Thailand: Todesstrafe eines Deutschen dank Affäre mit Aufseherin in Haft umgewandelt
Gordon Koschwitz saß sechs Jahre lang in einem thailändischen Gefängnis - in der Todeszelle. Er wurde im Jahr 2004 beschuldigt, seinen aus der Schweiz stammenden Mitbewohner ermordet zu haben. Mit aller Gewalt, so schildert Koschwitz, hätte man ihn zu einem Geständnis drängen wollen.
Im Prozess selbst konnten weder eindeutige Beweise wie die Tatwaffe, noch Zeugenaussagen hinzugezogen werden um Koschwitz zu belasten - dennoch wurde das Todesurteil ausgesprochen. Damit begann für den heute 41-Jährigen das, was er später gegenüber der "BILD" als die "Hölle" bezeichnete.
"In der Zelle waren 48 Gefangene, jeder hatte nur einen Quadratmeter. Schlafen konnte man nur mit angezogenen Beinen, nie länger als drei Stunden pro Nacht", beschrieb er die Haftbedingungen. Er entging dem Tod nur, weil sich eine Aufseherin in ihn verliebte - die Strafe wurde in 15 Jahre Haft umgewandelt.