29.09.12 16:16 Uhr
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Nordkorea tritt ins Zeitalter der Handys ein

Schon einmal, im Jahr 2002, hatte Nordkorea so etwas wie den Ansatz einer Revolution erlebt, indem 20.000 Nordkoreanern Handys zur Verfügung gestellt wurden. Später wurden diese allerdings wieder ohne bis dato bekannten Grund eingesammelt.

Nachdem der ägyptische Mobilfunkkonzern Orascom dann im Jahr 2007 der Regierung in Pjöngjang an bat ein Gebäude, bis dahin eine Bauruine, fertig zu stellen, um dafür für 25 Jahre die Lizenz zum Ausbau des Handy-Netzes zu erhalten, gründeten beide Seiten 2008 ein Joint Venture.

Mittlerweile haben eine Million Nordkoreaner ein Handy, wobei jedes einzelne mit Registrierung und Gerät insgesamt um die 1.000 Dollar gekostet hat. Das Handy ist auch in Korea längst zum Statussymbol unter Jugendlichen geworden. Telefonieren können diese aber nur innerhalb Nordkoreas Grenzen.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Handy, Nordkorea, Telefon, Zeitalter
Quelle: www.faz.net

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.09.2012 16:16 Uhr von Bildungsminister
 
+14 | -3
 
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Es ist schon interessant zu sehen, wie man in Nordkorea die gleichen Widersprüche erkennen kann, wie sie einst in China bestanden. Auf der einen Seite das extrem konservative, unmenschliche Regime, auf der anderen Seite aber auch der Drang es den technologischen Staaten gleich zu tun, um vor allem wirtschaftlich besser dazustehen. Wobei 1000 Dollar Gesamtkosten schon happig sind, obgleich das hier ja auch einige bereit sind zu zahlen.
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29.09.2012 16:48 Uhr von KarlHeinzKinsky
 
+13 | -3
 
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1 Millionen? Von wem kommt die Nachricht? Von der Regierung aus Pjöngjang?
Es gibt bestimmt mittlerweile einige Handynutzer in Nordkorea aber 1 Millionen halte ich für übertrieben.
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29.09.2012 16:52 Uhr von dieandyandrea
 
+5 | -21
 
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29.09.2012 16:52 Uhr von kAEsinator
 
+4 | -13
 
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@ Kommentar des Autors: Was ist daran erstaunlich, das im Jahr 2012 in einem unterdrückten aber technisierten Land Menschen Handys haben möchten?
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29.09.2012 17:00 Uhr von Bildungsminister
 
+14 | -0
 
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@ kAEsinator: Erstaunlich ist nicht das Faktum, dass die Menschen Handys haben wollen, sondern in welchem Kontext das steht. Wobei die Menschen auch keine Handys haben wollten, zumindest nicht initial, sondern es wurde ihnen von der Regierung angetragen. Die wenigsten hatten davor etwas mit Handys am Hut, bzw. kannten diese überhaupt Zur Erinnerung, in Nordkorea besteht Information zu 99,99% aus dem was Pjöngjang sagt.

Davon ab geht es hier nicht um die Menschen, sondern um das Land an sich, was sich immer noch als kommunistisch bezeichnet. Das es nicht mehr als eine billige Diktatur und ein Regime ist, bleibt mal außen vor. Dieser technologische Wandel steht im krassen Gegensatz zu den Werten und Ideologien die Pjöngjang vertritt, und so war es auch in China. Erstaunlich daran ist also, dass es hier viel mehr um wirtschaftliche Interesse (vergleiche Kommunismus), als um die Menschen geht.

Und technisiert, wie du es sagst, ist Nordkorea gewiss nicht. Nut weil es dort entsprechend nun Handys gibt, ist das Land noch nicht auf einem normalen Level angekommen. Viele Menschen, der Großteil, lebt dort immer noch von der Hand in den Mund, und die wenigsten haben z.B. Strom, oder fließend Wasser. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass das Land unfähig ist seine Bevölkerung zu ernähren, die meiste Nahrung stammt aus dem Ausland, in großen Teilen sogar den USA, ist dieser Widerspruch noch eklatanter.

Für dich und mich mag 2012 sein, für die Menschen dort gewiss nicht, auch wenn sie nun Handys haben.
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29.09.2012 17:11 Uhr von kAEsinator
 
+0 | -6
 
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@ Bildungsminister: Ich dachte nur, von wegen "Made in Korea" oder das die Asiaten Technisch schon ein wenig auf Höhe der Zeit wären. Wenn die teilweise keinen Strom haben und das stimmt was du sagst, ist es allerdings auch nicht verwunderlich wenn sie sowas blödes wie ein Handfunkgerät mit technik von 1990 nicht vermissen würden, obwohl es eine relativ grosse Einschränkung des Regiemes ist und nicht mehr Hightech Luxus.

