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Antibiotikum verliert seine Wirkung - Keine Lösung in Sicht

Ärzte würden Antibiotika auch dann verschreiben, wenn sie, zum Beispiel bei viralen Erkrankungen, keine Wirkung erzielen würden. Das sagt Michael Kresken von der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e. V, und fügt an, dass 40 bis 60 Prozent der Rezepte unnötig seien.

Durch die massive Vergabe würden die "wirksamsten Waffen" ihre Schlagkraft verlieren, so Mathias Pletz vom Universitätsklinikum Jena. Das post-antibiotische Zeitalter sei angebrochen. Dabei würden Ärzte immer öfter eigentlich besiegt geglaubte Krankheiten, wie Lungenentzündungen, nicht bekämpfen können.

Das Problem sei allerdings durch Menschen verursacht, da die Antibiotika mit häufiger Anwendung ihre Wirkung verlieren würden. Dabei liegt die Entwicklung von Resistenzen bei Bakterien deutlich vor der Entwicklung neuer Medikamente. Mittlerweile setzten Ärzte teils auf ältere, importierte Präparate.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Macht, Lösung, Wirkung, Antibiotika, Zeitalter
Quelle: www.focus.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2012 12:25 Uhr von Bildungsminister
 
+19 | -1
 
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Man stelle sich vor, gerade jetzt im Herbst, wird man von einer scheren Erkältung heim gesucht, und geht deswegen zum Arzt. Wer wurde dort je untersucht, ob die Krankheit viral oder bakteriell bedingt ist? Wohl die wenigsten. Dabei gibt es auch dafür heute schon Schnelltests. Es wird lieber Antibiotika verschrieben, und damit wird die Gesundheit langfristig aufs Spiel gesetzt. Bei Kindern die schon früh Antibiotika erhalten haben, wirken diese z.B. später deutlich seltener oder erst gar nicht.
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27.09.2012 12:29 Uhr von Exilant33
 
+33 | -4
 
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Bin wegen ner Bronchitis krank geschrieben und mein Arzt hat mir nen Breitbandantibiotikum verschrieben die Ich bis heute nicht abgeholt habe! Ich weiß schon warum!
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27.09.2012 13:46 Uhr von cAndyMan86
 
+9 | -3
 
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Ärzte verdienen wohl gut daran. mein früherer Hausarzt hat mir sogar mal ein Antibiotikum verschrieben obwohl ich nur "gelben Urlaub" benötigte :)
und selbst bei einer normalen Erkältung genügt in der Regel Ruhe, Bett, ein heisses Bad und gesundes Obst (Vitamin C)
Bei Bronchitis evtl noch ein Inhaliergerät.

Als natürliches Antibiotikum kann ich nur "Propolis" empfehlen.
Gibts beim Imker und das wirkt nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen Viren und Pilze.

[ nachträglich editiert von cAndyMan86 ]
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27.09.2012 14:28 Uhr von Cephyr
 
+6 | -0
 
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Ich habe als Kind tonnenweise Antibiotika bekommen... unverantwortlich! Auf alles wurde "mit Kanonen auf Spatzen" geschossen.
Seit 17 Jahren nur einziges mal wieder bei einer Entzündung die auch nach Wochen nicht von alleine verschwunden ist.

Bei gesunder Lebensweise und altbewährten Haus- und Naturmitteln braucht man nur selten die Medikamenten-Cocktails die verschrieben werden.
Bringt natürlich nicht soviel ein... also muss man auf den eigenen Verstand und Körper hören. In vielen Fällen merkt man ja was einem gut tut.

[ nachträglich editiert von Cephyr ]
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27.09.2012 14:30 Uhr von c3rlsts
 
+18 | -1
 
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Halb-Offtopic: Und trotzdem gibts immer noch Menschen, die sagen und glauben, dass es keine Evolution gibt. Dabei sind Bakterien und Viren der beste Beweis. Jedes Jahr gibt es eine neue Abart der gängigen Infektionen, wie z.B. Grippe. Dass das die stärksten Erreger von letztem Jahr sind, die sich durch Mutation verbessert haben, überleben und sich nun verbreiten, will keiner von denen wahr haben...

Echt traurig. Und sorry für Off-Topic :)
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27.09.2012 14:59 Uhr von Weltenwandler
 
+2 | -0
 
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selbst: wenn man es nicht so großzügig verteilen würde wie bisher wär es irgendwann dazu gekommen das die Erreger sich irgendwann anpassen. Die Medizin hat das zwar durch ihren wohl übermaßigen Einsatz beschleunigt, doch das Problem wäre so oder so aufgekommen. Tja, die mächtige menschliche Medizin... besiegt von Mikroben mit einem IQ von null bis 2...
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27.09.2012 15:31 Uhr von kuri
 
+12 | -0
 
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Lebensmittelindustrie die Lebensmittelindustrie tut noch ihr übriges dazu, in dem sie jedes Jahr wahllos Tonnen von Antibiotika bei der Massentierzucht beimengt, in der Hoffnung Krankheiten in den Beständen zu unterdrücken, was logischerweise Resistenzen auf den Plan ruft. Das landet dann in Form von Huhn, Schwein und Co. auf unseren Tellern.
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27.09.2012 15:56 Uhr von losmios2
 
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bei viralen infekten gibt man antibiotikas soweit ich das beurteilen kann, ja nur um den körper freie bahn zum bekämpfen des virus zu machen und mögliche bakterielle infekte ( durch den virus geschwächtes immunsystem ) vorzubeugen...

dennoch gebe ich allen vorrednern recht! denn es kann nicht sein, das auf gut glück mit antibiotikas um sich geworfen wird, nur um eine erkätlung zu kurieren...
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27.09.2012 16:09 Uhr von GulfWars
 
+2 | -0
 
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Bei Atemwegserkrankungen: lieber Sachen wie Angocin, Umckaloabo nehmen. Gerade Angocin ist ziemlich kräftig in seiner Wirkung, hilft auch bei Blasenentzündungen.

