Psychotherapie: Neuer Therapie-Ansatz schickt Angstpatienten in den 3D-Horror
In der Psychologie wird derzeit ein neuer Therapie-Ansatz erforscht: Menschen, die unter Ängsten leiden, sollen mit diesen unmittelbar und schonungslos konfrontiert werden - allerdings zunächst nur virtuell. 3D-Projektoren oder Monitorbrillen sorgen für die virtuelle Präsenz der Angst-Auslöser.
Mit diesem Werkzeug lässt sich so ziemlich jede Situation simulieren, die dem Angst-Patienten eigentlich zuwider ist - sei es eine zu therapierende Arachnophobie (Angst vor Spinnen) oder eine Sozialphobie. Virtuelle 3D-Spinnen und ebenso unechte voll gestopfte Cafés machen das möglich.
Auch komplexen Erfordernissen, wie etwa der Simulation eines Flugzeuginnern zur Therapie der Flugangst, wird in Sachen Detailtreue Rechnung getragen. "Die Methode ist sehr effektiv", schwärmt Andreas Mühlberger von der Universität Würzburg. Viele Patienten verweigern sich ihrer jedoch noch immer.