23.09.12 18:05 Uhr
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Der LHC war gestern: Was für Projekte Teilchenphysiker für morgen planen

Erst vor wenigen Monaten wurde verkündet, dass man mit dem LHC einen Kandidaten für das Higgs-Boson gefunden hat. Es ist allerdings schon klar, dass dem LHC die Präzision fehlen wird, die sich viele Physiker wünschen. Der Grund ist die Funktionsweise des Protonenbeschleunigers.

Protonen sind zusammengesetzte Teilchen, was die Stöße sehr kompliziert macht. Bei Leptonen wie Elektronen und Positronen ist das anders, weshalb Forscher bereits verschiedene Konzepte erarbeiten. So könnte man in der gleichen Röhre in der sich der LHC befindet einen Leptonenbeschleuniger bauen.

Alternative Pläne sehen auch Linearbeschleuniger mit eine Gesamtlänge von 30-50 Kilometern vor. Unklar ist, ob man auf altbewehrte Technologie setzt, oder etwa mit einem Myonenbeschleuniger neue Wege beschreitet. Zuerst müssen die Physiker aber noch die Standpunkt- und Finanzierungsfrage klären.


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WebReporter: Again
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Projekt, Physik, LHC
Quelle: www.spektrum.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.09.2012 18:05 Uhr von Again
 
+8 | -8
 
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Interessanter Artikel. Als heißer Kandidat gilt scheinbar Japan, da sich auch shcon Politiker interessiert gezeigt haben und die USA ihren Forschungsschwerpunkt verlagert haben und viel mit Neutrinos arbeiten. Europa ist mit dem LHC gut bedient und Japan hat den LHC zum Teil mitfinaziert.

Und ja, die Überschrift übertreibt. Der LHC ist immer noch aktuell ;-)
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23.09.2012 19:47 Uhr von Again
 
+8 | -6
 
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ouster: "Die Überschrift übertreibt... wenn du das schon selbst merkst, warum schreibst du sie dann?"
Weils schöner klingt. Und ich finde es nicht so schlimm wie Weltmaschine und Gottesteilchen.

"Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten wohl
nichts mit den Begriffen anfangen können:"
Naja, ShortNews ist ein Onlinemedium. Und wenn die Leute schon mal im Interentet sind können sie es auch benutzen, wenn ihnen ein Begriff unbekannt ist. Zumindest mach ich das so, da man in einer 900 Zeichen News klarerweise nie alles unterbringen kann.

"Und wieso wird nirgends 6 Sigma erwähnt? "
Sagt mir zum einen nix, steht zum anderen auch nicht in der Quelle. Also kann ich es nicht in die News packen.
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23.09.2012 21:31 Uhr von The_Outlaw
 
+14 | -2
 
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Schade, dass mir für dieses interessante Thema leider völlig das Verständnis fehlt und ich mich jedes mal fühle, als würde mir Sheldon Cooper etwas erzählen.

Aber genau solche News braucht diese Seite DRINGEND!!
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24.09.2012 10:58 Uhr von 11111000000
 
+1 | -0
 
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Ich finde den Titel ganz Passend, wobei Physiker ja von anfang an Kritik an den Ergebnissen des LHC hatten und nicht erst jetzt neue genauerer Verfahren wollen, so wie immer ;-)

@ouster
was hat den Six Sigma damit zutun? Das ist doch ein verfahren zu Prozess Optimierung.

[ nachträglich editiert von 11111000000 ]
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24.09.2012 12:15 Uhr von suppenteller
 
+2 | -0
 
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Japan? Warum sollte jemand auf die Idee kommen, eine 30km lange Hochpräzisionsmaschine in ein Erdbebengebiet zu bauen? Das macht doch keinen Sinn.
Ein knackiges Beben und die ganze Multimilliarden-Euro,Dollar,Yen Maschine ist unbrauchbar.

