17.09.12 07:51 Uhr
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Thüringen: Christine Lieberknecht fordert kompletten Neuanfang beim Verfassungsschutz

Nachdem sich die Verfassungsschutzämter nach der Pannenserie in Sachen Ermittlungen gegen die Terrorzelle NSU massiver Kritik gegenüber sehen, hat die Thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht einen kompletten Austausch des Führungspersonals gefordert.

Lieberknecht sieht es als zwingend notwendig an, einen personellen Neuanfang zu machen. Man könne Leuten nicht mehr vertrauen, die über Jahre ihre Arbeit nicht richtig gemacht hätten. Außerdem seien Informationen verheimlicht und Tatbestände unterschätzt worden.

Man könne laut Lieberknecht zum Beispiel Ämter zusammenlegen. So könne man Doppel- und Mehrfachstrukturen verhindern. "Aber vor allen Dingen brauchen wir auch eine zentrale Führung in den wichtigsten Fragen", so Lieberknecht. Der Bund müsse eine größere Koordinierungsaufgabe wahrnehmen.


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WebReporter: Borgir
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