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USA: Lippenstift verblasst - Frauen verklagen Hersteller auf fünf Millionen Dollar

Der amerikanische Kosmetikkonzern "Maybelline" sieht sich aktuell mit einer Klage konfrontiert. Drei Frauen aus den Vereinigten Staaten wollen das zu "L´Oreal" gehörige Unternehmen auf fünf Millionen Dollar verklagen. Der Grund: Lipgloss und Lippenstift halten nicht so lange wie versprochen.

Die Damen berufen sich dabei auf ein Werbeversprechen der Firma, mit dem die Produkte angepriesen werden und das "langanhaltende Farbkraft, die nicht verblasst" garantiert. In der Klageschrift, die die drei aufsetzen ließen, wird eben dies aufgegriffen.

Leider nutzten "sich die ´Super Stay´-Produkte ab und verblassen nach nur wenigen Stunden Tragezeit", klagen die Frauen. Die Klägerinnen sind sich sicher, in ihren Forderungen noch tausende weitere Unterstützerinnen zu finden.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Klage, Hersteller, Kosmetik, Lippenstift
Quelle: www.bild.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.09.2012 11:32 Uhr von Perisecor
 
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Sehr gut es darf nicht sein, dass Unternehmen mit Produkteigenschaften werben (und sich diese idR teuer bezahlen lassen), welche dannn nicht oder nur eingeschränkt zutreffen.


Zum Glück bemessen sich die Strafen in den USA am Umsatz des jeweiligen Produktes bzw. Herstellers, die Strafen sind also empfindlich und werden idR nicht aus der Portokasse bezahlt.
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26.09.2012 11:43 Uhr von Raskolnikow
 
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@Perisecor: Dann sollte das Geld aus der Klage aber zu 90% einem guten Zweck zugute kommen - denn das "Leid" entspricht der Klagesumme nicht im geringsten. Drückt jeder enttäuschten Dame 5.000 Dollar in die Hand und gut ist.
Der Rest geht bitte an Einrichtungen, die sich für bessere Sozialfaktoren in Brennpunkt-Vierteln einsetzen. Davon haben sie in den USA wahrlich genug.
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26.09.2012 11:59 Uhr von Perisecor
 
+2 | -4
 
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@ Raskolnikow: Warum sollte Schadensersatz jemandem zugute kommen, der von dem Schaden garnicht betroffen war?

Stell dir vor, du hast einen Autounfall und von der dir zustehenden Rente, Unfallversicherung etc. würde man einfach 90% an irgendjemanden anders geben.


Die Frauen haben das fehlerhafte Produkt erworben und deshalb natürlich Anrecht auf den kompletten Schadensersatz, sofern sich die Klage als begründet erweist.



"...denn das "Leid" entspricht der Klagesumme nicht im geringsten. "

Und wer beurteilt das? Du? Wie kommst du dann auf $5000? Das ist doch genauso eine ausgedachte Zahl.

Ich habe außerdem bereits erklärt, dass die Höhe des Schadensersatzes in den USA maßgeblich davon abhängt, wie viel Geld mit einem Produkt umgesetzt bzw. verdient wurde.



Gerade Leute wie du beschweren sich doch sonst auch, wenn Unternehmen oder Privatpersonen in Deutschland mit niedrigen Geldstrafen davonkommen.

Und jetzt, wo das in den USA anders ist, findet ihr das ebenfalls unschön.
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26.09.2012 12:36 Uhr von Raskolnikow
 
+4 | -1
 
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@Perisecor: Finde es lustig dass du tatsächlich von "Schaden" sprichst :D.
Die Lippen einiger Vorstadt-Mamis waren eine Stunde lang mal nicht völlig überrötet - so what!

Klar, wenn man das ganze als Jura-Hardliner betrachtet steht den Frauen allein das Geld zu, wobei die Summe dann in keinster keinster keinster keinster keinster Art und Weise in Relation zu dem erlittenen Schaden (:D) steht.

Wenn einem Vermögen hortenden Unternehmen schonmal etwas Reichtum abgetrotz wird, warum diesen dann nicht unter vielen Menschen verteilen, die ihn dringend benötigen, als unter extrem wenigen, die sicher auch gut ohne ihn leben können?

Ja, dass das Leid der Klagesumme nicht im mindesten entspricht beurteile in diesem Fall ICH. Keine Frage, das steht mir nicht zu, ich will auch nichts rechtlich einfordern, ich tue nur meine Meinung kund. Und Ja, die 5.000 hab ich aus dem Hut gezaubert, das war auch nur eine Beispielsumme, die bereits sehr stark überzogen ist.

"Ich habe außerdem bereits erklärt, dass die Höhe des Schadensersatzes in den USA maßgeblich davon abhängt, wie viel Geld mit einem Produkt umgesetzt bzw. verdient wurde" -> das musst du nicht erklären, dass wusste ich auch vorher.

