15.10.12 20:07 Uhr
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Mannheimer Anlage macht aus Plastikabfällen Heizöl

Plastikabfälle gibt es in Deutschland zur Genüge. Ob Joghurtbecher oder ausgefranste Zahnbürsten, die Bundesbürger werfen im Jahr 4,5 Millionen Tonnen davon weg. Das entspricht 15 Prozent des Gesamtmüllaufkommens. Zur Plastikherstellung wird Öl verwendet. Eine Mannheimer Firma will es recyclen.

Sie hat sich zum Ziel gesetzt, aus Plastikabfällen wieder verwertbares Rohöl zu gewinnen. In Sihlbrugg (Schweiz) wurde die Pilotphase erfolgreich abgeschlossen. Nun werden in Mannheim gleich vier solcher Anlagen gebaut. 20.000 Tonnen Kunststoffmüll sollen ab 2014 dort recyclet werden.

In einem Thermolyse-Verfahren werden erst die Kunststoffe eingeschmolzen. Dann geht es weiter mit dem Crackverfahren, bis das Produkt schließlich verdampft. Kondensatoren machen aus der gewonnenen Masse Öl. 100 Gramm Plastikmüll sollen 80 Milliliter Öl ergeben.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Plastik, Anlage, Recycling, Heizöl, Verwertung
Quelle: wirtschaft.t-online.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.10.2012 20:07 Uhr von no_trespassing
 
+4 | -0
 
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Das erinnert mich an eine Sendung mit der Maus aus den 80ern, als die auf nem Schrottplatz rumgesprungen sind, Autoreifen, Bananenschale, usw. eingesammelt haben und das ganze in eine Wasserstoffdruck-Anlage gegeben haben und dann kam da echt Öl raus.

Aber Vorsicht vor einem invest - die Firma Petrotec (sammelt Altspeisefette in Restaurants ein) steht auch ständig vor dem Abgrund. Über Ventafonds wird im Netz nicht nur gutes berichtet.
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15.10.2012 21:40 Uhr von Sarah0117
 
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Interessante Technik: Anstatt den Müll zu verbrennen, auf eine Deponie zu kippen oder einfach irgendwo zu vergraben wird also das Öl zurück gewonnen.
Eine wirklich gute Idee, die hoffendlich etwas hilft unser Klima zu schützen.
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31.10.2012 12:15 Uhr von Thimphu2003
 
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@ killerjockl86

Die Umwandlung von Kunststoff in Öl ist normalerweise ein zu großer Aufwand, den keiner bezahlen möchte. Ob sich dieses Projekt deshalb trägt, sei mal von meiner Seite aus dahingestellt.
Aber... es ist immerhin mal wieder ein Versuch, etwas technologisch zu bewegen und nicht nur zu lamentieren.
Deshalb: weiter so.
(übrigens schön, daß du Kunststoff zu Kunststoff sagst und nicht "Palstik", wie die meißten)
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31.10.2012 12:26 Uhr von Thimphu2003
 
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