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Fristlose Kündigung wegen Beleidigung: Ist sie zulässig?

Im vorliegenden Fall äußerte sich ein Auszubildender negativ auf Facebook über seinen Ausbildungsbetrieb. Ausdrücke wie "Menschenschinder" und "Ausbeuter" wurden in Zusammenhang mit dem Arbeitgeber genannt, woraufhin sich dieser beleidigt fühlte und ihm die fristlose Kündigung aussprach.

Der Lehrling berief sich auf die freie Meinungsäußerung - und bekam Recht. Das Arbeitsgericht Bochum bescheinigte dem Profil des Azubis eine gewisse Unreife und mangelnde Ernsthaftigkeit. Da ein Ausbildungsbetrieb zudem eine erzieherische Funktion habe, hätte man zuerst mit dem Azubi reden müssen.

Grundsätzlich ist jedoch zu beachten, dass beleidigende Äußerungen im öffentlichen Raum, wozu auch Social Media gehören, zu einer Kündigung führen können. Ob diese fristlos ausgesprochen werden darf, müsse man aber im Einzelfall prüfen.


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WebReporter: Hirnfurz
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Gericht, Kündigung, Beleidigung, Arbeitgeber, Lehrling
Quelle: www.n-tv.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.10.2012 22:06 Uhr von Hirnfurz
 
+7 | -0
 
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Selbst wenn der Azubi seinen Ausbildungsplatz behalten darf - viel dran gelegen haben dürfte ihm ja ohnehin nicht. Ich stelle mir nach so einer Geschichte die Rückkehr an den alten Arbeitsplatz recht schwierig vor - für beide Parteien. Eine Übernahme nachdem das Ausbildungsverhältnis abgelaufen ist, kann er wohl vergessen.
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08.10.2012 22:44 Uhr von sicness66
 
+4 | -1
 
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Mann oh mann: Können die Gerichte langsam mal ne einheitliche Linie finden? Jeden Monat urteilen sie anders, obwohl die Anspruchsvoraussetzungen gleich sind...
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09.10.2012 00:30 Uhr von Stephan186
 
+5 | -0
 
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Super, der Bengel wird in dem Betrieb aber bestimmt nicht mehr viel Spaß haben. Auch wenn sie ihn nun nicht Kündigen konnten, wissen Betriebe sehr gut, wie sie sich von solchen Mitarbeitern trennen können, oder bringen die Person durch schikanierungen selbst zur kündigung.
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09.10.2012 02:03 Uhr von DieKaddie89
 
+4 | -0
 
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Naja: unreif ist es schon sie bei FB über die Arbeit zu äußern aber deswegen gleich ne fristlose Kündigung? Schon hart... aber die Rückkehr wird kein Zuckerschlecken werden...

Selber Schuld, wenn man handelt wien kleinkind und Sachen so ins Netz stellt...
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09.10.2012 07:32 Uhr von Phyra
 
+2 | -0
 
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@sicness66: so wie ich das aus der shortnews lesen konnte ging es nicht um die kuendigung, sondern um die fristlose.
Ich denke gekuendigt wird er trotzdem.
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09.10.2012 07:36 Uhr von FrankaFra
 
+5 | -0
 
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HART? Wieso soll denn eine fristlose Kündigung hart sein?

Wenn ein Lehrling soetwas über seinen Ausbildungsberuf bei Facebook postet, muss davon ausgegangen werden, dass er auch sonst diese Dinge erzählt. Und dann mangelt es ganz besonders an Loyalität, ganz zu schweigen vom Bruch der Verschwiegenheit über Interna, die ich in jedem Vertrag festsetzen würde.

Was hat der Assi jetzt gelernt? Dass Papa ihn raushaut, denn wer hat ihm wohl zur Klage geraten? Ein Erziehungsberechtigter, der seinem Kind mal besser vermittelt hätte, dass er in erster Linie für seine Dummheiten selbst die Verantwortung übernehmen muss.
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09.10.2012 10:08 Uhr von MorgenStuhl
 
+3 | -0
 
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versteh ich nicht: Woher wissen die Arbeitgeber, was ihre Angestellten bei Facebook machen????

Ich z.B. habe keine Kollegen oder Chefs bei Facebook, sondern wirklich echte Freunde (aus reallife) + Verwandte und meine Beiträge und Fotos können und dürfen nur diese Personen sehen.

Entweder sind die Leute dumm und adden ihre Firma + Kollegen und Chefs und schreiben negative Kommentare oder deren Profile sind öffentlich.

Selbst Schuld sage ich da nur.

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