Ich hoffe, die lassen die Politik mal außen vor und bauen den Linearbeschleuniger ins Zentrum einer Kontinentalplatte.
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24.09.2012 12:18 Uhr von Jason31
 
+3 | -0
 
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@Again: Six Sigma ist ein statistisches Prozessoptimierungs/Sicherungsverfahren. Im Prinzip nix welt bewegendes, sondern lediglich ein Verfahren um eine Bewertung von Daten vorzunehmen, im Falle der Physik um sicher zu stellen, dass die Ergebnisse nicht "Zufall" sind. (http://de.wikipedia.org/...)

Ich denke, hier wollte wohl jemand mal einen interessant klingenden Begriff in den Raum werfen ;)

Aber in der Tat ein interessanter Artikel, wie du schon schriebst. Den Titel finde ich im übrigen in Ordnung. Immerhin sollte Physik nicht immer trocken und "uninteressant" sein, für den "normalen Mitleser". Und wenn die Überschrift dazu führt, dass Leute es aus Interesse lesen, dann hat es der Sache gedient!
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24.09.2012 20:10 Uhr von Again
 
+0 | -2
 
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Jason31: "im Falle der Physik um sicher zu stellen, dass die Ergebnisse nicht "Zufall" sind. (http://de.wikipedia.org/)"
In der Physik ist 5 Sigma der Grenzwert für eine Entdeckung uns somit die "magische" Grenze die es zu überschreiten gilt. Von 6 Sigma hätte ich in diesem Zusammenhang in der Physik noch nichts gehört (außer natürlich man hat sie zusammen ;-).

"Aber in der Tat ein interessanter Artikel, wie du schon schriebst."
Finde ich auch. An einen Myonenbeschleuniger hätte ich noch überhaupt nie gedacht.
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25.09.2012 14:40 Uhr von Jason31
 
+0 | -0
 
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@Again: Ja in der Tat, daran denk man ehr weniger. Nicht auch zuletzt weil, wie auch im Artikel beschrieben, die Existenzzeit von Myonen so unglaublich kurz ist, dass man eigl. nicht annehmen könnte auf deren Basis solide Ergebnisse zu erhalten. Das es aber da schon ein seit 10 Jahre laufendes Forschungsprojekt gibt, wusste ich bisher auch nicht. Aber wie dort auch beschrieben wurde: Es gibt bisher noch mehr Probleme als Ergebnisse.

Daneben finde ich die im Artikel unterschwellige Verärgerung über die Finanzierung solcher Projekte erwähnenswert. Die Zeiten der einfachen Experimente und der Notwendigkeit 1 und 1 einfach zusammen zu zählen sind seit gut 100 Jahren vorbei. Physik an der Grenze heutiger Erkennnis heißt heute vor allem: Teuer.
Da finde ich es traurig, das man für Banken und Staaten viele Milliarden von Euro mobil macht, heute aber nicht bereit ist Geld für die Erkenntnisse von morgen bereit zu stellen.

Aber so ist es schon seit Ewigkeiten. Da schaltet man den LHC im Winter lieber ab (weil die Strompreise dann steigen), oder streitet sich um die Finanzierung von ITER, wie ich finde DEM Zukunftsprojekt überhaupt unserer Zeit. Wo, wenn nicht durch Forschung, kann man besser in die Zukunft investieren?
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25.09.2012 20:27 Uhr von Again
 
+1 | -2
 
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Jason31: "Physik an der Grenze heutiger Erkennnis heißt heute vor allem: Teuer."
Ja. Gerade in der Teilchenphysik sind die tiefhängenden Früchte geerntet.

"oder streitet sich um die Finanzierung von ITER, wie ich finde DEM Zukunftsprojekt überhaupt unserer Zeit."
Bin mir nie sicher wie weit man bei einem Projekt kommen kann, bei dem man ultraheiße Plasmen in Magnetfeldern festhalten will, die nur bei niedrigen Temperaturen funktionieren. Aber du hast recht wenn man bedenkt wo überall Geld versickert welches man zur Forschung nutzen könnte.

"Wo, wenn nicht durch Forschung, kann man besser in die Zukunft investieren? "
Gibt scheinbar auch Studien, laut denen jeder Cent der in die Grundlagenforschung geht auch mehrfach wieder zurück kommt.

[ nachträglich editiert von Again ]

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