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Psychotherapie: Neuer Therapie-Ansatz schickt Angstpatienten in den 3D-Horror

In der Psychologie wird derzeit ein neuer Therapie-Ansatz erforscht: Menschen, die unter Ängsten leiden, sollen mit diesen unmittelbar und schonungslos konfrontiert werden - allerdings zunächst nur virtuell. 3D-Projektoren oder Monitorbrillen sorgen für die virtuelle Präsenz der Angst-Auslöser.

Mit diesem Werkzeug lässt sich so ziemlich jede Situation simulieren, die dem Angst-Patienten eigentlich zuwider ist - sei es eine zu therapierende Arachnophobie (Angst vor Spinnen) oder eine Sozialphobie. Virtuelle 3D-Spinnen und ebenso unechte voll gestopfte Cafés machen das möglich.

Auch komplexen Erfordernissen, wie etwa der Simulation eines Flugzeuginnern zur Therapie der Flugangst, wird in Sachen Detailtreue Rechnung getragen. "Die Methode ist sehr effektiv", schwärmt Andreas Mühlberger von der Universität Würzburg. Viele Patienten verweigern sich ihrer jedoch noch immer.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Wissenschaft / Geist
Schlagworte: 3D, Horror, Therapie, Psychotherapie
Quelle: www.zeit.de
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.09.2012 14:02 Uhr von jens3001
 
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Neu? Jemanden mit seinen Ängsten zu konfrontieren ist doch nichts Neues!

Lediglich das dies mit 3D-Technik anstatt von wirlich realen Szenarien verwendet wird.


Ist für viele Patienten eine Schockbehandlung. Aber (meiner Ansicht nach und aus eigener Erfahrung) der beste Weg seinen Ängsten zu begegnen.

Man darf nicht erwarten dann keine Angst mehr zu haben aber durch den regelmäßigen Kontakt gerade mit dem was man fürchtet kann man lernen damit umzugehen.
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18.09.2012 15:16 Uhr von El_Caron
 
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