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Australien: Katholische Kirche veröffentlicht Bericht über 620 Missbrauchsfälle

Die Katholische Kirche im Bundesstaat Victoria (Australien) hat Akten über 620 Fälle von sexuellem Missbrauch durch den Klerus veröffentlicht. Die Veröffentlichung steht im Zusammenhang mit einer Gesetzesvorlage, die die Kirche selbst einreichte, um den sexuellen Missbrauch künftig zu bekämpfen.

In den Akten sind Missbrauchsfälle ab den 30er Jahren dokumentiert. Die meisten Delikte fanden in den Jahren 1960 bis 1970 statt, so die Angaben der Kirche. Es sei beschämend, dass man diese Verbrechen so lange verschleiert habe, so die Aussage der Kirche weiter.

Die eingereichte Gesetzesvorlage soll aufzeigen, dass sich die Katholische Kirche zur Aufarbeitung und zum Aufdecken der Wahrheit verpflichtet. Die dramatischen Auswirkungen auf diejenigen, die missbraucht wurden und deren Angehörige müssten gelindert werden.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Australien, Kirche, Missbrauch, Bericht, Katholische Kirche
Quelle: www.rnw.nl

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22.09.2012 22:08 Uhr von Noseman
 
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Durchschaubare Vorwärtsverteidigung: Mit der Selbstverpflichtung "zur Aufarbeitung und zum Aufdecken der Wahrheit" ist nichts anderes gemeint, als dass auch künftig nur interne Ermittlungen stattfinden, sich also die eigentlich zuständigen staatlichen Behörden raushalten sollen.

Wie in der Quelle steht (und leider in der Shoirtnews fehlt!), äußert sich so auch entsprechend auch der Präsident der Anwaltskammer:

hier richte Cäsar über Cäsar, unabhängige Ermittlungen seien dringend nötig.

Wenn man nur die Shortnews liest, könnte man glatt denken, dass die Kirche dazugelernt habe und zu Ihren Fehlern stünde.

Das genaue Gegenteil ist aber der Fall; es wird der Versuch unternommen, munter weiter zu verschleiern - und dafür auch noch Lob zu bekommen.

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