27.09.12 12:02 Uhr
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Europa: Die Jugend wird für den Euro geopfert

Wieder einmal steht in Frage, ob Griechenland weiteres Geld bekommt, während die Geldgeber Druck bei den Reformen machen. Der Chef des IFO-Institutes, Hans-Werner Sinn, sprach sich nun erneut für einen Austritt Griechenlands aus, wobei er auch Portugal kritisch sieht.

Sinn sagt weiter, dass die Euro-Rettung total schief gegangen sei, und Länder wie Griechenland nur außerhalb der EU wieder wettbewerbsfähig werden könnten. Auch sieht er für Finanzmärkte in so einem Fall keine Probleme, da sich jeder auf diesen Schritt hat vorbereiten können.

Aktuell sei es viel mehr so, dass lediglich die Bevölkerung leiden würde, und man die "Jugend auf dem Altar des Euro" opfern würde. Dies sei das Rezept um Bürgerkriege herauf zu beschwören. Es bedürfe Reformen, ansonsten würde der Euro zerstört oder große Teile unseren Kapitals vernichtet.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Europa, Chef, Krise, Jugend, Ifo
Quelle: www.focus.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2012 12:02 Uhr von Bildungsminister
 
+33 | -1
 
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Sinn spricht sich weiter dafür aus die Vergabepraxis bei Krediten zu ändern, genauer beim so genannten Target-System, über welches sich Zentralbanken unbegrenzt Geld leihen können, was dann bei den Banken landet. Bereits jetzt hätte die Bundesbank demnach offene Forderungen von 750 Milliarden Euro.
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27.09.2012 12:24 Uhr von xevii
 
+56 | -3
 
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Ich finde H.W. Sinn sehr gut.

Einer der wenigen, der meiner Meinung nach einen Durchblick hat. Leider wird er ja immer wieder in der Presse als Bösewicht oder Fachidiot dargestellt. Dabei ist das IFO-Institut nun wirklich nicht ein Institut wo man sagen kann, deren Zahlen kommen nur vom Hören und Sagen.

Sinn 4 Kanzler

Ich behaupte, dieses Thema wird nicht mehr als 5 Antworten zusammenbekommen. Außer die üblichen Streithähne liefern sich wieder ein 1on1on1. Ist aber auch logisch, immerhin gibts die Wollnys weiterhin.
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27.09.2012 12:36 Uhr von Bildungsminister
 
+25 | -1
 
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Sinn darf kontrovers gesehen werden, da er nicht selten polarisiert und alle seine Ansichten würde ich auch nicht vertreten. Auch darf man seine Rolle beim Start der Euro-Krise kritisieren, wo man gerade von den Instituten wenig gehört hat.

Aber Sinn spricht auch das aus was viele denken, und er schafft es mit Sachkentnnis seine Eingebungen zu untermauern und zu erklären. Er kritisiert nicht nur, sondern erklärt auch, wie man es besser machen kann.

In Berlin ist Sinn mittlerweile mehr oder minder eine Persona non grata, weil er sich nicht zuletzt des öfteren mit Herrn Bofinger angelegt hat, der wiederum der allgemeinen Meinung der herrschenden Kaste nach dem Mund spricht. Gerade erst fordert er den Euro 2.0: http://www.n-tv.de/...

Leider ist Sinn recht allein mit seiner Meinung. Dabei hat er doch gerade mit der Jugend recht. Wir bekommen immer wieder erklärt wie wichtig Europa und der Euro seien, aber die Leute, die dieses Europa in Zukunft gestalten, die werden jetzt erniedrigt und gedemütigt. Wie sehr sollen die sich denn noch für die Sache Europa engagieren, wenn sie einmal so etwas erlebt haben?

Über das Thema könnte man so viel sagen, aber es ändert sich ja doch nichts. Wen interessiert schon die Meinung des Bürgers?
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27.09.2012 12:54 Uhr von usambara
 
+4 | -0
 
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Spätrömische Dekadenz: http://www.heise.de/...
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27.09.2012 12:56 Uhr von derSchmu2.0
 
+12 | -1
 
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Eiskalt kalkuliert wenns demographisch so weiter geht, gibts bald keine Jugend mehr und keiner braucht noch ein schlechtes Gewissen zu haben...
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27.09.2012 13:04 Uhr von Bildungsminister
 
+10 | -0
 
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Gut, lass mich den Satz so ändern, wie er von mir gemeint war:

"Leider ist Sinn recht allein mit seiner Meinung, dort wo sie Gewicht hat."