[ nachträglich editiert von kAEsinator ]
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29.09.2012 17:11 Uhr von Sol555aris
 
+4 | -2
 
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Ihr glaubt wohl alle noch, Handys sind zum telefonieren da, oder?
Nordkorea hat mittlerweile auch mitbekommen wie toll man seine Bevölkerung mit dem Ding ausspionieren kann.
George Orwell lässt grüßen!
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29.09.2012 17:52 Uhr von Bildungsminister
 
+1 | -1
 
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@ mcmoerphy: Das mag sein und stimmen. Es steht so aber nicht in der Quelle, weswegen ich es so auch nicht schreiben konnte. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich die damaligen Vorgänge nicht kenne.
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29.09.2012 18:44 Uhr von Der_Norweger123
 
+2 | -1
 
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Tsss: Die die in NK Händys haben, sind entweder hochrängige Miglieder von Politbüro, oder teil von der Elite.
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29.09.2012 18:50 Uhr von kingoftf
 
+0 | -0
 
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Das lässt: ja Hoffnung aufkeimen, dass man bald mehr aus dem Inneren von NK erfahren kann als immer nur dass, was die Regierung veröffentlicht.
Die heimlichen Aufnahmen der Eisenbahn-Fans von vor ein paar Jahren waren schon sehr erschreckend, in was für einer Lage sich die Bevölkerung dort befindet
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29.09.2012 19:20 Uhr von Specialspike
 
+1 | -0
 
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@kAEsinator: Ich glaub du verwechselst da Süd- und Nordkorea!
Südkorea ist das krasse gegenteil von Nordkorea was den technischen Fortschritt angeht!
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29.09.2012 19:31 Uhr von Kingrock123
 
+2 | -1
 
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@kAEsinator: "Made in Korea"

es gibt nord- und südkorea

ich glaub mehr muss man dazu nicht sagen
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29.09.2012 22:19 Uhr von quade34
 
+0 | -0
 
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der Widerspruch besteht: doch darin, dass es sicher nur einigen Stadtbewohnern gestattet wird zu telefonieren. Allerdings ist zu vermerken, dass sich die Stasi in der DDR eines billigen Überwachungsmittels beraubte, indem nur ausgewählte Personen einen Telefonanschluß bekamen. Möglicherweise wollen es die Schergen von NK etwas schlauer angehen, werden sie doch wohl immer noch von DDR Experten beraten.
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29.09.2012 23:23 Uhr von Bastelpeter
 
+2 | -2
 
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Ja, als damals: die Mauer fiel, fing im "Westen" gerade die Mobilfunk- Aera an. Ich weiss nicht, wer diese Zeit noch miterlebt hat. Aber es war aeusserst schwer, wenn nicht gar fast unmoeglich, auf normalem Wege, also ohne Vitamin B in den anderen Teil Deutschlands, also in den "Westen" zu telefonieren. Selbst wenn nur Privilegierte ein Telefon hatten, war Abschottung zum Westen das A und O, um das System am Leben zu halten. Das Volk hat es ja auch lange genug mit sich machen lassen, trotz Westfernsehens. Nach meinem Wissen war die Stasi nach dem Mossad der zweitbeste Geheimdienst ueberhaupt.
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30.09.2012 00:50 Uhr von Mr.Gato
 
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Irgendwie auch schlecht Es kann manches mal echt nervend sein, ständig via Mobiltelefon erreichbar zu sein.

Es gibt manchmal Situationen, in denen ich mir wünschte, dass man bei mir zu Hause anruft, ich net da bin, und dass akzeptiert wird, dass ich net da bin und einfach später angeruft wird.
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30.09.2012 00:56 Uhr von Bastelpeter
 
+0 | -6
 
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Mein mobile: fuer wichtige Nummern habe ich immer dabei, das zum Quasseln mit der Billigkarte liegt zu Hause. Meistens rufe ich aber eh zurueck, wenn ich dann Zeit habe... Man hat sich dran gewoehnt, und es geht. Es gibt ja noch FB und Email. Wer mich erreichen MUSS, kann das auch.

[ nachträglich editiert von Bastelpeter ]
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30.09.2012 01:16 Uhr von Schreiraupe
 
+3 | -1
 
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@Bastelpeter: Aha.............danke für deine Informationen!....Und was hat das jetzt mit Nordkorea zu tun?
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30.09.2012 09:48 Uhr von Bastelpeter
 
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@Schreiraupe, ich habe mich auf meinen Vorredner bezogen
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30.09.2012 10:09 Uhr von deus.ex.machina
 
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"Pjöngjang an bat": und jetzt noch mal auf deutsch bitte
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30.09.2012 10:29 Uhr von ksros
 
+0 | -0
 
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@Mr.Gato: "Es kann manches mal echt nervend sein, ständig via Mobiltelefon erreichbar zu sein."

Jedes Handy besitzt doch einen "Aus-Knopf", oder?
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06.10.2012 22:26 Uhr von Seravan
 
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