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Verhinderung von Stromausfällen per Gesetz auf Kosten der Bürger

Um in den Wintermonaten genügend Strom bereit zu stellen, will die Bundesregierung das Abschalten von Gaskraftwerken per Gesetz verbieten. Ein entsprechender Entwurf ist bereits fertig und sieht vor, dass Kraftwerksbetreiber eine Stilllegung zwölf Monate vorher ankündigen müssen.

Konkret sind Gaskraftwerke in Süddeutschland betroffen, welche dem Entwurf zufolge eine Kapazität von 3.900 Megawatt bereitstellen können. Wird eine Stilllegung verboten und der Betreiber muss das Kraftwerk als Netzreserve betriebsbereit halten, erhält er eine Entschädigung.

Diese Entschädigung kann laut dem Entwurf maximal 287 Millionen Euro pro Jahr betragen. Die Kosten würden dann auf den Endverbraucher umgelegt und wären somit in den Strom- und Gasentgelten erhalten.


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WebReporter: Schakobb
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kosten, Gesetz, Bürger, Verhinderung
Quelle: www.focus.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.09.2012 08:17 Uhr von DrStrgCV
 
+61 | -1
 
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Energiesparideen: Schalten wir die Beleuchtung, Heizung ud Klimaanlage im Bundestag und Europaparlament ab.
Da ist doch eh keiner tagsüber....
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21.09.2012 09:05 Uhr von vmaxxer
 
+14 | -1
 
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Sinn? Wo ist der Sinn?
Wenn keine Nachfrage besteht wird halt abgeschaltet. Insbesondere die Gasbetriebenen Kraftwerke sind ja (relativ) schnell wieder hochgefahren.
Und das abschalten ist halt das unternehmerische Risiko der Energieerzeuger.
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21.09.2012 09:21 Uhr von magnificus
 
+19 | -1
 
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Es deckt sich: mit der Entwicklung der letzten Jahre.

Unternehmerisches Risiko? So etwas gibt es doch gar nicht mehr. Gewinne zu mir, Verluste zu dir! Insbesondere bei den Energie Unternehmen. Die haben doch den Goldesel gepachtet in Berlin. Sei es Sprit, Strom oder oder..

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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21.09.2012 09:23 Uhr von Phyra
 
+4 | -1
 
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ich weiß ja nicht wie viele kraftwerke da betroffen sind, aber 287 millionen euro fuer kraftwerke auf standby erscheint mir ein bisschen sehr viel.
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21.09.2012 09:30 Uhr von Katzee
 
+10 | -4
 
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Das spinnen unsere: Politker jahrelang herum von wegen "kompletter Energiewende" - und nun müssen sie einsehen, dass sich Wind- und Sonnenenergie nicht so einfach speichern lassen und wir ohne konventionelle Kraftwerke eben doch nicht auskommen. Für die kurzsichtige Denkweise unserer Politiker dürfen dann wir wieder zahlen. Bei soviel heisser Luft, wie sie Politiker von sich geben, sollte man die Herrschaften an ein Fernwärmenetz anschließen. Da könnten sie wenigstens keine Dummheiten mehr machen.
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21.09.2012 09:55 Uhr von Daenerys
 
+4 | -0
 
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Frage: wenn die Betreiber eine so hohe Entschädigung bekommen, warum werden dann Strom und Gas teurer??
Die Einnahmen gehn dann doch auch wieder an die Betreiber, oder sehe ich das falsch.
Es würde nur nen Sinn geben, wenn es in Form von Steuer umgelegt wird (ob das ganze Sinn macht sei dahin gestellt).
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21.09.2012 09:59 Uhr von ShlomoXX
 
+6 | -1
 
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Und noch eine weitere Massnahme um Kluft zwischen arm und reich in Detuschland zu vergrößern.
Mein Gott: 287 Millionen! Also die Netzbetreiber können sich schon keine Sorgen mehr um deren Umsatzen machen.
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21.09.2012 10:03 Uhr von ShlomoXX
 
+4 | -3
 
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@ Katzee: du irrst die, wenn du glaubst es sind die Politiker, die die Politik gestalten.
Die Energie-Lobbies haben ihr Veto eingelegt, da sie ein paar Kohle mehr brauchen, und schon hatte man eine Marionette im Bundestag gefunden, die das durchsetzen wird.
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21.09.2012 11:34 Uhr von flipper242
 
