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USA: Wikileaks-Gründer Julian Assange spricht vor UN-Vertretern

In einem Gebäude, welches von Insidern "Ikea" genannt wird, sprach nun der einstige Wikileaks-Gründer Assange vor verschiedenen Vertretern der UNO. Die Übertragung fand per Video statt, da sich Assange nach wie vor in der ecuadorianischen Botschaft in London befindet.

In seiner Rede griff Assange nicht zuletzt den US-Präsidenten Barack Obama an, welchen er an seine kürzliche Rede vor der UN erinnerte. Darin hatte Obama die "Kräfte des Wandels" beschworen. In kürze soll es ein Treffen mehrerer Minister geben, um eine Lösung im Konflikt zu erwirken.

Unterdessen berichtet der australische "Sydney Morning Herald", dass Assange in den USA längst zum Staatsfeind erklärt wurde, was ihn auf eine Stufe mit zum Beispiel al-Qaida stellt. Eine mögliche Anklage soll sich demnach auf ein Anti-Spionagegesetz von 1917 stützen.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, UN, WikiLeaks, Julian Assange
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2012 11:08 Uhr von Bildungsminister
 
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Verschiedene Vertreter und Medien befürchten, dass Assange in den USA kein fairer Prozess droht, auch weil er dort als Sinnbild des Feindes gilt. Ihm droht eine lebenslange Haft unter den Bedingungen von Guantanamo. Der ecuadorianische Vertreter sagte allerdings auch, dass Assange nicht auf ewig in der Botschaft bleiben könne, auch wegen seiner eigenen Gesundheit. - Die Quelle ist sehr ausführlich, und es gibt einen Mitschnitt des Videos von der Konferenz.
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27.09.2012 12:34 Uhr von jens3001
 
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franz.g: was für eine Scheisse hat er denn gebaut?

Eine Vergewaltigung ist ihm nicht nachzuweisen, eher sogar unwahrscheinlich.
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27.09.2012 12:53 Uhr von damitschi
 
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Und wie stehen die Länder: gerade, die ihre Scheiße regelmäßig vertuschen???
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27.09.2012 13:02 Uhr von mardnx
 
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franz: was sind wichtige und was unwichtige länder?
wenn man den ganzen rummel glauben schenken mag, scheint sich assange von guten motiven leiten zu lassen.
das america desinformiert und offensichtlich lügt um kriege zu rechtfertigen dürfte dir doch auch in den sinn gekommen sein.
jemand der trotz der gefahr versucht die leute aufzuklären ist wichtig in der heutigen zeit.
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28.09.2012 10:44 Uhr von ElChefo
 
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...hiess es nicht, das er, wenn Schweden garantiert, ihn nicht an die USA auszuliefern, sich einer Auslieferung nach Schweden stellen würde? Was ist denn daraus geworden?

...ach ja, würde ja keine PR mehr produzieren. Geht ja mal gar nicht. Wenn nichts an den Vorwürfen in Schweden dran ist, dann soll er sich dem einfach stellen und die Vorwürfe ausräumen. So einfach könnte es sein - aber da würde ja keine Kamera hinschauen.

Der Typ ist nichts mehr als ein Wichtigtuer, Selbstdarsteller mit einem übermächtigen Ego. Ist nebenbei auch die Meinung von ehemaligen Mitarbeitern.


PS@jens

Wenn jemand Dokumente veröffentlicht, die nicht für die Veröffentlichung gedacht sind (erkennbar an diesem markanten Aufdruck "geheim", "streng geheim", "vertraulich", "NOFORN" oder vergleichbar...), verstösst man gegen Gesetze. Was spricht bitte dagegen - ausser der Befriedigung deiner persönlichen Neugier, gegen Leute vorzugehen, die Gesetze brechen?
Wer bei Rot über die Ampel geht und erwischt wird, zahlt. Wer falsch parkt, wird abgeschleppt. Wer in fremde Häuser einbricht, geht in den Knast.
...wer sich Dokumenten bemächtigt, die ihm nicht zustehen und sie gegen den Willen der Verfasser veröffentlicht,...
...sollte der nicht auch dafür bestraft werden?
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28.09.2012 12:43 Uhr von jens3001
 
+1 | -0
 
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franz.g: Witzbold. Die Sache mit Lügen und Vertuschen ist in etwa die selbe wie mit Atomwaffen.

