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Hildesheim: Eltern verweigern extrem entstellter Tochter ärztliche Behandlung

Vor dem Landgericht Hildesheim findet diese Tage ein Prozess statt, bei welchem sich die Eltern einer geistig behinderten Tochter (32) dafür verantworten müssen, dass sie dieser über vier Jahre hinweg keinerlei ärztliche Behandlung zukommen ließen.

Die Tochter litt unter einer schweren Akne, welche über den Zeitraum der nichtigen Behandlung dazu führte, dass die junge Frau extrem entstellt wurde. Bei ihrem Auffinden hätten ihr Teile der Lippen und der Nase gefehlt, und die kompletten Zähne hätten frei gelegen, berichtet eine Ärztin.

Weil angeblich keine Versicherung vorgelegen habe, wäre die Mutter dazu übergangen die Tochter selbst zu versorgen, obwohl sie irgendwann nicht mal mehr den Mund hatte schließen können. Der Fall war erst durch die Anzeige eines Verwandten ans Licht gekommen.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tochter, Eltern, Behandlung, Akne
Quelle: www.welt.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2012 10:27 Uhr von Bildungsminister
 
+23 | -0
 
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Ich hatte von dem Fall schon gestern im WDR gehört. Dort hatte ein Vertreter der AOK erklärt, dass es bei behinderten Menschen kein Problem sei, diese über die Eltern zu versichern. Die Eltern hätten sich nur kümmern müssen. Selbst die vorsitzende Richterin zeigte sich fassungslos. Mittlerweile wurde die Frau chirurgisch versorgt und lebt in einem betreuten Wohnheim. Bei solchen Geschichten kann man am Ende nur noch mit dem Kopf schütteln...
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27.09.2012 12:42 Uhr von cyrus2k1
 
+10 | -0
 
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Unser krankes Gesundheitssystem: Immer mehr Menschen blicken nicht mehr durch, fallen durch Lücken, da unser Gesundheitssystem mittlerweile total verrückt und unglaublich teuer und kompliziert geworden ist. Ich habe auch seit 2010 keine Krankenversicherung mehr, da mich meine alte Versicherung (Central) einfach herausgeschmissen hat wegen Beitragsrückerstattung und mich keine neue mehr Aufnehmen will, obwohl sie das angeblich müssten, kommt auf den ausgefüllten Antrag einfach keine Reaktion, und das bei allen Kassen. Auch ein Wechsel in das gesetzliche System ist trotz keinem Versicherungschutz nicht möglich, da ich angeblich versichert bin, aber auch wieder nicht. Die Verantwortlichen blicken selbst alle nicht mehr durch.

[ nachträglich editiert von cyrus2k1 ]
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27.09.2012 13:26 Uhr von stitch
 
+7 | -0
 
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Die News ist grauenvoll formuliert!
Was um alles in der Welt ist denn eine "nichtige Behandlung"?
Und wie hat die Mutter "über vier hinweg"?
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28.09.2012 00:36 Uhr von Katatonia
 
+0 | -0
 
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@cyrus2k1: Das Problem hast am Ende aber Du! Ich verstehe deine Situation natürlich, aber du musst dich auf allen Wegen um eine KV kümmern. Am besten irgendwie in die Gesetzliche. In meiner letzten Selbstständigkeit bin ich freiwillig in der GKV geblieben. Derzeit bin ich wieder im Angestelltenverhältnis - der Switch war kein Problem.

Warum klagst du nicht? Es gibt Prozesskostenbeihilfe, die in deinem Fall sicherlich zu 100% übernommen wird.

Nebenbei machst du dich natürlich noch strafbar - denn es besteht weiterhin Versicherungspflicht.

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