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Magdeburg: Vermutlich falscher Arzt operierte Patientin an der Bandscheibe - Tod

Die Staatsanwaltschaft ermittelt aktuell im Fall eines aus Jordanien stammenden Mannes, der im Verdacht steht, sämtliche Urkunden und Bescheinigungen, die der Arztberuf verlangt, gefälscht zu haben. Mittels dieser Unterlagen erschlich er sich einen Arzt-Posten an der Uni-Klinik Magdeburg.

Vor einigen Monaten verschwand der Mann bereits, offenbar ahnte er, in Bälde entdeckt zu werden. Die Ermittler vermuten den Aufenthaltsort seiner achtköpfigen Familie in Jordanien oder Ägypten. Es besteht der schwere Verdacht der fahrlässigen Tötung, des Betrugs und der Urkundenfälschung.

Ersteres geht auf eine Operation an der Bandscheibe zurück, die der "Arzt" offenbar durchgeführt hatte. Die zu operierende Person überlebte den Eingriff durch den Pfuscher nicht. Es ist noch nicht geklärt, über welchen Zeitraum hinweg der Jordanier tatsächlich an der Klinik angestellt war.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Arzt, Operation, Magdeburg, Bandscheibe, Urkundenfälschung
Quelle: nachrichten.t-online.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.09.2012 11:32 Uhr von MeisterH
 
+31 | -22
 
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Warum sollte man auch den tollen Import-Mitbürgern aus dem nahen Osten misstrauen?

Die Libanesen, Jordanier, Israelis sollen sich von mir aus gegenseitig die Köpfe einschlagen und ihre Kinder T-Shirts nähen lassen, aber bitte doch nicht hier als Pfusch-Ärzte mit gefälschten Scheinen praktizieren!

Und das bei der Kohle, die ich jeden Monat für "Krankenversicherung" ausgebe!
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15.09.2012 11:36 Uhr von Kappii
 
+12 | -20
 
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MeiterH: lass es einfach :)
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15.09.2012 12:07 Uhr von Raskolnikow
 
+11 | -18
 
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@MeisterH: Du sprichst als hätte der Arzt um den es in der News geht einige signifikant aus dem Ruder gelaufene Operationen an deinem Gehirn durchgeführt.
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15.09.2012 12:11 Uhr von TheRoadrunner
 
+13 | -3
 
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@ meisterH / zur Sache: Vielleicht habe ich ja was verpasst, aber dass sich Menschen aus dem Nahen Osten als falsche Ärzte ausgeben habe ich nun nicht sooo oft gelesen. Ich denke, da gibt es schwerwiegendere Probleme, z.B. die Jugendkriminalität vor allem in Berlin.

Und vor allem: Ist ein deutscher (ohne Migrationshintergrund) falscher Arzt denn besser als ein aus Jordanien stammender?

Das entscheidende ist für mich aber: Krankenhäuser sollten verpflichtet werden, die wichtigsten Bewerbungsunterlagen (z.B. Approbation) vor einer Einstellung auf Echtheit zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen.
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15.09.2012 12:40 Uhr von NilsGH
 
+2 | -4
 
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@Roadrunner: Was du schreibst ist wohl richtig - beides!

Es gibt sowohl schwerwiegendere Probleme mit aus dem Ausland stammenden Personen, als auch falsche deutsche Ärzte.

Worin ich jedoch auch ein Problem sehe ist die von dir angesprochene Echtheitsprüfung von Dokumenten flascher Ärzte aus dem Ausland. Dies ist nicht immer möglich. Wie willst du denn bitte die von ausländischen Ärzten vorgelegten Dokumente prüfen? Bei einem amerikanischen oder französischen Arzt mag dies kein Problem darstellen. Kommt jemand aber aus einem - nennen wir es mal vorsichtig "Problemstaat", egal in welcher Region der Erde - stößt man unweigerlich auf Komplikationen: Nicht immer werden Kopien der Dokumente an den Universitäten vorgehalten oder sind einfach "verloren gegangen", die entsprechenden Lehranstalten verfügen über keine Kontaktperson, welche die Dokumente in deiner Sprache verfügbar machen könnte, usw. Die Liste der Schwierigkeiten ist lang.

Darum würde ich persönlich auch den Zugang zu derartigen Berufen, bei denen es um Leben und Tod gehen kann und / oder um das Schicksal von Patienten für bestimmte Personengruppen stark erschweren bis unmöglich machen. Gerade auch weil die Ausbildung in anderen Ländern wesentlich weniger gründlich ist.

Unsere eigenen, in der Regel recht gut ausgebildeten Ärzte (sie sollten es zumindest sein) machen bereits viele Fehler aufgrund der miserabelen Umstände unter denen sie arbeiten. Und dann will man schlechter ausgebildetes Personal unter den gleichen Umständen arbeiten lassen? Tut mir leid, aber nein danke!

Fachpersonal aus dem Ausland schön und gut. Aber bitte nicht in derart signifikanten Berufen.