Antibiotika sollte nur noch in lebensbedrohlichen Fällen verschrieben werden. Die meisten Krankheiten kann man sehr gut mit Naturheilmitteln bekämpfen.

Und wer ein starkes Immunsystem hat, wird eh weniger krank.
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27.09.2012 18:07 Uhr von Mowalt
 
+0 | -0
 
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Im Westen nichts neues: Das Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln ist nichts neues. Das Problem dass Ärzte zu oft Antibiotika verschreiben liegt eher an unserem Gesundheitssystem als an den Ärzten.
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27.09.2012 18:34 Uhr von raterZ
 
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unsinn: resistenzen können sich auch zurück bilden. es wird einfach mal zeit diese handlungsweise der ärzte zu überdenken.
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27.09.2012 22:38 Uhr von Mobster
 
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Bakteriophagen: Es gibt noch Bakteriophagen. Das sind überall vorkommende Viren die in Bakterien endringen und zerstören. In einer Doku habe ich gesehen, das auch heute noch in Russland damit erfolgreich behandelt wird. Resistenzen können damit nicht auftreten.
Es wird daran schon als Antibiotika Ersatz geforscht.
Aber einfach mal bei Wiki durchlesen.
Vielleicht besteht nochnHoffnung.


http://de.wikipedia.org/...
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27.09.2012 23:23 Uhr von ShortComments
 
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Eine Hand voll Schlaf: Sport und Saunagänge halten mich krankheitsfrei! Das war schon immer so. Auch wenn ich mich wie ein alter Opa anhöre, so sollte man sich vielleicht auf das Wesentliche besinnen und den Körper stärken, anstatt für alles eine Pille einzuwerfen. Menschen haben auch ohne Medizin überlebt.

Bevor ich 40° Fieber habe, schmeiße ich mir nichts ein.
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28.09.2012 09:51 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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Mehr als 90% der verschriebenen Medikamente sind sowieso Giftmüll. Kein Mensch braucht Antibiotika, in unseren heimischen Gefilden wachsen Unmegen Heilpflanzen, die teilw. sogar besser wirken.
Warum lernt man sowas nicht in der Schule? Mir kommts manchmal so vor, als würde Monsanto die Lehrpläne schreiben...O.o
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28.09.2012 12:18 Uhr von keakzzz
 
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"Bei Kindern die schon früh Antibiotika erhalten haben, wirken diese z.B. später deutlich seltener oder erst gar nicht."

vor allem: wenn es dann "nur" für diese Personen nicht mehr wirken würde. aber im Endeffekt sorgt die massenhafte Einnahme möglicherweise dafür, daß Menschen die sehr selten irgendwelche Medikamente nehmen dann trotzdem schwieriger ein wirksames Antiobiotikum bekommen können, wenn sie es tatsächlich einmal dringend benötigen.
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28.09.2012 13:14 Uhr von perMagna
 
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@ZiemlichBelanglos: Nana bei banalen Erkältungsinfekten mag das stimmen. Aber bei einer schweren Sepsis verlasse ich mich doch lieber auf den Giftmüll der Pharmaindustrie.
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28.09.2012 16:25 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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@perMagna

"Nana bei banalen Erkältungsinfekten mag das stimmen. Aber bei einer schweren Sepsis verlasse ich mich doch lieber auf den Giftmüll der Pharmaindustrie."

Naja, die meisten Wirkstoffe kommen ja direkt aus der Natur, bzw. wurden dann von den Pharmas in Reinform hergestellt.

Klar, bei einfachen Erkältungen kann man einfach aus den Pflanzen einen Tee o.ä. bereiten. Aber es gibt auch noch Pflanzen, die keinen Tee zulassen, da entweder auf diese Weise unwirksam oder gifitg.
Dann muss man auf die richtige Dosis/Kombinantion achten und da liegt der Hase im Pfeffer...kaum jemand verfügt über das nötige Wissen/Erfahrung, um das zu gewährleisten :/
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28.09.2012 16:49 Uhr von DrZord
 
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dumme Frage: wenn ein individueller Mensch oft Antibiotika einnimmt, wird dann dieser eine Mensch resistenter dagegen? Oder wird nur die generelle Resistenz erhöht?
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28.09.2012 23:02 Uhr von perMagna
 
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@ZiemlichBelanglos: Das ist im Prinzip ganz richtig. Aber zunächst musst die Dosierungen beachten, 1g reiner Wirkstoff in einem Naturprodukt... Das könnten ein paar Liter Tee werden.
Darüber hinaus werden die Antibiotika der Pharmaindustrie teilweise chemisch modifiziert, damit sie zum einen wirksamer werden und zum anderen die orale Aufnahme ermöglicht wird. Sogesehen sind viele Antibiotika Naturprodukte, da die Synthese de novo sozusagen viel zu kompliziert wäre. Deshalb gibt es riesige Fermentierungsanlagen, in denen Mikoorganismem gezüchtet werden, die den Wirkstoff produzieren.
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29.09.2012 00:50 Uhr von doil
 
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Ich wollte nen Tag blau machen ging zum Arzt. Der Doktor leuchtet in meinen Hals: "Der ist aber ganz schön gerötet, da verschreiben wir mal Antibiotika."
Dabei war ich kerngesund. -.-

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