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Erfurt: Neonazis provozieren eine Konfrontation mit Flüchtlingen vor dem Landtag

15 Flüchtlinge und ihre Unterstützer sind am 8. September in Würzburg aufgebrochen, um nach Berlin zu wandern und so auf ihre Lage aufmerksam zu machen (ShortNews berichtete). Nach 240 Kilometern erreichte man Erfurt. Dort gab es dann den ersten Ärger für die Protestmarschler.

Vor dem Thüringer Landtag tauchte eine Handvoll Männer mit glattrasierten Schädeln auf und deren Plakate trugen das Logo der NPD. Die Flüchtlinge entrissen dem braunen Mob die Plakate und skandierten "Nazis raus!". Die NPD-Leute wurden schließlich von der Polizei flankiert und der Spuk war aus.

Die Flüchtlingskarawane nach Berlin protestiert gegen die unmenschlichen Bedingungen, die sie in Deutschland ausgesetzt sind. Ein Hauptaugenmerk ist die Abschaffung der Residenzpflicht für Asylanten.


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WebReporter: 3Pac
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Neonazi, Erfurt, Asyl, Landtag, Konfrontation
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2012 17:19 Uhr von Anima_Amissa
 
+24 | -9
 
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Gegen gesetzliche Auflage vertoßen! "15 Flüchtlinge und ihre Unterstützer sind am 8. September in Würzburg aufgebrochen, um nach Berlin zu wandern"
Könnt schwören, dass es sowas wie Residenzpflicht für Asylbewerber gibt, was genau solche "Wanderungen" verbietet. Aber scheinbar interessiert das keinen...
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19.09.2012 17:27 Uhr von Ah.Ess
 
+26 | -8
 
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Video angesehen: 1. Ich sehe keine "glattrasierten" Schädel. Die, scheinbaren, NPD-Männer tragen normale Frisuren.
2. Was berechtigt den Flüchtlingsmob ein paar Bürger anzugreifen, die ihre Meinung friedlich und ohne Beleidigungen kund tun?
3. Fühlen sich die Flüchtlinge durch ihre Überzahl ja sehr stark. Maßen sich sogar an Platzverbote aussprechen zu können...
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19.09.2012 17:41 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+9 | -16
 
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Dass die Nazis nur Scheiße im Hirn haben, dürfte ja inzwischen jedem klar sein.

Fest stehen aber 2 Dinge:
1. Die Nazis haben ein Recht darauf, ihre Meinung frei zu äußern. (Steht im GG)
2. Man kann friedliche und kreative Protestaktionen starten, durch die man eindeutig Position beziehen und die Nazis auf ihre Dummheit hinweisen kann.

Das hat sich bis jetzt mehr bewährt als dieses dämliche Vorgehen gegen die Nazis, wie es im Video zu sehen ist.
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19.09.2012 17:46 Uhr von Atatuerke
 
+19 | -7
 
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Wo sollen den die: Natinalsozialisten und NPD Anhänger gewesen sein.
Ich sehe nur einen linken Mob und Asylanten.

"protestiert gegen die unmenschlichen Bedingungen, die sie in Deutschland ausgesetzt sind. "

Wenn es hier so unmenschlich ist warum gehen sie den nicht nach Afghanistan bzw. in ihre Heimatländer zurück.
Mich würde in so einem unmenschlichem Land nichts halten.

Weil sie Wirtschaftsflüchtlinge sind?
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19.09.2012 18:08 Uhr von BeyerC
 
+2 | -12
 
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19.09.2012 19:30 Uhr von CoffeMaker
 
+11 | -4
 
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So wie in der Quelle schon bemängelt wurde: das ist keine neutrale Berichterstattung.
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19.09.2012 19:38 Uhr von NilsGH
 
+8 | -2
 
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Der Artikel der Thüringer Allgemeinen ist recht aufschlussreich.

Diese Meldung hier reißt vieles aus dem Zusammenhang:

"...Residenzpflicht, die Flüchtlinge behandelt wie Kriminelle..."

Naja, ob dies so ist vermag ich nicht zu beurteilen. Meine persönliche Vermutung ist, dass diese Aussage den Sachverhalt wohl etwas übertreibt.

"Vom menschenunwürdigen Bedingungen in Asylbewerberheimen. "

Ob es in diesen Heimen "menschenunwürdig" zugeht kann ich ebenfalls nicht beurteilen. Dass es dort kein schönes Leben ist, das glaube ich diesen Menschen.

Der Satz, der in der SN-Meldung jedoch haltlos (und wohl auch mit Absicht) zusammengebastelt wurde entspricht jedoch NICHT den Aussagen der Asylbewerber:

"Die Flüchtlingskarawane nach Berlin protestiert gegen die unmenschlichen Bedingungen, die sie in Deutschland ausgesetzt sind."

Es sind keine menschenunwürdigen Bedingungen in DEUTSCHLAND, sondern in den HEIMEN (!!), auf die aufmerksam gemacht werden soll.

Das Leben als Asylbewerben, wenn man sich an die geltenden Gesetze und Regelungen für das Asylrecht hält, ist mit Sicherheit kein einfaches. Man sollte dennoch auch als Asylbewerber mal die Vor- und Nachteile abwägen:

Deutschland vs. Heimatland bzw. Fluchtland:

1. Schutz vor Verfolgung und Mord vs. Angst um sein Leben

2. Nahrung in ausreichendem Maß vs. Hunger und Durst aufgrund von Nahrungsmittelknappheit

3. Ein geheiztes Zimmer mit Schlafstätte, also Unterkunft vs. Obdachlosigkeit und Verwahrlosung

usw. usf.

Alles in allem würden für mich als Verfolgten und / oder Hungernden die Vorteile in Deutschland überwiegen. Auch wenn ich kein "zufriedenstellendes" Leben nach deutschem Standard führen kann oder darf. Ich bin in (relativer) Sicherheit und habe Nahrung und Unterkunft.

Als Flüchtling, und darüber ist sich jeder Flüchtling im Klaren, gebe ich mein Schicksal in die Hände der entsprechenden Behörden im Aufnahmeland. Sich darüber nun zu beschweren (wie hier bei der Beschwerde über die Residenzpflicht geschehen) halte ich persönlich für nicht wirklich begründet. Die Regeriung sperrt sie ja nicht in Lager, wie in anderen Ländern beispielsweise. Sie dürfen nur das Bundesland nicht verlassen. Und ich sehe momentan auch keinen Grund, warum sie das tun müssten.

Die Aktion NPD gegen Flüchtlinge lasse ich jetzt mal unkommentiert. Das wird mir zu lang ... :)
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19.09.2012 21:00 Uhr von Anima_Amissa
 
+8 | -2
 
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@magnat66: "unter ferner liefen, unwichtig darüber etwas zu erwähnen !"
Auch wenn das nicht das Hauptthema der News ist, frage ich mich trotzdem, wie sich ein Personenkreis bloß anmaßen kann, für etwas zu demonstrieren bzw. sogar etwas vom Staat zu fordern, aber auf der anderen Seite sich nicht an dessen Regeln und Gesetze hält.

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