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Tesla Roadster versagt im Langzeittest - Akku defekt und Stromverbrauch hoch

Der Tesla Roadster ist im Elektrofahrzeug-Segment so etwas wie eine Referenz. Nur ganz wenige fahren davon auf deutschen Straßen. Umso interessanter ist, wie sich das Auto im Langzeittest verhält. Seit 2009 fährt Hansjörg von Gemmingen (49) das Fahrzeug und berichtet von seinen Erfahrungen.

244.000 Kilometer fuhr er mit dem Tesla. Doch jetzt bleibt das Fahrzeug hauptsächlich in der Garage. Mehr als 100 Kilometer Reichweite schafft es nicht mehr. Denn der Akku ist nach so vielen Aufladezyklen ausgepowert, ein neuer kostet satte 30.000 Euro. Kulanz gibt Tesla beim Akku keine.

Wenn er Aufladen musste, dann hielt von Gemmingen nicht an Tankstellen, sondern bei Hotels und Restaurants. Dort bestellte er dann ein Menü, während das Fahrzeug an der Steckdose hing. 10.000 Euro kosteten Starkstromanschlüsse zu Hause. Der jährliche Stromverbrauch stieg von 5000 auf 30.000 kwh.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Roadster, Akku, Tesla, Stromverbrauch, Tesla Roadster
Quelle: www.welt.de
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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.10.2012 18:59 Uhr von ZzaiH
 
+21 | -10
 
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also: was heißt versagen...
nen akku kann man beliebig oft aufladen ohne kapazitätsverlust...und nach ~250.000 haben benziner autos auch probleme...
der letzte satz ist auch fürn müll, den während sein stromverbrauch stieg (ach nein wirklich bei nem e-auto...) ist sein benzinverbrauch seltsamerweise auf 0 gesunken...die frage ist doch was teuerer ist benzin oder strom...

also nachrichtenwert ~ 0
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14.10.2012 19:09 Uhr von no_trespassing
 
+13 | -3
 
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@ZzaiH: 30.000 kwh sind schon ne Menge.

Das sind 5000 Euro. Damit kann man einen BMW 318 dpf ca. 110.000 Kilometer fahren.

Hinzu kommt eben das Aufladen in Hotels und Restaurants, die das wohl auch nur mal zur Ausnahme gemacht haben. Wenn das jeder machen würde, stünde da mal schnell ein Schild: "Fahrzeuge Aufladen an Steckdosen verboten!"

Wenn man jetzt noch 10.000 EUR für die Starkstromanschlüsse und die Infrastruktur rechnet, sind das noch mal 220.000 Kilometer an Spritkosten, die man auch einen 3er BMW nutzen kann.

Und jetzt noch der Akku, der soviel kostet, wie ein Mittelklassewagen. Man kann ihn eben NICHT ohne Kapazitätsverlust beliebig oft aufladen, also scheinst du die News nicht richtig verstanden zu haben.

Sprich: Der Tesla ist unter diesen Bedingungen nicht zu halten.
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14.10.2012 19:27 Uhr von ted1405
 
+16 | -1
 
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@ZzaiH: Zitat:
"nen akku kann man beliebig oft aufladen ohne kapazitätsverlust..."

Du glaubst auch blindlings an die Werbung, oder?

Das Akkus keinen Kapazitätsverlust erleiden gehört eindeutig in das Land der Mythen und Märchen.
Einzig den so genannten Memory-Effekt gibt es bei Lithium Ionen-Akkus nicht mehr, dennoch altern sie und verlieren im Laufe der Jahre an Kapazität. Nach meiner Erfahrung mit Akkus aus Handies, Notebooks, schnurlosen Mäusen, etc. ist das nach drei, spätestens vier Jahren sehr deutlich spürbar. Und das deckt sich auch mit der News ...