Ich kann diese Lächerlichkeit gar nicht genug betonen:
Kein Mensch auf der Welt hat angesichts der Tatsache, dass jeden Tag rund 24.000 Menschen verhungern, Millionen ohne Trinkwasserversorgung sind und Milliarden unter ärgster Armut leiden das Recht, die Tatsache, dass seine Lippen einige Stunden etwas weniger rot waren als vom Erwerb des Produkts versprochen, den Ausdruck "Schaden" zu verwenden.

Das ist kein auf diese Situation beschränktes Problem.
Zu viele Menschen wissen einfach nicht zu schätzen wie gut sie es eigentlich haben.

Das ganze entspringt doch nur der Hoffnung dieser drei Damen einen weiteren unverhältnismäßigen Justizirsinn in den USA zu provozieren, wie er aus diversen Fällen in der Vergangenheit bekannt ist (Stichwort manschettenloser Kaffeebecher bei McDonald´s [oder war es Burger King?])
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26.09.2012 13:17 Uhr von aquarius565
 
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Das ist doch Volkssport in den Staaten: Verklage alle. Ich denke da nur an die Frau, die McDonalds verklagte, nachdem sie sich den heißen Kaffee über die Beine geschüttet hatte. Sie bekam vom Richter recht und einen Batzen Geld von McDonalds.
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26.09.2012 13:21 Uhr von Perisecor
 
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@ aquarius565: An Vorurteilen, gepaart mit fehlendem Wissen, mangelt es dir nicht, mhm?

Die Kaffeemaschine war defekt und der Deckel nicht richtig verschlossen - McDonalds wurde zurecht schuldig gesprochen.
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26.09.2012 13:28 Uhr von Perisecor
 
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@ Raskolnikow: Der Schaden ist der, dass für ein Produkt Geld ausgegeben wurde, welches nicht den Ankündigungen entsprach.

Ein ganz einfaches Beispiel:
Stelle dir vor, du bestellst dir einen Neuwagen, bezahlst brav und stellst dann fest, dass kein Motor, keine Scheiben und keine beleuchteten Schminkspiegel verbaut sind - obwohl das Fahrzeug natürlich damit beworben wurde.



"...wobei die Summe dann in keinster keinster keinster keinster keinster Art und Weise in Relation zu dem erlittenen Schaden (:D) steht."

Das ist irrelevant. Muss ich dir jetzt wirklich zum dritten Mal erklären, dass sich die Höhe des Schadensersatzes am Umsatz bzw. Profit des Produktes bemisst und nicht am tatsächlich entstandenen Schaden?



"...warum diesen dann nicht unter vielen Menschen verteilen, die ihn dringend benötigen, als unter extrem wenigen, die sicher auch gut ohne ihn leben können?"

Warum nimmt man dir nicht einfach all deine Besitztümer weg und verteilt wird?



"Kein Mensch auf der Welt hat angesichts der Tatsache..."

Wenn dir jemand ein paar auf die Fresse gibt und deine Frau vergewaltigt sollte es also keine Sanktion geben, weil anderswo auf der Welt noch schlimmere Dinge geschehen?

Das ist ein interessanter Rechtsansatz. Warst du bis vor kurzem juristischer Berater eines libyschen Machthabers?



"Das ganze entspringt doch nur der Hoffnung dieser drei Damen einen weiteren unverhältnismäßigen Justizirsinn in den USA zu provozieren, wie er aus diversen Fällen in der Vergangenheit bekannt ist ."

Das Problem ist doch, dass du keine Ahnung hast. Weder vom deutschen noch vom amerikanischen Rechtssystem. Und von dem Fall mit McDonalds offensichtlich auch nicht, denn dort sind tatsächlich massive bleibende Schäden entstanden, die durch grobe Fahrlässigkeit auf Seiten McD entstanden.
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26.09.2012 15:43 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Perisecor: hast Du für Deine abenteuerlichen: Behauptungen auch
Belege (Zitat:Muss ich dir jetzt wirklich zum dritten Mal erklären, dass sich die Höhe des Schadensersatzes am Umsatz bzw. Profit des Produktes bemisst und nicht am tatsächlich entstandenen Schaden?) ?

Ich bin kein Jurist, aber ich bin mir sicher, daß es sich so verhält:
Ein Schadenersatz gegenüber einer Privatperson soll den Schaden ersetzen bzw. wiedergutmachen, den jemand erhalten hat. Dabei geht es selbstverständlich NUR und AUSSCHLIEßLICH um den entstandenen Schaden und zwar völlig unabhängig von Gewinn etc. der Firma.
Alles andere wäre ja völlig abwegig.

Ein Beispiel: Ich verkaufe 10 Böller und erziele damit einen Gewinn von 5 €. Die Lunte ist aber zu kurz, sodaß bei einem Käufer die Hand "abreißt". Prima, nach Deiner Logik erhält er dann einen Teil von 5 € als Schadenersatz.

