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Günter Grass übt erneut Kritik an Israel in neuem Gedichtband

Vor circa einem halben Jahr löste der Literaturnobelpreisträger und Autor der "Blechtrommel", Günter Grass, mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" eine scharfe Kontroverse in den Medien aus und wurde infolgedessen in Israel zur Persona non grata erklärt (ShortNews berichtete).

In seinem neuesten Gedichtband "Eintagsfliegen" untermauert Grass seine Kritik durch ein weiteres Gedicht, in welchem er den israelischen Nukleartechniker Mordechai Vanunu als "Held unserer Tage" und "Vorbild" preist.

Vanunu hatte 1986 das israelische Nuklearprogramm öffentlich gemacht und war später zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im aktuellen Band änderte Grass zudem den Wortlaut von "Was gesagt werden muss" von "Atommacht Israel" in "die gegenwärtige Regierung der Atommacht Israel".


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Israel, Kritik, Literatur, Günter Grass
Quelle: www.n-tv.de
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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.09.2012 11:24 Uhr von Bildungsminister
 
+10 | -7
 
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Seinerzeit reagierten viele Medien in Deutschland mit einem Reflex, dem wir seit dem 2. Weltkrieg immer wieder verfallen. Insgesamt wurde sich kaum bis gar nicht mit der eigentlichen Kritik Grass´ beschäftigt, sondern er wurde eben für die Tatsache an sich gescholten. Dabei darf man Grass kritisch sehen, nichts anderes will er ja mit seinen Thesen erreichen, aber man sollte sich vor allem auf den Inhalt konzentrieren. Daran mangelte es leider zuletzt ganz gehörig.
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29.09.2012 12:14 Uhr von Phyra
 
+17 | -3
 
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der AntiPro mal wieder und seine hetzerei :), sueß
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29.09.2012 12:18 Uhr von Borgir
 
+21 | -4
 
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Kritik an Israel: egal in welcher Form und wofür ist in Deutschland verboten. Wer es trotzdem tut wird als Nazi beschimpft. So ist das leider.
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29.09.2012 12:56 Uhr von HetzersindKetzer
 
+2 | -4
 
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@AntiPro: [edit]
Wobei Günter Gras [edit] alles andere ist als ein Nazi oder Rechter. Denn sonst würde er nicht Shahin Najafi (einem Iraner) helfen. Und die heutigen Nazis und Rechte haben ja ganz besonders was gegen Moslems und Nationen, die muslimisch geprägt sind. [edit]

=)
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29.09.2012 13:15 Uhr von HetzersindKetzer
 
+8 | -5
 
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@AntiPro: Die Ironie der Geschichte ist das: Die heutigen Juden in Israel bzw. deren Regierung behandeln die Palästinenser beinah genau so, wie damals die Altnazis deren jüdischen Vorfahren behandelt haben. Außerdem droht die israelische Regierung ständig mit Krieg und führt sie auch aus. Raubt Land der Palästinenser und hat eine wunderschöne lange und große Mauer gebaut. Palästinensische Kinder wurden als Schutzschilder missbraucht. Mischen sich in die Politik anderer Länder ein wie z.B. Deutschland. Hat eine der mächtigsten Lobby (in den USA), die viele Medien in der Hand hält und die größte Investmentbank ´´Goldman Sachs´´. Und was Goldman Sachs alles gemacht hat kann man bei Google finden.

Diese jahrzehntelange Propaganda der israelischen Regierungen, die meistens rechts war hat die israelische Bevölkerung manipuliert und sie auf die gleiche Linie beschworen. Deswegen wundert es mich auch nicht, dass die dort schon sehnsüchtig auf einen Krieg gegen den Iran warten. Der letzte Krieg ist ja erst paar Jahre her. Zeit für einen neuen. Nur ist der Iran nicht Libanon.

[ nachträglich editiert von HetzersindKetzer ]
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29.09.2012 13:30 Uhr von HetzersindKetzer
 
+5 | -5
 
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@AntiPro: Das ist alles sinnlos bei dir.
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29.09.2012 14:00 Uhr von eugler
 
+3 | -3
 
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sagte der eine zum anderen :o): >>so wie ich gesagt habe, dein Weltbild ist echt einfach...
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29.09.2012 19:48 Uhr von MC_Kay
 
+2 | -1
 
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Angela Merkel: Wie sagte Angela Merkel mal so passend:
"Wir sind ein Land, in dem die Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist, aber auch Schranken kennt."
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29.09.2012 22:11 Uhr von Jarmo1
 
+0 | -4
 
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Antinuklearer Widerstand: Bevor man schon wieder reflexartig Grass in Bausch und Bogen verdammt, nur weil sich ein Gedicht seines neuen Gedichtbandes mit Israel beschäftigt, sollte man sich wenigstens über die Hintergründe des israelischen Atomkritikers Mordechai Vanunu informieren. Ein kurze Zusammenfassung findet sich in dieser dpa-Meldung: http://www.rp-online.de/...

Mir will nicht einleuten, dass ein Land, das sich immer geweigert hat, Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation ins Land zu lassen, seinerseits einem anderen Land, das in dem Verdacht steht, eine Atombombe zu entwickeln (also noch keine hat), mit einem Präventivschlag drohen darf. Diese abstruse Logik würde man im Westen niemanden durchgehen lassen - es sei denn, das Land hieße Israel.

Günter Grass peist völlig zu Recht den Träger des alternativen Friedensnobelpreises Mordechai Vanunu als ein Vorbild antinuklearen Widerstands an.

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