13.09.12 17:55 Uhr
 97
 

Prozess um Genozid im Kambodscha: Ex-Ministerin frei wegen Demenz

Aus gesundheitlichen Gründen wurde die Ex-Sozialministerin Kambodschas, Ieng Thirith, freigelassen, sie könne in absehbarer Zeit nicht an Verhandlungen teilnehmen. Die Entscheidung über Schuld oder Unschuld sei jedoch noch nicht gefallen.

Die Anklagepunkte werden nicht fallengelassen, so das Tribunal. Die 80-Jährige ist die Schwägerin des einstigen Herrschers Pol Pot, welcher der Hauptverantwortliche für den Tod von zwei Millionen Menschen zwischen 1975 und 1979 ist. Sie galt zur Zeit der Roten Khmer als "First Lady" Kambodschas.

Der Antrag zu Freilassung der Angeklagten wurde damit begründet, dass sie ein gesundheitliches Stadium erreicht habe, in dem man nichts mehr zur "Verbesserung ihrer kognitiven Fähigkeiten" beitragen könne. Damals starb ein Viertel der Bevölkerung durch Hunger, Krankheit, Folter und Hinrichtungen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: flep
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Prozess, Minister, Demenz, Kambodscha, Genozid, Rote Khmer
Quelle: diepresse.com
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

1 User-Kommentar Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
13.09.2012 17:55 Uhr von flep
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Ja klar, wenn das ein Grund ist freigelassen zu werden und seinen Kopf so aus der Schlinge zu ziehen, wäre ich wahrscheinlich plötzlich auch furchtbar krank und hätte irgendwie alles vergessen was mal war.

Refresh |<-- <-   1-1/1   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?