Wenn ich mir nun überlege, ich müsste mir für einen Tesla spätestens alle 4 Jahre einen neuen Akkusatz für 30.000€ kaufen, dann ist das im Vergleich zu jedem Benziner ein absoluter, kapitaler Totalschaden.
Letztlich hilft nichts: es muss eine neue, bessere Akku-Technologie her, welche wahlweise deutlich günstiger oder deutlich haltbarer ist.
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14.10.2012 20:02 Uhr von GhostMaster37083
 
+8 | -4
 
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@ted1405: Fährst du wirklich 60tkm im Jahr ? Also ich finde nach 244tkm darf so nen Akkusatz dann auch mal verbraucht sein.
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14.10.2012 20:18 Uhr von Ingenieur_Bay
 
+2 | -3
 
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naja > 110.000 Kilometer
> noch mal 220.000 Kilometer

Und jetzt rechne nochmal 15 kEUR dazu für diverse Werkstattaufenthalte, schließlich haben Verbrennungsmotoren viele mechanische Teile die gewartet werden müssen. Ferner braucht dein 318 DPF alle 150 tkm z.B. einen neuen Partikelfilter, was also nochmal 5kEUR machen dürfte.

Unterm Strich dürften sich die Kosten für E-Fzg und Verbrennungsmotor die Wage halten.
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14.10.2012 20:34 Uhr von ted1405
 
+4 | -2
 
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@GhostMaster37083: Ich komm´ auf gute 30tkm im Jahr, allerdings macht das für Stromer keinen bedeutsamen Unterschied. Ließ mal in der Wikipedia (http://de.wikipedia.org/...) den Abschnitt "Lebensdauer".
Dort wird aufgeführt, dass die Anzahl an Lade-/Entladezyklen gar nicht so sehr ins Gewicht fällt, sondern die Akkus auch bei Nicht-Benutzung gleichermaßen altern und nachlassen.

Somit ... nach 244tkm von mir aus gerne, aber nicht nach drei oder vier Jahren. ;-)
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15.10.2012 06:18 Uhr von Petabyte-SSD
 
+2 | -1
 
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Wieso Starkstrom?? 5000 Watt kann man problemlos aus einer normalen Steckdose holen.
Wieso legt er nicht gleich ein Stahlseil zwischen Kirchturm und Autoladegerät und wartet bis ein Gewitter kommt? :)
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15.10.2012 07:45 Uhr von MacGT
 
+0 | -2
 
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@no_trespassing: Spitzen Vergleich!
Mit dem Sprit, den ein Aventador auf 100km Verbraucht komme ich mit einem Smart auch 600km weit, aber wen interessiert das? Ich würde den Tesla zumindest JEDERZEIT einem 318er vorziehen...
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15.10.2012 10:07 Uhr von ParaMAX
 
+2 | -0
 
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Ich verstehe die ganze Kacke eh nicht mehr das isn Spielzeug für über dem "Mittelstand" lebende Personen.

Der Öko-Gedanke geht bei diesem Teil KOMPLETT verloren, das Ding dient nur dem Prestige.

Strom kommt nicht nur aus der Steckdose, es wird auch irgendwo produziert und derzeit nicht mal unbedingt immer umweltfreundlich.

Der Tesla ist und war nie als Öko-Fahrzeug gedacht, das sieht man an der Form, der Insassenanzahl, den Kosten und den Folgekosten.

Bei aktuellen Fahrzeugen "mietet" man den Akku, isser durch, gibbet ´nen neuen....ganz einfach. Und solange die ganze Stromproduktion nicht auf erneuerbare Energien beruht und sich vom Atom abgekapselt hat, ist der ganze eMobil Scheiss für den Müll.
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15.10.2012 20:31 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
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Was hat er denn? Vor ein paar Monaten war er noch begeistert: http://www.spiegel.de/...
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16.10.2012 18:26 Uhr von silent_warior
 
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... e-Autos sind doof: Wer sich mit LiIon-Akkus, den Ladetechniken und der am häufigsten eingesetzten Technik auskennt wird nicht überrascht sein.

Der Akku verliert aber eigentlich nur deshalb so stark an Kapazität weil:
- viele Zellen hintereinander geschaltet worden sind
und
- man das schwächste Glied (die Zelle in der Reihe mit der geringsten Kapazität) nicht austauschen kann

Wenn man den Akku modular aufbauen würde und Einschübe mit parallel geschalteten Zellen erstellen würde die man wiederum hintereinander schaltet dann könnte man die Zellen automatisch öffnen, die Zellen mit zu niedriger Kapazität aussortieren und neue hinzufügen.

Eine Akku-Erneuerung ist schnell und billig machbar, nur wird ein Akku heute eher als Wegwerf-Block hergestellt damit man einen neuen kaufen muss wenn eine Zelle (in der Reihe) defekt ist.

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