Das sollte deutlich machen, daß es natürlich nur um den persönlich entstandenen Schaden gehen kann und der Gewinn unabhängig ist.

Anders verhält es sich natürlich, wenn Firmen gegen Firmen z.B. wegen Wettbewerbsbetrug etc. klagen. In diesem Fall geht es aber um den entstandenen "Schaden" von einigen Grazien, die bewertet werden müssen.

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]
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26.09.2012 16:04 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel: Ja, mhm, einen Belege.

Wie wäre es denn tatsächlich mit den bekannten Fällen wie z.B. der McDonalds-Geschichte ( http://en.wikipedia.org/... )?

Das deutsche Rechtsystem ist darauf ausgelegt, den Ursprungszustand wiederherzustellen. Kaufst du dir einen Fernseher und der angekündigte integrierte DVD-Player spielt nur CDs ab, kann der Händler nachbessern oder, wenn er das nicht kann, findet eine Rückabwicklung des Vertrages statt - Kaufpreis (u.U. minus Abnutzungsanteil) gegen das (u.U. gebrauchte) Gerät.


Soweit also stimmen deine Beispiele.


Das Rechtsystem in den USA funktioniert aber anders. Hier sollen juristische und natürliche Personen (also Hersteller, aber u.U. auch Verkäufer und ganz normale Privatpersonen) für ihr Handeln bestraft werden, und zwar so stark, dass sie es nicht wieder tun.

http://en.wikipedia.org/...

(hier gibt es dann weiterführende Links)



Anstatt mich grundlos und andauernd zu kritisieren, solltest du dich einfach informieren. Der Zeitaufwand mag etwas größer sein, dafür hast du dann aber auch etwas davon.
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26.09.2012 16:38 Uhr von Perisecor
 
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@ The_Insaint: Deine rechtliche Märchenstunde mit allerlei Schwachsinn findet dort statt ( http://www.shortnews.de/... ), nicht hier.
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27.09.2012 07:05 Uhr von Perisecor
 
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@ Terrorstorm: "Es ist ausgeschlossen mit Peri in Rechtsfragen auf einen Nenner zu kommen."

Genau. Denn es gibt ja quasi unendlich viele herrschende Rechtsmeinungen.

Oh nein, warte. Das ist in nahezu allen Fällen - so auch hier - nur eine.



" Nur das muss auch Peri so schlucken und aktzeptieren, dass es hier andere Grundvoraussetzungen gibt, die er nicht verstehen kann."


In der News geht es aber um - das ist dir wohl entgangen - einen Rechtstreit in den USA. Und dort gilt - wohl auch das ist dir entgangen - US-amerikanisches Recht.



Das Problem ist nämlich letztlich nicht mein Rechtsunverständnig - dagegen sprechen alleine schon meine Studienabschlüsse zu diesem Thema, u.a. eben in Deutschland. Das Problem ist, dass gerade in Deutschland viele "Normalbürger" absolut keine Ahnung von ihren Gesetzen haben und weder ihre Rechte, noch ihre Pflichten kennen.

Das "gefühlte Recht" stimmt eben nur bedingt mit der Rechtsprechung überein.

Da verwundert es nicht, dass du und andere meiner Argumentation stets nicht folgen wollen oder können. Das sagt aber leider mehr über euch aus, als über mich.
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27.09.2012 08:41 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Perisecor: "Das Rechtsystem in den USA funktioniert aber anders. Hier sollen juristische und natürliche Personen (also Hersteller, aber u.U. auch Verkäufer und ganz normale Privatpersonen) für ihr Handeln bestraft werden, und zwar so stark, dass sie es nicht wieder tun."

O.K., dann ist das ein völlig anderes Prinzip als hier - aaaaber, wenn hauptsächlich der Verursacher bestraft werden soll, ist da ja erst Mal nichts gegen einzuwenden, aber mit welcher Begründung soll denn ein "Geschädigter" komplett dieses Unsummen bekommen, unabhängig davon, wie groß ihr eigener Schaden war.

Ein Beispiel: 2 Personen erleiden den gleichen Schaden, der 1. durch eine kleine Handwerksfirma, der 2. durch einen großen Konzern. der 2. bekommt dadurch für den gleichen entstandenen Schaden deutlich mehr Geld. Das ergibt überhaupt keinen Sinn und hat weitreichende Konsequenzen.