Wenn man davon ausgeht jeder tut das, kann man davon ableiten, dass man das selbst auch tun darf und sogar muss um nicht unterzugehen.

Ein Kreislauf.

Allerdings leben wir nicht mehr im 19. oder 20. Jahrhundert. Das 21. Jahrhundert wird mit Informationen vollgestopft sein. Und das nicht nur wie damals auf staatlicher Ebene.
Das Internet ist voll mit Wissen und Geheimnissen, man muss sie nur suchen.
Es gibt keine wirklichen Staatsgeheimnisse mehr.

Somit hat man die Chance diesen Kreislauf zumindest teilweise zu unterbrechen.

Assange hat nichts anderes getan als die unlauteren MAchenschaften der USA (und anderer Länder) zu veröffentlichen.

Er hat also keineswegs Staatsgeheimnisse wie Technologie, Forschungsergebnisse, usw. veröffentlich.
Es ging lediglich darum Straftaten aufzudecken.

Dafür sollte man ihn belobigen und preißen anstatt ihn einzusperren.

Aber der größte Witz kommt ja noch. Den hast du in deinen Trollkopf ja noch gar nicht reinbekommen.
Assange wird ja gar nicht wegen dieser "Whistleblower"-Aktion gesucht. Er wird gesucht, weil er angeblich eine Frau ohne ihr Wissen ohne Kondom gevögelt hat.
Also noch nicht einmal Vergewaltigung, sondern lediglich ohne Verhüterli.
Und er wird noch nicht mal gesucht weil er verhaftet werden soll, sondern lediglich weil er verhört werden soll.

Dagegen hat Assange ja nicht einmal etwas. Das Verhör innerhalb der Botschaft oder per Videokonferenz hat er mehrfach angeboten.

Seine Befürchtung ist aber, dass wenn er die Botschaft verlässt und er in ein Land kommt das ihn an die USA ausliefern könnte, dass er dort ohne fairen Prozess eingesperrt wird.

Und diese Angst ist nicht unberechtigt, die USA haben schon weit weniger Anschuldigungen benötigt um Menschen hinter Gitter zu bringen - auch ohne Prozess.

Dieses ganze Theater dient gar keinem Zweck. Man hat sich in etwas verrannt und kennt nun von beiden Seiten keinen Ausweg mehr.
Die USA können und wollen nicht mehr zurück und Assange hat Angst um sein Leben und seine Freiheit.

Die ´USA könnte genauso gut zurückrudern und ein Einreiseverbot verhängen, sowie die internen Sicherheitslücken stopfen.
Nicht zu vergessen, die Aktion als Ermahnung zu sehen die daran erinnert sich an die internationalen Regeln zu halten.
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28.09.2012 13:09 Uhr von ElChefo
 
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jens: "Assange hat nichts anderes getan als die unlauteren MAchenschaften der USA (und anderer Länder) zu veröffentlichen."

Quark. Er hat eine medienwirksame Affäre gebastelt und sich als Informationszeitalter-Messias inszeniert. Hätte er Interesse an Gerechtigkeit und Aufdeckung gehabt, hätte er sich an die entsprechenden Stellen wenden können. So hat er lediglich das Maximum für sich herausgeholt. Auch das bestätigen ehemalige Mitarbeiter von wikileaks.

"Er hat also keineswegs Staatsgeheimnisse wie Technologie, Forschungsergebnisse, usw. veröffentlich."

