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Tel Aviv: Deutsche Siedlung wird zum Freizeitpark umgebaut

In alten deutschen Siedlergebäuden wird in der israelischen Metropole Tel Aviv bald ein Freizeitpark entstehen. Vor 150 Jahren gründeten Templer die Siedlung, dann zog der Mossad ein und nutzte es als erste Zentrale. Später wurde es auch eine Flugzeugfabrik.

Die Sarona-Siedlung soll mit ihren 37 historischen Häusern komplett restauriert werden. Der Installateur Thomas Bömicke aus Kaiserslautern ist an der Sanierung beteiligt. Der Pfälzer ist mit einer Israelin verheiratet und sehr beeindruckt von der damaligen Baukunst.

Die Templer zogen um 1870 in der Spätphase des Osmanischen Reichs in Richtung Palästina, um die "echten christlichen Werte" ins Heilige Land zu bringen. Deutscher Fleiß und moderne Technik sorgten für die Grundsteinlegung der Siedlung.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Deutsche, Siedlung, Freizeitpark, Tel Aviv
Quelle: www.spiegel.de
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26.09.2012 17:55 Uhr von Eisbaer3180
 
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Ähhh Die Templer also 1870 genau...
Nur mal so, der "letzte" Templer wurde 1314 hingerichtet.
Die Templer zogen auch nicht 1870, sondern 1118 ins osmanische Reich.
Die deutsche Siedlung wurde aber erst 1871 gegründet.

Es waren also nicht die Tempelritter von damals sondern,...
eine Religionsgemeinschaft gegründet 1850 im Königreich Würtemberg. Jedoch erst 1861 traten die Mitglieder offiziell aus der Kirche aus und waren/sind seitdem eine kleine Sekte, die es sich zum Ziel gemacht hat, Israel "zurückzuerobern" und alle Menschen insbesondere den Christen zugänglich zu machen. Sie haben sich Templer genannt, weil laut ihnen unter einjeder selbst ein Tempel ist. Hat also nichts mit dem salomonischen Tempel zu tun, nachdem sich die Original Tempelritter benannten.

Während dem 2. Weltkrieg, wurden fast alle Mitglieder deportiert und diese sind hauptsächlich nach Australien gezogen, wo es immer noch eine kleine Gemeinde gibt. Insgesamt soll es heute ca. 2000 Mitglieder geben, die meisten davon leben in Australien, der Rest in Deutschland.

Lustigerweise, wollte sie damals offiziell Israel bzw. Palästina, wie es damals hiess (Israel gab es da noch nicht) übernehmen und hatten auch einen Antrag vorm Bundestag gestellt, sie plädierten für eine große Ansiedlung des "Volkes Gottes", also die Deutschen (wer sonst ;)), im heiligen Land. Doch der Bundestag war dagegen, da man sich damals keine Auswanderer leisten konnte und auch keinen neuen Krieg anfangen wollte.

1868 siedelten dann jedoch ca. 3000 Auswanderer in Haifa, trotz starkem Widerstand der dortigen Bevölkerung (die Vorhut wurde teils ermordet, deren Frauen vergewaltigt) über. Diese stammten jedoch nicht alle aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz und Russland. Der Hauptgrund war jetzt auch nicht mehr die "Rückeroberung" Palästinas, sondern man fürchtete, dass die Endzeit sehr nahe ist und die Erde bald untergeht. Man wollte im heiligen Land nahe dem Herrn sein und sich gleichzeitig selbst versorgen, abgekapselt von der Gesellschaft, die bald zusammenbrechen droht.
Mhmm das erinnert mich an die ganzen Endzeit Gurus, die neuerdings auftauchen und Seminare über das schöne Kanada und Panama halten, wo sie alle hinziehen wollen und sich selbst von der Gesellschaft abgekapselt versorgen wollen.

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