Genau das ist es ja, was wir am US Rechtssystem bemängeln, es mag ja sein, daß so geurteilt wird, aber trotzdem ist es widersinnig. Dadurch werden Leute natürlich dazu verleitet, nur um des Klagens wegen (und um dann ausgesorgt zu haben), große Konzerne wegen Kleinigkeiten zu verklagen. Genau das passiert ja auch immer mehr. Weiterhin erreicht man damit nur, das die Eigenverantwortung des Einzelnen immer mehr außer Kraft gesetzt wird und die Hersteller versuchen müssen, sich auch vor den blödesten Fehlern (der Anwender bzw. Käufer) zu schützen (siehe z.B. die Frau, die Ihre Katze in der Mikrowelle trocknen wollte, nach Tot der Katze den Hersteller verklagt und seitdem steht in der Bedienungsanleitung so etwas wie: "es ist verboten, lebende Tiere in die Microwelle zu stecken" drin. Das ist doch wirklich krank.

Es würde einen Sinn ergeben, wenn man die Vorteile des deutsche Rechtes mit den Vorteilen des US Rechtes koppeln würde - also: eine Person erhält eine Entschädigung entsprechend des wirklich eingetretenen Schadens (Deutsch), der Konzern wird aber bestraft und abhängig von der Höhe des Gewinns muß er eine erhebliche Summe zugunsten z.B. des Staates oder der Allgemeinheit bezahlen.

"Anstatt mich grundlos und andauernd zu kritisieren, solltest du dich einfach informieren. Der Zeitaufwand mag etwas größer sein, dafür hast du dann aber auch etwas davon. "

Grundlos???? Andauernd?????

Allein das US System ist dann aber wirklich unlogisch und wir verstehen es nicht, daß Du dann so ein System kritiklos verteidingst, denn meine Agumente sind doch einleuchtend, oder.
Ich habe schon viele vernünfige und durchdachte Kommentare von Dir gesehen, aber wenn es um die USA geht, scheint bei Dir "eine Klappe" zu fallen und Du verteidigst auch falsche oder negative Dinge, die es ja nunmal in jedem System gibt. Teilweise wirst Du dann auch unlogisch und provozierend (siehe den Waffen Threat vor einigen Tagen) und ziehst Dich bei Argumenten dann zurück.

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]
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27.09.2012 09:53 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel #1: "...aber mit welcher Begründung soll denn ein "Geschädigter" komplett dieses Unsummen bekommen, unabhängig davon, wie groß ihr eigener Schaden war."

Weil dieser Geschädigte (in der Regel sind es aber mehrere Personen, auch wenn es sich nicht um class action (Sammelklage) handelt) eben den Schritt in einen Rechtstreit gewagt hat.

Er hat einen Anwalt aufgesucht, hat das Problem erkenntlich gemacht und wenn ein Gericht nicht zustimmt, trägt der Geschädigte einen (Groß)Teil des Risikos.


Eine bessere Begründung gibt es dafür nicht.



Zu deinem Beispiel:
Das ergibt schon Sinn, denn der Schadensersatz setzt sich aus mehreren Teilen zusammen.
Zuerst kommt der Teil, den es auch in Deutschland gibt und den alle Firmen gleich bezahlen müssten, egal wie groß sie sind - nämlich die Wiederherstellung des Ursprungszustandes.
Darauf aufbauend aber kommt die u.U. massive Strafe, welche den Verursacher davon abhalten soll, erneut eine solche Situation herbeizuführen.


Man kann dem Drei-Mann-Klempner-Betrieb von gegenüber für einen Fehler schlicht nicht so viel Geld abnehmen wie einem Konzern - das ist aber ja auch garnicht der Sinn. Für den Klempner mögen $30.000 Dollar schon eine sehr harte Strafe sein, während es für den Konzern nur Peanuts wären.




Und ja, es ist durchaus gewollt, dass gegen Firmen geklagt wird, die sich rechtswidrig verhalten. Wie oft höre ich hier in Deutschland, dass nicht geklagt wird, weil die Anwalts- und Gerichtskosten das Ergebnis eines Vergleiches in der Regel massiv überschreiten?

Die Folge ist, dass die Firmen weitermachen wie bisher - und schlechte Arbeit abliefern, falsche Werbebotschaften verbreiten oder gar fahrlässig handeln und Menschen zu Schaden kommen.



Verwechsle aber bitte nicht die deutschen Boulevard-Medien mit einer statistisch korrekten Berichterstattung. Punitive damages, also der richtig große Batzen Strafgeld, wird nur in vergleichsweise wenigen Fällen anerkannt und es handelt sich hierbei idR um kleine Summen, weil es meist eben nicht gegen große Konzerne geht.



"Das ist doch wirklich krank."

Das von dir genannte Beispiel ist, soweit mir bekannt, eine Urban Legend. Vergleichbar des Wohnmobilherstellers, der wegen seines Tempomates verurteilt wurde.


Es ist jedoch korrekt, dass es in den USA (und anderen Ländern) mehr Warnhinweise gibt als in Deutschland. Warum ist das so?
Weil sich nicht jeder Mensch gleich gut mit allen Sachen auskennt. Wir sind uns hoffentlich einig, dass ein Warnhinweis auf Fässern mit Chemieabfällen in Deutschland Sinn ergibt.