Es ist vollkommen wurst, um was es bei einem Staatsgeheimnis geht. Selbst wenn es um Angela Merkels alte Unterhosen gehen würde. Wo Verschlusssache draufsteht, ist auch Verschlusssache drin. Veröffentliche es ohne Genehmigung und du kriegst dafür einen ab.
...ist aber alles sowieso müssig, da diesbezüglich keine Anklage existiert. Nur die Behauptung, die Amis wollten ihn nach Gitmo schicken. Aber das reicht ja schon für den VT-Gläubigen.

"Es ging lediglich darum Straftaten aufzudecken."

Assange ist weder Anwalt noch Richter, das ihm zusteht, zu entscheiden, ob es eine Straftat ist, die er aufdeckt oder nicht. Er ist ein Otto-Normalo ohne jegliche juristischen Befugnisse - im glimpflichsten Fall wäre das ein Fall von Selbstjustiz.

"Also noch nicht einmal Vergewaltigung, sondern lediglich ohne Verhüterli."

In Schweden ist das nun mal eine Vergewaltigung. Drehe und wende es wie du willst, Vielleicht beschwerst du dich besser über das schwedische Strafrecht als über dessen Durchsetzung. Schweden ist ein souveräner Staat und hat so ziemlich jedes Recht, sein Strafrecht so zu gestalten, wie sie es wollen. Wenn sie wollen, das Kaugummi auf die Strasse spucken eine Straftat ist, haben sie jedes Recht dazu.

"Dagegen hat Assange ja nicht einmal etwas."

Anscheinend wohl schon. Er wollte eine Garantie von Schweden, die hat er bekommen. Warum ist er immer noch in London?

"Das Verhör innerhalb der Botschaft oder per Videokonferenz hat er mehrfach angeboten."

Er ist in keiner Lage, Angebote zu machen. Er ist der Verdächtige.

"Seine Befürchtung ist aber, dass wenn er die Botschaft verlässt und er in ein Land kommt das ihn an die USA ausliefern könnte, dass er dort ohne fairen Prozess eingesperrt wird. "

Er soll nach Schweden ausgeliefert werden. Schweden als Mitglied der EU DARF ihn gar nicht in die USA ausliefern bei den möglichen Strafen, die ihm drohen könnten. Dazu gehört das Recht auf fairen Prozess genauso wie eine potentielle Todesstrafe oder menschenunwürdige Haftbedingungen sowie Folter.

"Die USA können und wollen nicht mehr zurück und Assange hat Angst um sein Leben und seine Freiheit."

Du hast vollkommen vergessen, das seit dem internationalen Haftbefehl, den Schweden hat ausstellen lassen, die USA erst durch Assange zum Thema wurden. Vorher hat da kein Mensch von gesprochen.

"Nicht zu vergessen, die Aktion als Ermahnung zu sehen die daran erinnert sich an die internationalen Regeln zu halten. "

Ermahnung für was?
Das Menschen amerikanisches Recht beugen und brechen können, solange sie genug PR-Zirkus veranstalten und sich in ein nicht-auslieferndes Land flüchten? Sei mal ehrlich zu dir selbst. Weder die Schweden (die das Recht durch einen internationalen Haftbefehl auf ihrer Seite haben) und auch nicht Großbritannien (die an die Verpflichtung zur Auslieferung gebunden sind) haben eine andere Möglichkeit als jede Gelegenheit wahrzunehmen, Assange habhaft zu werden. Tun sie es nicht, riskieren sie die rechtsstaatliche Glaubwürdigkeit ihrer jeweiligen Systeme.
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28.09.2012 14:50 Uhr von Jlaebbischer
 
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franzmann: Die einzigen, die die Sicherheit der USA extrem gefärdet haben, sind die Leute in D.C. und Langley, die erst dafür gesorgt haben, dass Assange etwas zu Veröffentlichen bekommen konnte

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