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Moskau: Behörden genehmigen große Anti-Putin-Demonstration

Die Moskauer Behörden haben eine groß angelegte Kundgebung der Opposition gegen Präsident Wladimir Putin genehmigt. Die Demonstration soll am kommenden Wochenende stattfinden. Die Proteste gegen Putin laufen bereits seit Dezember 2011.

Ein Beamter der Abteilung Sicherheit im Moskauer Rathaus bestätigte, dass eine Einigung erzielt wurde und dass eine Kundgebung sowie ein Marsch durch die russische Hauptstadt am kommenden Samstag abgehalten werden. Ähnliche Aktionen wurden gleichzeitig in den meisten großen Städten Russlands angekündigt.

Die Demonstranten in Moskau werden sich am zentralen Puschkin-Platz versammeln und zu Fuß entlang der Boulevards zur Sacharow-Straße gehen, sagte der Beamte weiter. Die Vereinbarung müsse nur noch durch den stellvertretenden Bürgermeister unterzeichnet werden.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Protest, Moskau, Demonstration, Wladimir Putin, Genehmigung
Quelle: www.rnw.nl

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12.09.2012 17:58 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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Die Demo wird wahrscheinlich nicht stattfinden: "Die Vereinbarung müsse nur noch durch den stellvertretenden Bürgermeister unterzeichnet werden."

Sollte die Demo doch stattfinden, so hängt ihr Erfolg von einem ganz zentralen Kriterium ab: Halten die Kameras der Fernsehsender drauf oder nicht.

Hierzu ein kleiner Umschweif: Die Montagsdemos in Ost-Berlin oder Leipzig, `89 - waren AUCH deshalb erfolgreich, weil ARD und ZDF ihre Kameras draufgehalten und live darüber berichterstattet haben. Die DDR, die sich der Weltöffentlichkeit als "Friedensstaat" präsentieren wollte, KONNTE also gar nicht ihre Muskeln spielen lassen und die Demos brutal (wie einst am 17. Juni `53) zerschlagen. Das hätte dermaßen am Weltbild gerüttet, dass man die DDR, von dessen pol. Überleben die Parteiführung weiterhin ausgegangen ist, sofort hätte abschreiben können.

Ähnlich ist es in Russland: Putin stellt sich als gewählter und legitimer Herrscher dar; ein brutales Vorgehen stellt das demokratische Antlitz (welches man in Russland und vor der Weltöffentlichkeit unter allen Umständen aufrechterhalten möchte) in Frage (deutlicher, als man es ohnehin schon tut), was den Staat ins Wanken bringen würde. Freilich müsste die Berichterstattung vom Ausland her erfolgen - in russischer Sprache - da die "Medien vor Ort" ihrerseits Repressalien fürchten.

Dessen ist man sich natürlich auch in Russland im Klaren, weshalb ich nicht davon ausgehe, dass der "stellvertretende[.] Bürgermeister unterzeichnen [wird]."

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]

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