Aber warum eigentlich? Sollte nicht jeder Mensch wissen, dass man mit Chemikalien besser nicht spielt?

Was ist mit den Hinweisen bei Haartrocknern, dass man diese nicht unter Wasser halten soll. Sollte denn nicht jeder Mensch wissen, dass das eine dumme Idee ist?


Leider sind nicht alle Menschen in jedem Gebiet bewandert.


Nehmen wir einfach mal an, diese Mikrowellenstory wäre wahr. Woher sollte denn eine alte Frau in den 70er Jahren, als das auch in den USA noch eine relativ neue Technologie war, wissen, was man darf und was nicht?


Schaden Warnhinweise denn jemandem? Nein. Im besten Falle retten sie Leben oder sichern die Gesundheit, im schlechtesten Falle haben sie einfach überhaupt keine Wirkung.
Warum also darauf verzichten?



"Grundlos???? Andauernd?????"

Das Gefühl schlich sich bei mir ein, ja.



"Allein das US System ist dann aber wirklich unlogisch und wir verstehen es nicht, daß Du dann so ein System kritiklos verteidingst, denn meine Agumente sind doch einleuchtend, oder."

Es ist nicht unlogisch. Es ist einfach anders.

Wahrscheinlich findest du den Linksverkehr in Großbritannien auch unlogisch? Ich jedenfalls finde es unlogisch. Ich akzeptiere aber, dass es genauso gut oder schlecht ist wie der von mir gewohnte Rechtsverkehr.

Das amerikanische Rechtssystem ist in sich genauso schlüssig oder unschlüssig wie das Deutsche - beide sind ein ganzes Stück weit davon entfernt, perfekt zu sein, beide funktionieren aber ausreichend gut und besser als viele andere Rechtssysteme.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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27.09.2012 09:53 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel #2: Die "Klappe", die bei mir fällt, ist eigentlich recht einfach zu erklären.
Ich bin Amerikaner. Ich kenne viele Dinge nicht nur aus spannenden Filmen, lustigen Serien und verstörenden Nachrichten, die möglichst viele Zuschauer begeistern sollen.


Ich versuche, soweit es eben möglich ist, objektiv zu bleiben.

Das kollidiert natürlich immer wieder mit anderen Meinungen - gerade auf einer populistischen und anonymen Internetplattform.


Erklärungen, die ich dann liefere, und die für uns Amerikaner einleuchtend sind, werden von anderen Usern hier dann nicht nur nicht toleriert, sondern massiv angegriffen.

Und das nur, weil ihnen die Antwort nicht gefällt - als ob es meine Schuld wäre, dass die Antwort nicht den gewünschten Inhalt hat.



Ja, deine Argumente sind zum Teil einleuchtend - aber eben aus deutscher Sicht und nur auf den Punkt betrachtet.



So gesehen kann man aber alles auseinandernehmen. Als Beispiel das - weltweit geschätzte - deutsche Rechtsystem. Es ist in Deutschland absolut unüblich, dass Gerichte im Strafverfahren auch noch die Zivilgerichtsbarkeit erledigen, also z.B. Schmerzensgeld festlegen.

Als ich nach meinem Jura-Studium in den USA anfing, mich mit dem deutschen Rechtsystem zu beschäftigen, fand ich das total bescheuert.

Es zögert Verfahren in die Länge, Beweise sind teilweise nicht bei beiden Gerichten zugelassen und es erzeugt einen riesigen finanziellen und u.U. zusätzlichen psychischen Schaden bei Opfern.

Als ich dann durch mein Wirtschaftsrecht-Studium in Deutschland das Rechtsystem besser verstand, konnte ich akzeptieren, dass es hierbei schlicht um die strikte Trennung staatlicher Aufgaben (das Verhängen von Sanktionen und die Einhaltung der Gesetze) und der Probleme der Bürger untereinander (Ausgleich entstandener Schäden) geht.


Welches System also besser ist? Keine Ahnung, eine solche Antwort traue ich mir schlicht nicht zu. Ich bin mir aber sicher, dass keines der beiden Systeme in sich unlogisch oder anderweitig "schlecht" ist.



Ich persönlich finde jedoch nicht schlecht, wenn Werbebotschaften inhaltlich korrekt sein müssen und Unternehmen für fehlerhaftes Handeln tatsächlich abgestraft werden.
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27.09.2012 12:22 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Persicor: "Er hat einen Anwalt aufgesucht, hat das Problem erkenntlich gemacht und wenn ein Gericht nicht zustimmt, trägt der Geschädigte einen (Groß)Teil des Risikos."

O.K., aber ob das hundertausende an Dollar gerechtfertigt, sehe ich nicht so (persönliche Meinung)

"Das ergibt schon Sinn, denn der Schadensersatz setzt sich aus mehreren Teilen zusammen."

