24.09.12 22:04 Uhr
 960
 

Abstimm-Software Liquid Feedback: Piratenpartei verärgert die Entwicklerfirma

Liquid Feedback ist ein Instrument zur Abstimmung von politischen Fragestellungen und Beschlussvorlagen. Die Piratenpartei ist stolz auf dieses eingeführte System, denn damit lässt sich eine basisdemokratische Entscheidung herbeiführen.

Bislang sind aber nur 30 Prozent aller Piraten-Mitglieder mit einem Zugang zu dem Portal ausgestattet. Von diesen beteiligt sich aber wiederum nur ein kleiner Prozentsatz an den Abstimmungen. Die Entwicklerfirma Public Software Group kritisiert den Einsatz der Software bei den Piraten.

"Ein verbindlicher Einsatz von LiquidFeedback kann also nur dann demokratischen Grundsätzen genügen, wenn auf die geheime, pseudonyme oder anonyme Stimmabgabe verzichtet wird", meinen die Entwickler. Damit fehle die Transparenz. Die Piraten wollen hingegen anonyme Stimmabgabe ermöglichen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Software, Mitglied, Piratenpartei, Demokratie, Feedback
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

UN wählt Saudi-Arabien für den Vorsitz der Kommission für Frauenrechte
Bundespräsident Steinmeier empfängt Nordkoreas Botschafter: "Kritisches Gespräch"
Frankreich-Wahl: Linke Sahra Wagenknecht nicht begeistert von Emmanuel Macron

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
24.09.2012 22:53 Uhr von nyquois
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
Hä? Was hats die Entwicklerfirma zu interessieren, wies am Ende eingesetzt wird?
Kommentar ansehen
25.09.2012 00:07 Uhr von harzut
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
Weißrussische Entwickler? Kommen die Entwickler aus Weißrussland?

"Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat."
Grundgesetz der BRD, Artikel 20, Absatz 1

"Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. ..."
Grundgesetz der BRD, Artikel 38, Absatz 1

Entweder stimmt etwas nicht mit unsere Verfassung oder die Entwickler sollten ihre Einstellung zur Demokratie mal überdenken.

[ nachträglich editiert von harzut ]
Kommentar ansehen
25.09.2012 01:15 Uhr von bigpapa
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Ich verstehe da einiges nicht: 1. Wie eine Software eingesetzt wird, entscheidet der User doch oder?

2. Da es sich um die Auswertung von Daten (Eingaben) handelt, ist es doch Wurst ob das Nicknamen oder Realnamen sind.

Die Software zählt doch im Prinzip nur zusammen, wie jeder zu welchen Thema /Frage abgestimmt hat.

Was mich wiederum zu der Frage bringt, auf welchen Servern läuft die Software. Wer hat Zugriff, und in welche Umfang. ?

Alles in allen, wirft die Sache für mich mich mehr Fragen auf als mir lieb ist, und ich finde das irgendwie beunruhigend.

Gruß

BIGPAPA
Kommentar ansehen
25.09.2012 01:16 Uhr von neminem
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Ich finds krass: dass nur ein kleiner Prozentsatz das Teil nutzt. Ich dachte immer, das wäre DAS Tool der Partei mit dem sie sich von der Politikkultur anderer Parteien absetzen. Delegiertes Wählen und so weiter.
Kommentar ansehen
25.09.2012 01:20 Uhr von bigpapa
 
+1 | -0