Mir ist durchaus bewusst, dass die Bevölkerung dem in großen Teilen zustimmt, aber er ist eben mit seiner Meinung dort allein, wo es "Sinn" machen würde.
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27.09.2012 14:01 Uhr von aquilax
 
+5 | -15
 
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27.09.2012 14:20 Uhr von Hallominator
 
+4 | -0
 
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Ich stimme Herrn Sinn zu. Er hat Recht.
Ich denke mir das schon, seit die Krise überhaupt angefangen hat, aber das interessiert ja leider niemanden. Vermutlich wird auch die Meinung von Herrn Sinn nichts an der Lage ändern. Unsere Regierung würde für den Euro noch wesentlich mehr opfern.
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27.09.2012 14:20 Uhr von mayan999
 
+2 | -1
 
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lieber herr sinn: es lässt sich nicht aufhalten, was nicht aufzuhalten ist.

einzig allein gott, könnte es stoppen.

nein nein, herr sinn, tun sie doch bitte nicht so, als könnte man diesen innerweltlichen konflikt durch das wettbewerbsdogma in ausserweltliche mechanismen umleiten, um schaden von den völkern abzuwenden. jeder bekommt das was er verdient,- auf die eine oder andere art.
ob nun sofort und direkt, oder von hinten rum schleichend, spielt keine rolle.

sie tun das selbe wie frau merkel und herr schäuble, indem sie den absurden glauben aufrechterhalten, der einzelne mensch hätte mit all dem nichts zutun. wissen sie es wirklich nicht ?

die wahrheit ist doch, dass die gier des individuums diese lawine ins rollen gebracht hat, indem fleissig das gefressen wurde, was ihm vorgesetzt wurde.

jeder tat, was er tun musste. die politiker, die banker, die finanzlobbyisten, die unternehmensberater, die immobilienmakler, der konsument, usw. usf.

der geheimnisvolle "schuldige" ist einzig allein der verselbsständigte mechanismus, der die gier all die jahrzehnte bedient hat. der wohlwollende bürger wurde nie an die eigenen abgründe herangeführt, und konnte garnicht anders, als so zu sein, wie er glaubte sein zu müssen.

man kann schlecht alle menschen verknacken. wenn der politiker, der ottonormalbanker und der finanzlobbyist bestraft würden, würde das problem weiter bestehen.

die mechanismen müssen gestoppt und abgeschafft werden. das kann jedoch nur durch die einsicht geschehen, dass das überleben der menschheit in den händen derer liegt, die ihre eigene gier als problem erkannt haben und sie durch etwas neues zu ersetzen wissen. sobald nämlich die mehrheit erkennt, dass es menschen gibt, die exakt das ideal leben, das andere auf den falschen ebenen vergeblich suchen, kann durch nachahmung und gegenseitige unterstützung dieses ideal global verwirklicht werden.

es mag wie der reine wahnsinn klingen, und vllt ist es das auch.

aber die menschheit befindet sich an einem punkt, wo die der wahnsinn der utopie die einzige rettung darstellt und die ignoranz mit ihrem rattenschwanz an meinungen und glaubenskonzepten uns alle über kurz oder lang ins verderben führen wird.

klarer wirds nicht mehr ! die fenster sind weit geöffnet und alle scheiben sind schon lange blitzblank geputzt.

und draussen wartet die welt mit offenen armen. alles ist vorbereitet, es fehlt nur noch der mut für den ersten schritt, vor die tür ;-)

einfach aufmachen und rausgehen.

"angst klopfte an, vertrauen öffnete und niemand war draussen."
(unbekannt)

[ nachträglich editiert von mayan999 ]
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27.09.2012 15:05 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+6 | -0
 
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Jaja: Das hat er von mir geklaut ^^

Wird Zeit dass das Geld abgeschafft wird und die Patente gleich mit, dann haben wir in 10 Jahren den Mars besiedelt lol

Alles Entwicklungsbremsen, mehr nicht ^^
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27.09.2012 16:38 Uhr von Lornsen
 
+5 | -1
 
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Dereinst: werden unsere Kinder und Enkel aufbegehren, weil sie ihr
Leben lang für den Schlendrian ihrer europäischen Nachbarn
zahlen müssen. Geradezu absurd ist es, daß die nach Mafia
-Art agierende EZB unsere Steuergelder zusätzlich rechtswidrig
und im weitaus größerem Ausmaß als durch ESM an
bankrotte Banken und Staaten ausreicht. Ein Armutszeichen
für das Bundesverfassungsgericht, das dieses Wirtschaftsver-
brechen trotz Antrag nicht gestoppt hat.
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27.09.2012 17:23 Uhr von no_trespassing
 
+6 | -0
 
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Die Jugend ist doch schon geopfert: Die meisten haben ihre Lebensträume und Ansprüche doch aufgegeben.
Wer will denn heute noch Wohneigentum? Ist so utopisch wie ein Penthouse in New York. In den 70er/80er Jahren konnte man das als Angestellter bei AEG, Siemens, Daimler, usw. aber locker auch mit Realschulabschluss erreichen.

Heute leben die ach so tollen Bätscheler (ja, muss ja alles vereuropäisiert werden) mit 1700 EUR brutto Einstiegsgehalt und können grad mal die Miete bezahlen. Rücklagen für´s Häuschen im Grünen? Nicht mehr möglich. Meist noch Zeitarbeitsverträge, da lacht dich jede Bank aus.