Das hatte ich jetzt auch nachgelesen, dann könnte man es aber ja trotzdem ganau so machen, wie ich vorgeschlagen hatte (Geschädigter=Schadenersatz/Schmerzensgeld, Konzern-Strafe zugunsten der Allgemeinheit). Es würde dann immer noch prozessiert werden, aber nicht, um reich zu werden, sondern wirklich nur, wenn Mängel oder Gefahren existieren.

"Welches System also besser ist? Keine Ahnung, eine solche Antwort traue ich mir schlicht nicht zu. Ich bin mir aber sicher, dass keines der beiden Systeme in sich unlogisch oder anderweitig "schlecht" ist."

Genau meine Meinung, beide haben Stärken und beide haben Schwächen, eine Kombination wäre schon eine sehr schöne Lösung.

"Wahrscheinlich findest du den Linksverkehr in Großbritannien auch unlogisch? Ich jedenfalls finde es unlogisch. Ich akzeptiere aber, dass es genauso gut oder schlecht ist wie der von mir gewohnte Rechtsverkehr."

Unlogisch nicht, im Gegenteil, der Linksverkehr kommt ja noch aus den Zeiten der Kutschen. Zur Zeit würde ich eher sagen: unpraktisch. Wenn fast die ganze Welt (außer GB, Australien und wenigen anderen) rechts fährt, ist es unpraktisch, ein anderes System zu haben, als alle Anderen. Das akzeptiere ich aber natürlich völlig.

"Ich versuche, soweit es eben möglich ist, objektiv zu bleiben. "

Bei Fragen, die die USA betreffen, habe ich einen anderen Eindruck, allerdings war ich auch leider noch nie in den USA und habe mein Wissen natürlich hauptsächlich aus der Presse, insofern ist das natürlich Subjektiv.
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27.09.2012 12:26 Uhr von Andreas-Kiel
 
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Was ich noch vergas: Gerade in Bezug auf USA/Israel/Islam/Palästina/Afghanistan etc. prallen natürlich auch oft extreme Meinungsunterschiede aufeinander und Einige beider coleur sind auch oft Fanatiker und akzeptieren die jeweils anderen Argumente überhaupt nicht. Leider driften dann Diskussionen auch oft extrem ab.
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27.09.2012 13:15 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel: "Es würde dann immer noch prozessiert werden, aber nicht, um reich zu werden, sondern wirklich nur, wenn Mängel oder Gefahren existieren."

Die Erfahrung in Deutschland zeigt leider, dass eben nicht prozessiert wird.

Die großen Fälle im Bereich Produkthaftung füllen hier nichtmal einen halben Leitz-Ordner - und davon stammen dann auch noch viele aus den 70er und 80er Jahren.



Den Linksverkehr nutzen etwa 2,5 Milliarden Menschen.

Ob die das auch unpraktisch finden? :)



"Bei Fragen, die die USA betreffen, habe ich einen anderen Eindruck..."

Nunja, ich schließe mich in vielen Fällen eben nicht dem blinden US-Bashing an. Wenn in den USA Polizisten einen Flüchtenden erschießen, dann sind das eben für mich keine scheiß Cops die in einem Scheiß System kaltblütig und aus Spaß Leute abknallen, sondern in der Regel ganz normale Menschen die ihrem Job nachgehen.

Auch hier schließen (verständlicherweise) viele Deutsche von ihren Erfahrungen und Werten (wenige gewaltbereite Verbrecher, Polizisten immer zu zweit unterwegs etc.) auf eine völlig andere Kultur viele tausend Kilometer entfernt.


Dazu kommt natürlich schlicht mangelndes Wissen. Aktuell habe ich, als Beispiel, eine Diskussion über Holzhäuser in den USA gehabt:
http://www.shortnews.de/...



Niemand sieht gerne seine gut gepflegten Klischees und Vorurteile in Trümmern liegen und noch weniger Leute lassen sich aufzeigen, dass sie keine Ahnung haben - dabei kann niemand alles wissen und man sollte dankbar dafür sein, wenn sich jemand die Zeit nimmt und etwas erklärt. Nur so kann man sein Wissen erweitern.
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27.09.2012 15:26 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Perisecor: "Die Erfahrung in Deutschland zeigt leider, dass eben nicht prozessiert wird."
Das finde ich gar nicht so schlimm. Es sollte nur prozessiert werden, wenn es wirklich wichtig ist (Verblassen von Lippenstiften zählt meines Erachtens nicht dazu).

"Den Linksverkehr nutzen etwa 2,5 Milliarden Menschen"
Damit nutzen ca. 4,5 Milliarden Menschen Rechtsverkehr.

