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Pharmahersteller Fresenius beschränkt Vertrieb von Hinrichtungsgift Propofol

Der deutsche Pharmakonzern Fresenius Kabi beschränkt ab sofort den Export des Narkotikums Propofol an die Vereinigten Staaten. Der Pharmahersteller gab dies bekannt, nachdem nun im US-Bundesstaat Missouri veröffentlicht wurde, dass man künftig Propofol bei Hinrichtungen einsetzen werde.

Bislang hält Fresenius Kabi das Monopol in den Vereinigten Staaten, was den Vertrieb von Propofol betrifft. Großhandelskonzerne müssen sich künftig schriftlich verpflichten, das Mittel nicht an Justizbehörden, Gefängniskliniken oder Gefängnisse zu liefern.

Die Großhändler müssen sich zudem verpflichten, jede Bestellung einzeln zu überprüfen. Wer gegen die Vorgaben von Fresenius Kabi verstößt, bekommt die Vertriebslizenz für Propofol entzogen. Fresenius hatte zuvor über einen kompletten Verkaufsstopp für die USA nachgedacht (ShortNews berichtete).


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Todesstrafe, Vertrieb, Einschränkung, Giftspritze, Fresenius, Pharmahersteller, Propofol
Quelle: taz.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.09.2012 17:26 Uhr von Allmightyrandom
 
+17 | -6
 
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Das: find ich gut! Keine Profitgier über Menschenleben!
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12.09.2012 17:56 Uhr von Trollvernichter
 
+7 | -7
 
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Die sollen halt wieder den elektrischen Stuhl verwenden. Den könnte man auch noch mit Solarstrom betreiben und so die Umwelt schonen.
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12.09.2012 18:56 Uhr von hulk0991
 
+8 | -0
 
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Propofol ist kein "Hinrichtungsgift" sondern ein ganz normales und sogar häufig verwendetes Narkosemittel, welches im Fall Michael Jacksons einfach nur verantwortungslos benutzt wurde.
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12.09.2012 19:10 Uhr von Bastelpeter
 
+1 | -10
 
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Zwar bin ich nicht fuer die Todesstrafe, aber warum sollte einem verurteilten Moerder, dem natuerlich die Schuld zweifelsfrei nachgewiesen sein muss, was nun in den U.S.A. nicht unbedingt immer der Fall ist, das Ableben durch eine Narkose auch noch angenehm gestaltet werden?
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12.09.2012 19:27 Uhr von Sarein
 
+2 | -3
 
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sehr gut fresenius irgendwer muss den ersten: schritt tun und andere werden folgen das system was die dor betreiben kann nicht korrekt

es dürfe einfach nicht mesncen umbgebracht werden
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12.09.2012 19:38 Uhr von Alice_undergrounD
 
+0 | -0
 
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whh. ist seit juni 2009 die nachfrage eingebrochen
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12.09.2012 20:03 Uhr von Bastelpeter
 
+0 | -2
 
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Ich hatte eigentlich erwartet, dass man die Ironie in meinem Beitrag entdecken moege, aber nunja...
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12.09.2012 23:33 Uhr von DerMaus
 
+0 | -1
 
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Respekt für Fresenius. Meine Meinung von dem Konzern ist jetzt besser, als jede Werbung sie je hätte machen können...

Mehr davon!
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13.09.2012 08:44 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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Bastelpeter, für solche Hinrichtungen werden derzeit beispielsweise drei Medikamente in Kombination eingesetzt- nun hat sich herumgesprochen, daß diese 3 Medikamente gerne mit Absicht in der falschen Reihenfolge gegeben, sodaß man nicht narkotisiert hingerichtet wird, sondern bei vollem Bewußtsein erstickt (dabei mal an die Schwammszene aus "the Green Mile" denken).
Da würde ich mir als Hersteller auch so meine Gedanken machen, ob es eine gute Werbung für mein Medikament wäre, wenn man als Hersteller mit sowas in Verbindung gebracht wird.
Oder mit Hinrichtungen im allgemeinen, wenn die Methode korrekt ausgeführt wird.

Wenn man als Hersteller sowohl mit dem Tod von Michael Jackson als auch mit Exekutionen assoziiert wird, kann das dem Geschäft kaum förderlich sein- andererseits ist der finanzielle Gewinn durch den Verkauf von Propofol für Hinrichtungen verschwindend gering.

Da sollte die Entscheidung leicht fallen, selbst, wenn man keine Moral, sondern nur Geschäftssinn haben solte.
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13.09.2012 09:38 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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tsunami, weil das ein stinknormales, überall gebräuchliches Narkotikum ist.

Pro Jahr gibt es in den USA ein paar dutzend Hinrichtungen, von denen einige aber Vergasungen oder Elekrtoexekutionen sind- was glaubst du, was man daran verdienen kann?
Propofol ist nicht teuer...

Wie soll man damit mehr Geld verdienen können, als einen ein möglicher Boykott oder die negative Berichterstattung kostet?

Also, Geld scheffeln die Pharmaunternehmen auf andere Weise, die haben es nicht nötig, wegen ein paar hundert Dollar ihren Ruf zu ruinieren...uns so bekommen sie sogar positive, kostenlose Publicity in den USA, wo es ja auch eine starke Anti-Todesstrafen-Bewegung gibt, und in Europa- sie sei ihnen gegönnt, in dem Fall.
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13.09.2012 14:32 Uhr von Kingbee
 
+2 | -1
 
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Als mein Proktologe: (für Sonderschüler: Arsch&Darmdoktor) mir neulich dir Rosette veredelt hat, hat er mich vorher mit Hilfe von Propofol (Achtung Sonderschüler: Nicht Popo-Voll) in das Land der Träume geschickt. Und dafür war ich ihm dankbar, denn dort dürfen ansich nur meine verschiedenen Damen hin...

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