Ich stehe dem Thema "Rekrutierung vn Fachkräften" zwar kritisch gegenüber, aber nicht aufgrund der Qualifikationen (bspw. im technischen Bereich) sondern der politischen Einstellung unseres Landes. Aber das ist ein anderes Thema.
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15.09.2012 13:27 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -0
 
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@ NilsGH: Ich sehe das so: wenn die Überprüfung nicht möglich ist, kann ich den Arzt eben nicht einstellen. Das sollte einen nicht davon abhalten, (ausländische) Ärzte einzustellen, bei denen die Prüfung eindeutig möglich ist.
Sollte die Überprüfung der Qualifikationen nicht möglich sein, könnte zudem eine Nachprüfung nach deutschen Standards (z.B. Staatsexamen Medizin) erfolgen.

Es ist jedoch fraglich, ob die Kliniken sich diese Mühe machen werden, sofern sie nicht dazu verpflichtet werden.Sie machen das ja nicht mal bei Ärzten, deren Qualifikationen angeblich in Deutschland erworben wurden und damit recht einfach nachzuprüfen sein sollten.
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15.09.2012 14:30 Uhr von NilsGH
 
+1 | -3
 
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@Roadrunner: Keine Ahnung ob das Minus von dir war, würde mich interessieren was an meiner Meinung falsch sein soll.

Zu deinem letzten Kommentar:

Klar, wo eine Überprüfung lückenlos möglich ist und eine entsprechende Quailifkation - im besten Fall sogar eine jahrelange Berufserfahrung - nachgewisen werden kann, könnte man ja ruhig jemanden einstellen. Wo der Mensch herkommt ist mir persönlich wurst wenn ich ihm problemlos meine Leiden schildern kann (bedeutet, dass er die Landessprache in Wort und Schrift beherrschen sollte. Versteht sich wohl ... ;) )

ABER:

1. Haben wir nicht genügend Menschen bei uns, die Medizin studieren? Wenn ja, wieso jemanden aus dem Ausland einstellen? - Aus Sicht der Klinik macht es ja Sinn: Arzt aus einem "ärmeren Land" = arbeitet (zumindest anfangs) für weniger Geld. Habe hierzulande bspw. bisher noch wenige amerikansiche oder französische Ärzte getroffen. Geschweige denn norwegische oder schwedische :) (die verdienen wesentlich besser bei besseren Arbeitsbedingungen!)

2. Eigentlich ist eine Klinik bereits dazu verpflichtet die Dokumente zu überprüfen. Wurde ja auch in diesem Fall getan. Ein Gesuch, die Dokumente nachzureichen verlief ja im Sande. Ich glaube die Kliniken wollen aus dem oben genannten Grund (billigere Arbeitskraft) gar nicht genau nachprüfen. Und das ist eben das Problem.

Wir kommen über Umwege wieder zum Kernproblem in Deutschland: Der (scheinbar) "freien Marktwirtschaft". Privatisierung ist nicht immer das Non-Plus-Ultra. Kernbereiche der Wirtschaft und des Systems - dazu zählt auch das Gesundheitssystem - dürfen einfach nicht privatisiert werden. Zusätzlich zu ...

... Krankenhäusern ...

kommen da auch ...

... Telekommunikation, Elektrizität, öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Gesundheit, Abfallwirtschaft, Gas- und Wasserversorgung, uvm.

Die unmittelbaren Folgen hiervon bekommt jeder mit seinenen vielen "Jahresendabrechnungen" zu spüren. Das müsste sich wieder grundlegend ändern.

2.
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15.09.2012 14:32 Uhr von mort76
 
+0 | -3
 
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Roskalnikow, er wollte es ja, aber er fand selbst nach längerer Suche das Gehirn nicht.
Er rief kompetente Kollegen...sie konnten ihm nicht helfen.
Die Lösung fand sich dann per Mikroskop. Doch für nanoskopische Neurooperationen ist die Zeit wohl noch nicht reif, man entschied sich also für eine Komplettamputation...das Resultat dürfen WIR nun ausbaden.
Man hätte sich wohl gleich an ein spezialisiertes Trollkrankenhaus wenden sollen...
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15.09.2012 18:01 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -0
 
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@ Nils: Ja, das dritte Minus war von mir ;)

Du hast im vorherigen Kommentar geschrieben, dass man Leuten aus bestimmten Ländern den Zugang zum Ärzteberuf erschweren bis unmöglich machen solle. Warum, wenn sie ihre Ausbildung und Eignung nachweisen können?

Meines Wissens erfolgt die Bezahlung in Krankenhäusern und Uni-Kliniken nach Tarifverträgen. Das Argument der billigeren Arbeitskraft kann ich also nicht nachvollziehen. Ich würde das Problem eher darin sehen, dass Magdeburg nun nicht unbedingt zu den Städten zählt, in denen die Leute schon immer leben wollten.

Woher stammt die Information, dass der Arzt aufgefordert wurde, Dokumente nachzureichen? In der News und der Quelle finde ich nichts in der Hinsicht.

Ich bezweilfe sehr, dass insbesondere Uni-Kliniken die Qualifikationen ihrer Ärzte egal sind. Es geht schließlich nicht zuletzt um den Ruf der Klinik.
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16.09.2012 09:17 Uhr von HansBlafoo
 
+1 | -0
 
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Man sollte aber erwähnen das er, bevor er an die Universitätsklinik in Magdeburg ging, bereits an anderen Kliniken in Deutschland tätig war. Da haben also einige gepennt und die Uni-Klinik in Magdeburg hat sich dann wohl gedacht, dass sie dann nicht mehr genau hinschauen müssten, da andere Kliniken das wohl schon erledigt hätten.

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