"Ob die das auch unpraktisch finden? :)"
Spätestens beim Grenzübergang oder wenn man in rechtsfahrenden Ländern fahren muß. Aber wie gesagt, das ist schon O.K. und eine Entscheidung über eine Änderung kann natürlich nur von den Betroffenen selbst getroffen werden.

"Nunja, ich schließe mich in vielen Fällen eben nicht dem blinden US-Bashing an. Wenn in den USA Polizisten einen Flüchtenden erschießen, dann sind das eben für mich keine scheiß Cops die in einem Scheiß System kaltblütig und aus Spaß Leute abknallen, sondern in der Regel ganz normale Menschen die ihrem Job nachgehen."
Sehe ich genauso. Durch die große Waffenverbreitung müssen US Polizisten nunmal extrem vorsichtig sein und schießen daher (logischerweise) auch schneller, als vielleicht z.B. Deutsche. Das würde ich aber nur kritisieren, wenn es wirklich eine vernünftige Alternative geben würde. Fakt ist aber, das sie sehr gefährdet sind.

"Niemand sieht gerne seine gut gepflegten Klischees und Vorurteile in Trümmern liegen und noch weniger Leute lassen sich aufzeigen, dass sie keine Ahnung haben - dabei kann niemand alles wissen und man sollte dankbar dafür sein, wenn sich jemand die Zeit nimmt und etwas erklärt. Nur so kann man sein Wissen erweitern.

Niemand... und noch weniger... ???(was ist denn weniger als niemand?) ;)
Nein, nein, ist schon richtig, sehe ich auch so.

Dein Link bzgl. der Holzhäuser bzw. die Meinung, daß es in den USA relativ viele Holzhäuser gibt, liegt aber vielleicht auch an den vielen Berichten oder Dokus über Wirbelstürme oder Überschwemmungen, wo nur Häuser aus Stein diesem widerstehen kann bzw. diverse komplette Häuser im Fluß umherdümpeln. Wenn man dann die Gegend nach dem Wirbelsturm zeigt, wo nur noch vereinzelnt Steinmauern stehen, aber fast alles weg ist, da dort anscheinend fast nur Holzhäuser waren. Dieses wird dann vielleicht auf die gesamte USA projiziert.
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27.09.2012 16:34 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel: "Das finde ich gar nicht so schlimm. Es sollte nur prozessiert werden, wenn es wirklich wichtig ist "

Du findest es nicht schlimm, wenn Firmen etwas behaupten, obwohl es nicht wahr ist?

Wo ziehst du die Grenze?

Ist es ok, wenn Firmen behaupten, ein Prozessor in einem Computer beim Discounter hätte 3,3GHz, obwohl er nur 3,1GHz hat?

Ist doch nicht schlimm, 3,1GHz sind doch auch sehr schnell.


Was ist, wenn in Nahrungsmitteln ein wenig Genmais verarbeitet wurde?
Kann man doch noch immer als Öko verkaufen, oder? Nur ein bisschen Genmais macht doch nichts.



"Damit nutzen ca. 4,5 Milliarden Menschen Rechtsverkehr."

Mir ging es darum, aufzuzeigen, dass die Zahlen weit größer sind, als man typischerweise glaubt - bekannt sind nämlich eigentlich nur das relativ kleine Großbritannien und das bevölkerungsarme Australien. :)

Oft sind die Dinge eben nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint.



Ich habe schon die Nachwehen von Hurricanes erlebt. Steinhäuser sind danach genauso Schrott wie Holzhäuser, ähnlich einem Brand. Bei einem Holzhaus spart man sich u.U. das langwierige abtragen und entsorgen der Steine.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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27.09.2012 16:47 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Perisecor: "Du findest es nicht schlimm, wenn Firmen etwas behaupten, obwohl es nicht wahr ist?"
Kommt drauf an. In der Werbung gehen auch immer alle Flecken beim 1. Waschgang raus, aber werden deshalb die Waschmittelfirmen verklagt? Ein bischen logischer Menschenverstand und das Wissen, daß nicht alles in der Werbung stimmt.

"Ist es ok, wenn Firmen behaupten, ein Prozessor in einem Computer beim Discounter hätte 3,3GHz, obwohl er nur 3,1GHz hat?"
Nein, das ist ein definitiver Wert, der auch meßbar ist.
Durchschnittsverbrauch von Autos, Weißfaktor von Waschmittel, "Haltezeit eines rottones" etc. sind immer ca. Werte, die von vielen Faktoren beeinflußt werden und daher nur als relativ anzusehen sind.

"Was ist, wenn in Nahrungsmitteln ein wenig Genmais verarbeitet wurde?"
Auch das ist absolut und "meßbar". Ja oder nein - Punkt

"Oft sind die Dinge eben nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint."
Das stimmt. Leider betrifft das auch oft Medienberichterstattung.
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27.09.2012 17:04 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel: "Ein bischen logischer Menschenverstand und das Wissen, daß nicht alles in der Werbung stimmt."

