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Studie: Medikamente kosten in Deutschland viel zu viel

Laut Arzneiverordnungsreport kosten in Deutschland Medikamente viel zu viel. Würden die Preise ähnlich wie in unseren Nachbarländern sein, könnte man 30 Prozent einsparen.

Das Schmerzmittel Lyrica von Pfizer kosten in Deutschland zum Beispiel ganze 169 Euro, in Holland sind es 99 Euro, das sind 71 Prozent weniger.

Eine Hochrechung "ergibt ein Einsparpotential von 1,6 Milliarden Euro, wenn der deutsche Nettopreis und der niederländische Erstattungspreis zugrunde gelegt werden", heißt es in der Studie.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Deutschland, Studie, Niederlande, Medikament
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2012 13:04 Uhr von ShlomoXX
 
+9 | -1
 
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das ist das Problem: und was ist die Lösung?
Natürlich weiss kein Politiker was zu tun ist.
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27.09.2012 13:06 Uhr von damitschi
 
+3 | -5
 
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Und die Apotheker lenken meiner Meinung gern um auf ein vergleichbares Medikament mit gleichem Wirkstoffinhalt, aber für sie selbser mit besserer Gewinnspanne...

Oder habt Ihr bisher immer das Medikament erhalten, was Euch der Arzt verschrieben hat?

Dieser ist meines Wissens nach dazu verpflichtet das günstigste zu verschreiben.
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27.09.2012 13:16 Uhr von ShlomoXX
 
+9 | -1
 
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@damitschi: man bekommt immer die Medis die auf dem Rezept stehen.
Wenn was Korruptes passiert, dann schon beim Arzt und nicht beim Apotheker. Es ist bereits bekannt geworden dass einige Ärzte Prämien von Pharmas erhalten, wenn sie deren Stoff vershreiben.

[ nachträglich editiert von ShlomoXX ]
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27.09.2012 14:02 Uhr von manbearpig
 
+5 | -0
 
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Fakten: Wenn man sich die Grafiken, insbesondere Nr. 4 anschaut, stellt man fest, dass im europäischen Vergleich vor allen Dingen einer bei den Arzneimitteln kassiert und das ist der Staat.

Irgendwie erinnert mich das an die Strompreisdiskussion, wo gerne auf die großen Energiekonzerne geschimpft wird, um davon abzulenken, dass der Löwenanteil der Kosten staatliche Abgaben sind.
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27.09.2012 14:29 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@damitschi: Wieder mal Halbwissen: >Und die Apotheker lenken meiner Meinung gern um auf ein vergleichbares Medikament mit gleichem Wirkstoffinhalt, aber für sie selbser mit besserer Gewinnspanne...<

Dann frag doch einfach mal nach, ehe Du Dich in Verdächtigungen versteigst. :-)

Das kommt nicht von den Apothekern, sondern von der Krankenkasse. Die schreiben zwecks Erstattung sogar vor, dass nach Möglichkeit ein wirkidentisches, günstigeres Mittel eines Alternativanbieters gewählt werden soll, sofern da nichts anderes dagegen spricht.
Der Arzt verschreibt oft das teurere Original, weil er keine Marktübersicht hat, von welchen Medikamenten es mittlerweile günstigere Nachbauten alternativer Anbieter gibt, oder weil er Besuch von einem Pharma-Referenten hatte, der ihm die Vorzüge des Originals mit Hilfe eines Südsee-Seminars nahegebracht hat.


>Dieser ist meines Wissens nach dazu verpflichtet das günstigste zu verschreiben.<

Das ist korrekt.
Einschränkend ist zu sagen, dass er NACH MÖGLICHKEIT das Günstigste verschreiben soll. Verträgt der Patient nachweislich das Ersatzmedikament nicht oder bestehen Inkompatibilitäten mit anderen Medikamenten, dann darf er auch das Original verschreiben.
Der Fall wird allerdings relativ selten eintreten, denn biss auf das Trägermaterial (Maisstärke oder eben etwas anderes) wird sich der Nachbau kaum oder gar nicht vom Original unterscheiden.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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27.09.2012 18:19 Uhr von Phoenix79
 
+1 | -0
 
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@Schwerträger: Es gibt auch den Fall, daß aufgrund von Verwechselungsgefahr (Farbe, Form) ein bestimmtes Präparat verschrieben wird. Oder weil es leichter dosierbar ist.

[ nachträglich editiert von Phoenix79 ]
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27.09.2012 18:28 Uhr von normalo78
 
+1 | -0
 
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aut idem steht im Normalfall auf einem Rezept drauf. Damit verschreibt der Arzt einen Wirkstoff und nicht ein bestimmtes Medikament. Die Apotheker haben die beste Übersicht und suchen dann das günstigste heraus. Leider ist es tatsächlich so, dass Medikament von verschiedenen Herstellern mit angeblich identischen Inhaltsstoffen nicht gleich gut wirken. Fragt mich nicht wieso, aber das kommt oft vor. Das wird von den Krankenkassen jedoch nicht anerkannt und so muss man, wenn man ein bestimmtes Mittel möchte, dieses jedoch nicht übernommen wird, zusätzliche Zuzahlungen leisten.

Naja...

Gruß
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27.09.2012 18:31 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -1
 
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@Phoenix79: Ja, das stimmt: Das fällt dann unter "andere Gründe" oder "Inkompatibilitäten mit anderen Medikamenten". Auch wenn es nur die gleiche Form ist. ;-)

Hat man arg geriatrische Patienten, die schon verwirrt sind, weil ihre bisherige Pilla immer so zart rosa war, die neue aber gelb ist und darüber Herzrasen bekommen, verschreibt man lieber die ursprünglichen, teureren, damit es keine Komplikationen gibt.
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28.09.2012 08:04 Uhr von jo-82
 
+1 | -0
 
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Dank: der unnützen Apothekerlobby werden die Preise in den nächsten Jahren sogar noch um 20-30 % ansteigen. So ist das halt, wenn man die Marktwirtschaft im Keim erstickt: Hohe Preise für alle.
Als erstes muss die Apothekenpflicht für Rezeptfreie Generika (Aspirin, Talcid etc.) abgeschafft werden. Dann muss den Apotheken verboten werden Bullshit wie Heilerde, Heilsalz, Heilshampo, Heilduschgel, HeilKlopapier, HeilKieselsteine, HeilKaffee, HeilBier etc. und das wichtigste: Globoli und sonstigen Abzockramsch zu verkaufen.
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01.10.2012 11:20 Uhr von hexenwahn
 
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Immer auf die Apotheker meckern bringt es nicht: Ich habe in eine Apotheke PKA gelernt und weiß deshalb, dass die Apotheker nichts an den Preisen machen können. Sie müssen die Arzneimittel von den Firmen raus geben, mit denen die Krankenkassen die Rabattverträge abgeschlossen habe. Nur wenn der Arzt "aut idem" angkräuzt hat darf der Apotheker auch das abgeben, was auf dem Rezept steht. Noch dazu sind "Originalpräparate" wie z. B. Lyrica sehr oft nicht lieferbar. Was aber meistens Lieferbar ist, sind die Reimporte. Das heißt, dass man die Arzneimittel aus dem Ausland, geliefert bekommt, zu einem günsitigeren Preis, als wenn man sie direkt von den deutschen Herstellen bezieht. Warum können also die ausländischen Firmen, die Arzneimittel günsitg aus Deutschland einkaufen und somit wieder günsitg nach Deutschland verkaufen? Das ist meines Erachtens die größte Verarsche.

[ nachträglich editiert von hexenwahn ]

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