motiv einer Steuersenkung. Die Forderung einer Steuersenkung dient dazu, dem Volk eine Unabhängigkeit so schmackhaft zu machen, damit nach einer solchen das alte Spielchen weitergehen kann. Die Folgen müssen dann eine andere Generation von Politiker ausbaden.

Ob es dann zu einer solchen Unabhängigkeit überhaupt kommt, ist zudem fraglich. Die katalanische Politik könnte ein solches Drohszenario auch nur deshalb aufbauen, um von Madrid auch mehr politischen Spielraum zu erpressen.

Das Baskenland ist ja innerhalb Spaniens beispielsweise auch wirtschaftlich stark. Wenn man im Baskenland unterwegs ist, wird dort wiederum betont, daß der Rest Spaniens nichts "tut". Also Katalanien: So stark seid Ihr anscheinend gar nicht.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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20.10.2012 23:06 Uhr von Floetistin
 
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MajinBoo: Grundlegend gebe ich dir ja Recht aber wann bitte hat Bayern oder Franken bitte über seine eigene Autonomie entscheiden dürfen?

Auf die Antwort bin ich gespannt.


P.S.: In Spanien (ebenso wie in Deutschland) ist übrigens die Unteilbarkeit des Landes in der Verfassung / dem Grundgesetz geregelt.
Und das stellt die größte Hürde dar.

Wobei die Katalanen schon eine sehr große Autonomie haben. Eigene Polizei, eigene (öffentlich anerkannte) Sprache, usw.
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21.10.2012 22:45 Uhr von nyquois
 
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Ich verstehe nicht, wieso alle immer auf Spanien Verfassung verweisen. Falls eine große Mehrheit (70%+) für eine Unabhängigkeit stimmt, können die doch auf die Verfassung auf gut Deutsch scheißen? Was will Spanien machen, die Armee einmarschieren lassen?

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