18.09.12 08:44 Uhr
 364
 

Bericht der Bundesregierung bestätigt: Reiche werden reicher, Arme werden ärmer

Alle vier Jahre lässt die Bundesregierung einen Armuts- und Reichtumsbericht erstellen. Der aktuelle Bericht ging am gestrigen Montag zur Abstimmung an die anderen Ministerien und liegt nun der "Süddeutschen Zeitung" vor. In diesem ist klar ersichtlich, dass sich trotz Krise das private Nettovermögen erhöht hat.

Genauer gesagt um 1,4 Billionen Euro. Jedoch besitzen nur die oberen zehnt Prozente der Haushalte mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens. Der Anteil hat sich von 45 Prozent im Jahr 1998 - auf 53 Prozent im Jahr 2008 erhöht.

Gleiches ist bei der Lohnentwicklung zu beobachten. "Im oberen Bereich der Löhne sind diese positiv steigend. Die unteren 40 Prozent der Beschäftigten mussten nach Abzug der Inflation die Verluste hinnehmen." "Das verletzt das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung", so die Autoren.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Schakobb
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bundesregierung, Bericht, Arme, Reiche
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Kolibakterien in Edelpilzkäse entdeckt: Rückruf von Roquefort
Haribo startet Produktion in den USA: Fabrikbau im Bundesstaat Wisconin
Berlin: Ivanka Trump kommt auf Einladung der Kanzlerin zu Wirtschaftskonferenz

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
18.09.2012 08:58 Uhr von Allmightyrandom
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Wie: wäre es dann mal mit einer Steuerreform der radikaleren Art?
Kommentar ansehen
18.09.2012 08:58 Uhr von Stigma_Bln
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
Hhmm wirklich? Das wussten wir "Armen" ja gar nicht, dass das so ist ^^. Bei der Politik wundert es mich auch gar nicht. Nicht umsonst sagt man schon seit Jahren, dass der Mittelstrand bald aussterben wird...
Kommentar ansehen
18.09.2012 10:42 Uhr von Ah.Ess
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Und was sagen sie im Radio!? Die Spareinlagen und der Reichtum haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt!

Was ich mir dachte: Die meinen wohl eher, der Reichttum hat sich zu einer bestimmten Schicht verschoben...
Kommentar ansehen
18.09.2012 10:43 Uhr von Skyfish
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
tja, wen wählen wir denn nun? Ich höre hier immer wen man nicht wählen darf (bin ganz Mona Lisas Meinung). Aber was ist denn nun die Lösung? Alle Parteien sind für mich nicht wählbar!
Kommentar ansehen
18.09.2012 11:14 Uhr von txxx666
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Umverteilen tut Not: Höchste Zeit für saftige Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuern!
http://misanthrope.blogger.de/...
Kommentar ansehen
18.09.2012 12:25 Uhr von Andreas-Kiel
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@txxx666: Das halte ich für Blödsinn (den Vorschlag mit 99 oder 100% Erbschaftssteuer).
Das Problem ist nicht der "kleine" Eigenheimbesitzer oder die Kinder, die 1 Haus oder ein paar Tausend € erben bzw. vorher geschenkt bekommen, sondern die großen Konzerne, die einen Großteil der riesigen Gewinne einstreichen oder an wenige verteilen, statt die Mitarbeiter für Ihre gute Arbeit zu entlohnen. Ein Großteil der Besitztümer gehört ja auch Firmen, insofern können die gar nicht vererbt werden, da die Firma ja nur einen neuen Eigentümer etc. erhält.

Was würde denn bei 100% Erbschaftssteuer passieren?
1) würde es immer Möglichkeiten geben, daß zu umgehen (schenken über lange Zeit, minimale Kaufpreise oder Kaufpreise, die von Verwandten nicht gezahlt werden müssen etc......), insofern ohne totale Überwachung nicht möglich und daher auch nicht gewünscht. Abgesehen davon könnten die "Besitzer" ihre Häuser verkaufen und das Geld "schwarz" ihren Kindern geben oder einfach verprassen (Reisen etc. ). Dann würde der Staat auch wieder nichts bekommen.
2) Wenn "dem Staat" dann alles gehört, was bedeutet das denn? Es sind wieder einige wenige, die alles verwalten und damit auch alles haben und alle anderen haben immer noch nichts (siehe China, Russland, Nordkorea .....)

Leistung muß sich lohnen und das bedeutet, man muß die Möglichkeit haben, sein Vermögen zu vermehren und dieses dann auch irgendwann an seine Kinder etc. zu vererben.

Ich habe noch keine Sozialistischen oder Kommunistischen Staat gesehen, wo es der Bevölkerung besser geht als z.B. bei uns in einer Demokratie und einer sozialen Marktwirtschaft.

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]
Kommentar ansehen
18.09.2012 15:37 Uhr von CoffeMaker