+4 | -2
 
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regelung: um mal ganz grob und einfach die Regelungstechnik anzureißen , die Stromnetze stabil hält:

Die elektrische Leistung von Windenergieanlagen verändert sich mit der 3. Potenz zur Windgeschwindigkeit.D.H. die Nennleistung der meisten Windturbinen wird bei 6 Windstärken erreicht - haben also 100% Leistung. Bei 3 Windstärken ist die Leistung nur noch 12,5%. Diese Verluste treten plötzlich auf und müssen ausgeregelt werden undzwar innerhalb weniger Sekunden. Das nennt sich dann unvorhersehbare Spitzenlast. Gasturbinen brauchen aber einige Minuten zum hochfahren von null. D.h. das Netz würde ohne Regelleistung die in Sekunden zur Verfügung steht zusammen brechen. Und d.h. wiederum, dass die Kraftwerke gedrosselt nebenher laufen müssen, d.h. sie verbrauchen Brennstoff ohne Strom zu produzieren.

Durch das EEG bekommen z.B. Windenergieanlagen- Betreiber Geld für Strom den sie nicht liefern , wenn das Netz den Strom nicht braucht - also so bisschen Planwirtschaft produzierst was was keiner braucht bekommst aber Geld dafür. Normale Kraftwerke die diese volatile (veränderlich) Erzeugung ausgleichen müssen, müssen also parallel laufen um bei Schwankungen zu übernehmen und bekommen nichts für ihre unkosten. Das ist neben dem EU-Zertifikathandel, der andere Punkt wieso Windkraft und Solar kaum CO2 einsparen ca. 1,6% nach einer niederländischen Studie. D.H. wir haben in Deutschland eine doppelte Stromerzeugung. Und die kosten werden wie immer auf den Kunden abgewälzt. Paar Leute verdienen prächtig, treffen tut es immer die ärmsten.
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21.09.2012 11:50 Uhr von Floppy77
 
+6 | -3
 
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Als wenn die Strompreise noch nicht hoch genug: wären, da wünscht man sich irgendwie die AKW zurück.
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21.09.2012 16:22 Uhr von vmaxxer
 
+3 | -1
 
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Flipper & Floppy: Flipper:
Dazu sind doch die Grundlast-Kraftwerke vorgesehen oder? Kohle und Atomar betrieben, da man diese beiden nicht "mal eben" anfahren kann.


Floppy:
AKWs zurück wünschen?
Es gibt so schon ein imenses Problem mit dem Müll. Es gibt derzeit kein sicheres Endlager. Noch nicht mal annäherungsweise. Von dem Asse-Dissaster mal ganz zu schweigen.
Und man darf nicht vergessen: Die Entsorgung des Atommülls zahlt der Bürger. Und das nicht über dem Strompreis. Das ganze wird noch richtig teuer werden.
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21.09.2012 17:03 Uhr von flipper242
 
+1 | -0
 
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@vmaxxer: Ich verstehe die Frage nicht ganz, also das " Dazu.."

Aber ich ahne was sie meinen.

Grundlastkraftwerke na ja so richtig ist der Name nicht, impliziert er ja als ob es einen solchen Kraftwerkstypen gibt, da ja jedes Kraftwerk zum Abdecken des Strombedarfes der Grundlast eingesetzt werden kann. Man nimmt i.d.R. dafür Kraftwerke die niedrige Stromgestehungskosten haben wie Kernkraft und Braunkohle. Also Kraftwerke die günstig Strom liefern können. Aber auch dieses müssen geregelt werden, weil die Energieversorger durch das EEG dazu verpflichtet sind, Wind- und Solarenergie abzunehmen. D.H. die laufen außerhalb der Effizienz und verbrauchen daher mehr Brennstoff pro kWh und um so mehr volatile Energien dazu kommen, umso stärker wird dieses Problem werden.
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22.09.2012 03:32 Uhr von bigpapa
 
+1 | -0
 
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Komisch: Strom wird an der Börse gehandelt.

Wird ein Kraftwerk zwangsweise abgeschaltet, bedeutet das doch nur da man das Angebot an Strom niedrig hält, um den Gewinn den die Nachfrage auslöst zu maximieren.

Die Regierung macht also grundsätzlich das richtige. Ich verstehe nur nicht wieso sie den Leuten Geld dafür bezahlt, das die Leute das Angebot an Strom gering halten.

Aber vielleicht erklärt mir das einer.

Gruß

BIGPAPA

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