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Von wegen Wachstum: Autobauer frisieren Wachstumszahlen durch Eigenzulassungen

Hört man sich auf Automessen um, werden von den Herstellern ständig neue Wachstumsprognosen veröffentlicht und das obwohl der Automarkt immer weiter in die Krise schlittert. Die Autobauer bedienen sich hier eines simplen Tricks, um ihre Zahlen zu frisieren: Eigenzulassungen.

Dabei werden Test- und Vorführwagen sowie Flottenfahrzeuge auf den Markt geworfen, um die Zulassungszahlen nach oben zu drücken. Laut "Automobilwoche" ist Chevrolet mit 52,6 Prozent Eigenzulassungsquote Spitzenreiter, dicht gefolgt von Hyundai mit 52,4 Prozent.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe hält 20 Prozent für ein gesundes Maß. Ein Wert, der im Schnitt von den Herstellern längst überschritten wurde. Die überschüssigen Fahrzeuge ruinieren auf dem Markt die Preise, was zwar ein Vorteil für den Kunden, aber zum Nachteil der Autobauer wird.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Auto, Wachstum, Zulassung, Autobauer
Quelle: www.focus.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2012 13:50 Uhr von lesender
 
+6 | -3
 
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letzter Satz: ist doch Mist. Wenn es ein Nachteil für die Autobauer ist warum machen die das dann? Irgendwie unlogisch.
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16.10.2012 14:06 Uhr von Joker01
 
+5 | -2
 
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Nichts Neues mit diesen manipulierten Zahlen stellen sie ihre Anleger schon seit Ewigkeiten ruhig.
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16.10.2012 14:08 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -0
 
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Naja: "Frisieren" ist auch relativ....

Verkaufen müssen sie die Autos ja trotzdem.
Machen sie ja auch. Für die Händler ist es nur ein Mittel um einen etwas höheren Rabatt gewähren zu können.

Im Endeffekt ist es nur eine zeitliche Verschiebung zwischen Eigenzulassung und tatsächlichem Verkauf. Zumindest glaube ich nicht, dass die Händler massenweise auf den selbst zugelassenen Fahrzeugen sitzen bleiben.... ;-)
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16.10.2012 14:22 Uhr von Jlaebbischer
 
+4 | -0
 
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lesender: Wohl aus dem Grund, dass Leute eher Autos kaufen, von denen andere Leute beriets viele gekauft haben, die in der Zulassungs-Statistik also ganz oben stehen.

Wenn man da also ein wenig dran dreht, verkauft man am Ende ein paar Autos mehr.

Nur Dumm, dass dies alle Hersteller machen und das ganze am Ende nach hinten los geht. Die ganzen zugelassenen Autos kosten nen Haufen Geld, lassen sich später nicht mehr zum Neupreis verkaufen und so weiter.
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16.10.2012 14:22 Uhr von uss_constellation
 
+9 | -2
 
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Produktivitätssteigerung: Die Automobilindustrie ist ein Paradebeispiel dafür wie unser Wirtschaftssystem (nicht) funktioniert.
Um für Investoren attraktiv zu bleiben muss ein Unternehmen fortwährend seine Produktivität erhöhen, denn ansonsten würden die Investoren abspringen zu einem anderen Unternehmen, das es besser macht.
Was also tun? Gehälter kürzen? Kaum durchsetzbar. Leute rausschmeissen? Ja unter Erhöhung der Automatisierungsquote. Mehr Autos absetzen mit der gleichen Mannschaft? Ja, erste Wahl.

Und genau das macht die AI und man kann es schon an den Produktzyklen sehen. Es kommt demnächst der Golf 7 raus, viele Leute haben den Golf 6 gar nicht erst mitgekriegt. Da kann man sich ja ausrechnen, dass man einen Wagen früher 10 Jahre gefahren hat und in Zukunft alle 3 Monate was Neues kaufen muss um den Absatzzielen zu entsprechen.
Ist aber leider in der Realität nicht abbildbar und schon sind die Automobilhersteller "in der Krise".
Um im Markt gut dazustehen werden dann nicht verkaufte Modelle selbst zugelassen. Diese Blase kann gar nicht anders als bald zu platzen!
Ich sehe die nächste "Krise" der AI und die nächste "Umweltprämie" schon am Horizont. Und dann bald nochmal eine und nochmal eine....
Sinnlose Symptombekämpfungen eines mangelhaften Grundsystems.
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16.10.2012 15:06 Uhr von sicness66
 
+3 | -0
 
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lesender: Nene der Satz macht schon Sinn :) Schließlich verkauft man auch über das Image. Man kauft eben weniger bei Herstellern, die Wachstumseinbrüche haben. Dann schmeißt man ein paar Eigenzulassungen auf den Markt, um Stärke zu demonstrieren. Dabei sinken dann die Preise, aber man erhofft sich trotzdem einen Mehrgewinn. Das geht dann spätestens in die Hose, wenn der Markt gesättigt ist, oder die Bürger kein Kapital für Neuanschaffungen besitzt.

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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16.10.2012 15:11 Uhr von Dr.Eck
 
+2 | -0
 
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Eigenzulassungen sind erstmal nichts ungewöhnliches. Werkstattersatzwagen, Vorführwagen etc. zählen dazu.

In letzter Zeit werden Eigenzulassungen aber vermehrt dazu benutzt:

a.) Den "Markt" zu kaufen um damit "Erfolg" zu suggerieren. Ist gerade bei Newcommern sehr gefragt z.B. Hyundai.

b.) Die Fahrzeuge günstig an den Mann zu bringen um damit die eigene Produktion aus zu lasten ohne dabei das Neuagengeschäft mit hohen Rabatten "zu verderben". Das ganze ist auch ein Restwert Thema das bei Leasing nicht uninteressant ist.

c.) Eigenzulassungen kann man "verramschen" ohne das es gleich negative Presse gibt da dieses Thema in der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen wird.
Das ist im Moment ein Ford bzw. Opel Thema wobei (siehe carneoo.de etc.) der Rabatt bei Opel auf Neuwagen (!) schon nahe an die Eigenzulassungspreise von anderen Marken kommt.

[ nachträglich editiert von Dr.Eck ]
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16.10.2012 16:41 Uhr von Petaa
 
+1 | -0
 
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gut für den Kunden: Die Eigenzulassungen gehen dann als Tageszulassungen entsprechend günstig raus und man hat trotzdem nen Neuwagen unterm Hintern.

Im Moment kann man nen tschechischen Hyundai i30 in der untersten Ausstattung (ZV+Klima ist trotzdem noch drin) aus diesen Zulassungen für 9999 Euro bekommen wenn man etwas Zeit in die Suche steckt, bereit ist ein Stück zu fahren und die Karre selber abholt ;-)
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16.10.2012 22:31 Uhr von LucasXXL
 
+0 | -1
 
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der: Hammer ist doch das die Kunden damit übers Ohr gehauen werden. Denn so einen Tageszulassung oder Eigenzulassung bringen nichts. Denn die gleichen Rabatte kann man auf den freien Markt erziehlen. Keine Reimports sonder deutsche Auto.

Also die Kunden fahren anscheinend lieber ein Gebrauchten anstatt einen neuen zum gleichen Preis? Ja klar ist ja auch sehr anstrengend so hart zu verhandeln :-)

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