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Rückschlag für Griechenland: Coca-Cola Hellenic geht in die Schweiz

Coca-Cola Hellenic wird seinen Hauptsitz von Griechenland in die Schweiz verlagern. Der Getränkehersteller ist mit 40.000 Arbeitsplätzen das größte Unternehmen des Landes. Ein weiterer Rückschlag für das krisengeschüttelte Land, nachdem der größte Molkereikonzern bereits abgewandert ist.

Zudem verlässt Coca-Cola Hellenic auch die Athener Börse und wechselt zur Londoner Stock Exchange. Zwar sollen die Abfüllbetriebe in Griechenland weiterlaufen, doch Experten sprechen von einer sehr schlechten Nachricht für Wirtschaft und Börse.

Der Getränkehersteller klagt schon seit langem über die hohen Unternehmenssteuern von 20 Prozent. Seit der griechische Finanzminister eine weitere Unternehmensabgabe gefordert hatte, war der Weggang beschlossene Sache. Seit Beginn der Krise haben bereits mehr als 3.000 Unternehmen das Land verlassen.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schweiz, Griechenland, Cola, Rückschlag
Quelle: www.tagesspiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.10.2012 12:31 Uhr von sicness66
 
+14 | -0
 
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Wie lange soll das eigentlich noch so weitergehen ? Hier wird Griechenland für seine "hohen" Steuern von gerade mal 20 Prozent für den Abgang von Tausenden von Unternehmen verantwortlich gemacht. Nur weil es irgendwelche Drittländer gibt, die sich mit aller Macht Konzernen über Nullsteuern anbiedern, um attraktiv zu wirken. Das man damit die steuerliche und wirtschaftliche Substanz eines Landes aufs Spiel setzt, kann ja kurzfristig denkenden (korrupten) Politikern egal sein.
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15.10.2012 13:57 Uhr von evildeeds
 
+5 | -0
 
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man stelle sich vor das unternehmen wie BMW VW Thyssenkrupp oder sonst welche in der grössenordnung bei uns abwandern.
bis jetzt hatten wir glück das da deutsche familien drauf sitzen die sich mit diesem land noch verbunden fühlen.
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15.10.2012 14:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Griechenland besteuert falsch denn eine hohe Anzanhl reicher Personen, Selbständigen und kleinen Firmen werden gar nicht besteuert. Dafür holt man von den anderen Firmen mehr.
In der Schweiz kann Coca Cola die Steuer mit dem Finanzamt verhandeln. Die normale Steuer ist jedoch etwas höher als in Griechenland. Fragt sich was Griechenland als "Zuschlag" extra genommen hat.
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15.10.2012 14:16 Uhr von gamer9991
 
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@globi: <<<Bis Monatsende sind die pleite!>>>

Gewagte Einschätzung, auch wenn Griechenland ohne die Milliarden Hilfsgelder schon lange pleite gewesen wäre, haben zahlreiche Experten (nicht Experten wie Du, sondern echte Experten) schon den finanziellen Bankrott des Landes breit und stolz verkündet, und dies bereits vor 3 Jahren, wen es interessiert kann es hier nachlesen:

http://www.welt.de/...

Interessanterweise ist Griechenland z.Z. nicht Pleite, von daher sind solche Aussagen weder hilfreich noch richtig...
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15.10.2012 14:44 Uhr von dagi
 
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griechenland: ist so pleite wie man nur pleite sein kann !!! es hängt am tropf der EU und deutschland !!! ohne die gelder die unsere so schlauen politiker den griechen schenken wären die schon weg vom fenster, aber das wollen die banken NOCH nicht !!!
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15.10.2012 15:03 Uhr von Eisbaer3180
 
+1 | -2
 
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Eine Frechheit: Laut Unternehmen, bleibt die komplette Produktion in Griechenland.
Nur 15 Arbeiter werden in die Schweiz gehen und zwar der CEO und der CFO seine engsten Verwaltungsangestellten.

Das nenne ich mal Steuerflucht!!