Die Gesellschaft driftet komplett auseinander - wer nicht Wohneigentum vererbt bekommt, das die Eltern mal vor 40 Jahren erworben haben als es noch möglich war, lebt im Prinzip sein Leben für die Wirtschaft. Wer dann zufrieden ist, wenn er das neueste iPhone hat, kann sich echt glücklich schätzen.
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27.09.2012 17:25 Uhr von FlatFlow
 
+2 | -4
 
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euro4ever: "die deutsche jugend wird dem islam geopfert."
@aquilax einfach mal die fresse halten, oder zu Thema Kommentieren!

Hier wird die Jugend des Südens für den Euro verheizt, aber da wir ein demografisches Problem haben in Deutschland, können die gern zu uns kommen :-)
Genau wie in den 60ern/70ern.
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27.09.2012 17:28 Uhr von Draco Nobilis
 
+1 | -1
 
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Sinn eben Naja es ist eben Sinn, da braucht man nichts zu sagen, jeder der seine Vorlesungen kennt weiß bescheid.
Jeder der sie nicht kennt weiß nicht wirklich was mit ihm anzufangen. Bzw. kennt nur das was auf 3 Absätze reduziert von ihm und seinen Thesen übrig bleibt. So eine Nachricht soll einfach nur aufrütteln, aber sowas funktioniert heutzutage nicht mehr.

Was mich am meißten wundert ist das focus darüber berichtet.
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27.09.2012 18:16 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -1
 
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Schuld ist aber nicht der Euro sondern einige Politiker in der EU und von Griechenland, die ** unbedingt ** Griechenland mit im Euro-Boot haben wollten. Griechenland hätte nie in die EU dürfen - daher kann man jetzt nicht den Euro für die schwachsinige Idee verantwortlich machen.
Jeder kleine Haushalt weiss, das er nur soviel Geld ausgeben kann wie er einnimmt - nur Griechenland wusste das nicht.
Lösung: eine schwäbische Hausfrau übernimmt die griechische Regierung.
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27.09.2012 22:04 Uhr von neisi
 
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Die "Generation Praktika" wird billig verheizt: "Es gibt keine Jobs" - "Gehen Sie studieren oder machen Sie ein Praktika".

Kapital? Welches Kapital ? Es gibt 40x mehr Geld was Waren, das meiste Geld ist Fantasie-Spielgeld, auf das Zins gezahlt werden muss ! Weg damit!

Und Spekulation gehört verboten.
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27.09.2012 23:14 Uhr von ShortComments
 
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Das ist den Politikern doch vollkommen egal: ich fühle mich sowieso seitdem ich mich mit Politik befasse nur von den Politikern verarscht. Weder gibt es eine wählbare Partei die mich vertritt bzw. das einhält, was sie zur Wahl sagt, noch haben die Normalbürger auch nur den geringsten Einfluss auf das, was in Deutschland geschieht. Wenige Tausend entscheiden über das Leben von 80 Millionen Menschen über deren Köpfe hinweg. Das sagen haben Konzerne und die oberen 10%.

Kommt es mir nur so vor oder gibt es immer nur schlechte Nachrichten über unsere Politiker?

Sicher leben wir in Deutschland besser als viele andere, aber das haben wir ganz bestimmt nicht Merkel, Westerwelle und Co zu verdanken.

Wenn der Euro nichts mehr wert ist, bin ich der Erste, der bei Merkel einbricht und sich Milch und Eier aus ihrem Designer-Kühlschrank klaut.
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27.09.2012 23:29 Uhr von Gorli
 
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hmm, eigentlich wollte ich garnicht studieren, jetzt bin ich ganz froh, dass ich noch 2 Jahre vor mir hab. Arm zwar, aber hey, das wäre ich auch wenn ich arbeiten würde.
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28.09.2012 05:27 Uhr von fromdusktilldawn
 
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ein kluger mann
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28.09.2012 07:11 Uhr von Zephram
 
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egal die wählen ja eh nicht ^^

jm2p Zeph
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28.09.2012 10:02 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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Immer dieses Gefasel...wann kommt endlich der große Knall?
Ist irgendwie wie bei dem Film "Timemachine". Je mehr sie versuchen die Prophezeiungen von Marx zu unterbinden, desto exakter steuern sie darauf zu ^.^

[ nachträglich editiert von ZiemlichBelanglos ]
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24.11.2012 08:32 Uhr von Knutscher
 
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Sinn ist kein Gegner dieses Systems sondern ein Teil davon. Anfang war er für den Euro und die €-Zone; jetzt macht er einen auf Kritiker. In beiden Rollen glänzt er nur mit Propaganda und benutzt die Menschen wie Marionetten.

Das einzige was dauerhaft helfen kann und könnte ist die vollkommenen Regulierung der Banken- und Kreditwirtschaft.
Die Fehler der Finanzmarktreformen müssen rückgängig gemacht werden. Ebenso müssen die immensen Anteile an FIAT-Geld aus dem System genommen werden, um die Zinseffekte zu bekämpfen.

Aber das genau sind die Maßnahmen, die nicht angegangen werden.
Stattdessen werden alle Bereiche der Realwirtschaft dem System angepasst; letztlich werden dadurch Situationen geschaffen, die in der €-Zone innerhalb der kommenden 2 bis 5 Jahren zu Bürgerkrieg führen werden; und der wird kommen.

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