Was ist daran Menschenverstand oder Wissen?

Woher soll denn ein normaler Bürger wissen, zu was moderne Waschmittel fähig sind und was Übertreibung der Werbung ist?

Ich behaupte einfach mal, dass das nichtmal Chemiker einschätzen können, sofern sie nicht in der Waschmittelforschung tätig sind.



"Nein, das ist ein definitiver Wert, der auch meßbar ist."

Aber die Haltbarkeitsdauer von Lippenstift ist auch ein Wert, der messbar ist - zum Beispiel (fiktiver Wert) 3 Stunden.

Hält der Lippenstift dann im Durchschnitt 4 Stunden, bei einer Klägerin aber nur 2.7 Stunden, wird kein Gericht ein Urteil zu Ungunsten der Firma fällen. Ist der Durchschnitt aber nur 2 Stunden, geworben wird aber mit 3, liegt ein messbarer Unterschied zwischen Werbung und Realität vor.



Hat man aber tatsächlich ein Produkt vorliegen, welches nicht messbar agiert - dann darf man damit nicht werben. Macht das Waschmittel nicht im ersten Durchgang sauber, weil es so unendlich viele Stoffarten gibt, dann muss man eben darauf verzichten, zu behaupten, es würde beim ersten Mal alles sauber bekommen.



Es geht aber nicht nur um Werbelügen, sondern auch um fehlerhafte Produktspezifikationen oder gar Fehlfunktionen.
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28.09.2012 08:18 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Perisecor: "Was ist daran Menschenverstand oder Wissen?
Woher soll denn ein normaler Bürger wissen, zu was moderne Waschmittel fähig sind und was Übertreibung der Werbung ist?"

Ehäm, das weiß bei uns schon jedes Kind. Natürlich dürfen Hersteller nicht rumlügen, aber das in der Werbung nicht 100% alles so ist, wie es uns gezeigt wird, ist zumindest bei uns jedem klar (Wäsche wird mit jeglichen Flecken nach einmal Waschen sauber, wenn man spezielle Deos nimmt, kommen sofort Dutzende Frauen und "vernaschen" einen, wenn man ein spezielles Auto kauft, drehen sich alle um und sind völlig hin und weg .... unendlich Beispiele). Wie gesagt, ein bischen gesunder Menschenverstand hilft schon sehr.

"Aber die Haltbarkeitsdauer von Lippenstift ist auch ein Wert, der messbar ist - zum Beispiel (fiktiver Wert) 3 Stunden."

Nööö. Das hängt garantiert von verschiedenen Faktoren ab (Sonne, Regen, isst man etwas, leckt man sich die Lippen, küsst man ......), insofern kann so etwas immer nur ein relativer Wert sein.

Da Du aber ja offensichtlich mit Jura zu tun hast (Rechtsanwalt etc.) hast Du natürlich nichts dagegen, wenn möglichst viel geklagt wird. Ich für meinen Teil freue mich, wenn ich mich mit juristischen Fragen möglichst wenig auseinandersetzen muß und versuche immer, mir klar zu machen, daß keiner fehlerlos ist und wäre ziemlich traurig, wenn ich wegen einer Kleinigkeit verklagt werden würde. Meine Devise lautet eher: Leben und leben lassen
Klagen oder gerichtliche Auseinandersetzungen sollten sich auf wirklich wichtige Dinge beschränken.

--- und zu den Werbeaussagen - wenn ein Hersteller wirklich Mal zu dick aufträgt, regelt sich das normalerweise von selbst, da dann eher die Konkurenten aktiv werden, ohne daß sich einzelne Bürger nur um des Geldes wegen "gesundstoßen".

Da werden wir aber garantiert nicht auf einen Nenner kommen.
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28.09.2012 10:11 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel: "Ehäm, das weiß bei uns schon jedes Kind."

Haha, das glaube ich nicht.

Stell dich doch einfach mal zum Spaß auf die Straße und frage ein paar Leute, was sie von den Waschmitteln aus der Werbung halten, die beim ersten Mal alles sauber machen.



"Nööö. Das hängt garantiert von verschiedenen Faktoren ab..."

Der Fleck auf der Wäsche hängt doch auch davon ab, welches Material beschmutzt wurde, welche Farbe es hat und mit was es beschmutzt wurde, welches Waschprogramm man wählt (meine Miele bietet alleine etwa 40 vorprogrammierte Waschprogramme an) und wie viel Waschmittel man verwendet - und vielleicht auch noch, wie kalkhaltig etc. das Wasser ist, welches die Waschmaschine speist.



"Leben und leben lassen"

Das sehe ich auch so. Die Firmen, welche mit falscher Werbung werben, verdienen aber damit Geld. Und wahrscheinlich musst du das nichtvorhandene Feature mit einem Aufpreis bezahlen.

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