Die Schweiz hat allerdings ebenfalls ein Riesenproblem, da die EU Druck ausübt und die Politik wohl entscheiden wird, das die Steuern wieder in dem Land bezahlt werden sollen in dem auch Produziert wird. Mehrere Holding Gesellschaften, sprich 1-15 Arbeiter inkl. CEO haben bereits angekündigt, sollte dies der Fall sein, in ein anderes Land zu gehen, also dorthin, wo es noch weniger Steuern zu zahlen gilt. Eine Katastophe für die Schweiz, da sie dann nämlich auch pleite wären und eventuell unter den Rettungsschirm kommen müssten, weil der Rest der EU dort ihr Geld einlagert.
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15.10.2012 18:08 Uhr von Fabrizio
 
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ein weiterer Nagel: für den hellenischen Sarg

[ nachträglich editiert von Fabrizio ]
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15.10.2012 18:10 Uhr von gamer9991
 
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@globi: Woher möchtest Du wissen, dass sich Griechenland nicht erholt, bist du Nachfahre von Nostradamus oder ein promovierter Wirtschaftsexperte mit Schwerpunkt Volkswirtschaft?

Du brauchst mir nicht erzählen, wie die wirtschaftliche Lage in Griechenland ist, das tangiert mich zunächst einmal peripher und zum anderen sind diese Fakten allgemein bekannt, und ich habe sie zu keinem Augenblick in Frage gestellt, mein Kommentar konzentrierte sich hauptsächlich auf Aussagen wie deiner, oder eben der vielfach zitierten Wirtschaftsexperten, dass Griechenland morgen untergeht, und übermorgen Spanien und Portugal.

Außerdem ist es sehr gewagt einen Staat mit einem Haushalt gleichzusetzen, der seine Rechnungen nicht bezahlen kann, denn zum einen hat der Staat diverse Möglichkeiten den Karren aus den Dreck zu ziehen, an denen private Menschen nur träumen können.

Griechenland kann sich, auch wenn teuer, Staatsanleihen am freien Markt beschaffen, oder über die EFSF/Rettungsschirm (was derzeit leider passiert). Ebenso kann der Staat milliardenschwere Schuldverschreibungen und Exklusivlizenzen (z.B. Goldschürfung...) ausgeben, oder mit dem vielfach zitierten "Schuldenschnitt" diese teilweise zurückzahlen, oder Laufzeit verlängern, whatever.

Der Hintergrund, warum G. seine Beamten nicht bezahlt ist der, wie du schon richtig bemerkt hast, dass kein Geld mehr in den Kassen ist, dieses Geld wird dazu verwendet um internationale Schulden zu tilgen, also um offiziell noch als Zahlungsfähig zu gelten, denn würde man dies nicht tun, wäre man schneller auf "insolvent" abgestuft von den Rating Agenturen, als man das Wort Schuldenschnitt überhaupt sagen kann.
Letze Möglichkeit zurück zur Drachme und schön die Druckmaschinen anwerfen, spätestens das, wird unter Wechselwirkung mit der sich daraus ergebenen galoppierenden Inflation wieder rächen, was ich damit sagen möchte ist, dass ein Staat sehr wohl viele Möglichkeiten hat, dem Bankrott zu entgehen, ob und wie diese moralisch oder rechtlich vertretbar sind, ist eine ganz andere Frage.

Ich wette mit dir hier exklusiv um meine 190 Shorties, dass weder Griechenland, noch ein anderes Land der Eurozone bis ende des Jahres, und geschweigedenn des Monats "den großen Knall" erleben. Du musst mir nichts als Gegenleistung bieten, ich überweise sie dir, in der Sekunde, wo Griechenland pleite geht ;)



[ nachträglich editiert von gamer9991 ]
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15.10.2012 21:08 Uhr von gamer9991
 
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Das mag schon sein, da hast du durchaus recht, dass wir die Krise schultern werden müssen, jedoch wie bereits gesagt sehe ich keinen offiziellen griechischen Bankrott, zumal wenn die Griechen zurück zur Drachme kommen würden, die Währung massivst abgewertet werden müsste, was eine sehr starke Inflation auslösen würde und es ist dann fraglich ob es dem Land irgendwas bringen wird, deshalb setzen die Griechen momentan darauf soweit wie möglich die Schulden (jetzt kommt die Beschönigung) zu solidarisieren um selber de facto besser darzustehen, bisher hats doch ganz gut geklappt
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02.03.2013 09:42 Uhr von WoodyXXL
 
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weitere Lösung: Steuergesetz ändern. Es sind dort die Steuern zu zahlen, wo die Leistung erbracht wird und dann werden nur die 15 Hansln halt in der Schweiz besteuert - der Rest erfolgt in den jeweiligen Ländern - von Griechenland bis Österreich.

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