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Ärzte kämpfen gegen die Legalisierung von Beschneidungen

Diskussionen über Beschneidung bei Kindern werden normalerweise über die schrecklichen Mädchenbeschneidungen geführt, doch nun rückt die Beschneidung jüdischer und muslimischer Jungen verstärkt in den Fokus der Diskussion.

Vor einiger Zeit sorgte das Urteil eines Richters, dass die Beschneidung bei Jungen nicht rechtens sei, für Unruhe bei verschiedenen religiösen Gruppen. Daraufhin wurde ein Gesetz ausgearbeitet, das diese Beschneidung legalisieren soll. Ärzte lehnen sich nun jedoch gegen diese Initiative auf.

Mit einer Unterschriftensammlung will man den Gesetzesentwurf stoppen. Die Vorhautentfernung bereite nicht nur Schmerzen, sondern führe auch zu psychischen Schäden. Das Kindeswohl stehe bei diesen Vorgehen nicht im Vordergrund, sodass das Gesetz nicht unterstützt werden kann.


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WebReporter: Sterchen
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Gesetz, Beschneidung, Legalisierung
Quelle: www.volksfreund.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.09.2012 15:53 Uhr von phiLue
 
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12.09.2012 16:32 Uhr von GroundHound
 
+25 | -2
 
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Egal: Die Meinung von Experten, die enorme Mehrheit in der Bevölkerung gegen gewaltsame Zwangsbeschneidungen von wehrlosen Kindern... all das wird unsere Politiker und Journalisten nicht anfechten. Für religiöse Sekten soll erlaubt werden, wehrlose Kleinkinder und Säuglinge zu quälen und schwer zu verletzen.
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12.09.2012 16:35 Uhr von Smashpottklaus
 
+28 | -1
 
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Unrecht: wird nicht zu Recht, nur weil eine alte Religion dies seit Jahrtausenden praktiziert.

Wir müssen alle Traditionen auf ihren Sinngehalt abklopfen, Religionen und ihrer Praktiken werden wohl dabei (hoffentlich) als erstes abfallen.
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12.09.2012 16:48 Uhr von Nathan01
 
+15 | -1
 
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Moratorium: Die Ärzte, Menschnerechtler und auch die jüdischen Beschneidungsgegner fordern ein Moratorium von zwei Jahren und Aufklärung über Folgen und Risiken der Beschneidung. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, da auch in anderen schwierigen gesellschaftlichen Fragen erst eine breite gesellschaftliche Diskussion erfolgte bevor entschieden wurde. Hier aber möchten Politiker und die betroffenen Religionsverbände genau diese Diskussion vermeiden, ja verhindern. Der Antrag des Bundestages war dementsprechend auch nicht ergebnisoffen.
Ich finde es sehr gut, dass hier Fachleute Klartext reden und den Weg über die Öffentlichkeit wählen, damit vor allem die Politiker nicht weiter verharmlosen und weiter dumme Behauptungen aufstellen können.
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12.09.2012 17:21 Uhr von Ocain
 
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12.09.2012 17:29 Uhr von atrocity
 
+17 | -2
 
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@Ocain: "Als Mann hat man durchaus Vorteile im Bett, da man nicht mehr so empfindlich ist."

Das mag sein. Ich kenne aber auch mehr wie eine Frau die sich über ihre beschnittenen Partner aufregen weil es einfach Ewigkeiten dauert bis er endlich kommt. Der Effekt mag nicht bei jedem so sein, aber wo der Vorteil in einer abstumpfung von Gefühlen liegt erschließt sich mir nicht so ganz.

Die Amis haben die Beschneidung übrigens einem Herrn Cellogs zu verdanken. Der fand das nicht aus hygienischen Gründen gut sondern weil man damit den kleinen Jungs den Spaß am "ungesunden" onanieren nehmen wollte.
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12.09.2012 17:33 Uhr von Bildungsminister
 
+13 | -1
 
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Es geht doch aber nicht nur um den medizinischen Aspekt, wenngleich der nicht minder wichtig ist. Aber sollte nicht jeder Mensch die Wahl haben danach zu leben wie er es will, im Rahmen unserer Normen, bzw. Gesetze?

Was aber nun, wenn jemand, der als Kleinkind beschnitten wurde, mit 18 entscheidet, dass ihm das alles zu doof ist, und er lieber Atheist, oder auch irgend etwas anderes werden will? Kann er diese Entscheidung dann noch ohne Einschränkung fällen?

Eigentlich doch nicht, weil irgendwann mal bestimmt wurde, welcher Religion er anzugehören hat, ohne das er (oder sie) da ein Mitspracherecht hatte. Nun wird er natürlich seinen Weg gehen können, aber den Makel, die Beschneidung, die nicht mehr existente körperliche Unversehrtheit, den wird er für immer tragen.

Daher gibt es eben auch vieles was aus anderen Gründen dafür spricht, dass man wartet, bis jemand, dann ein Jugendlicher, dass selbst, aus freien Stücken entscheiden kann.

Ich will hier gar nicht Partei für eine der Seiten ergreifen, und auch hier gilt Leben und Leben lassen, aber wie weit sollte in so einem Fall das Selbstbestimmunsgrecht der Eltern gehen? Geht es am Ende darum, weil man es nicht sieht? Wäre es nicht das gleiche, wenn eine Religion vorsieht das Kindern ein Teil vom Ohr entfernt werden muss? Wo wäre der tatsächliche Unterschied, mal davon ab, dass das eine direkt sichtbar wäre?

Und wo wir hier bei Religion sind - Hat denn Gott die Vorhaut dort hingepackt, damit wir sie wieder abschneiden?

Das Thema ist einfach komplex, und im Zweifel sollte doch das Wohl des Kindes an Position 1 stehen, und danach erst mal ganz lange Zeit nichts mehr kommen. Vor allem moralisch, ethisch und philosophisch darf man da wohl einiges diskutieren.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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12.09.2012 17:52 Uhr von Katzee
 
+11 | -2
 
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@ Ocain: "Die schmerzen waren kurz und gering. Man wird ja auch lokal betäubt"

Bei jüdischen Beschneidungen werden die Säuglinge nicht betäubt. Ein Rabbiner sagte zu diesem Thema, ein Tropfen Wein als Betäubung reiche da vollkommen aus. Das ist Körperverletzung miesester Sorte. Ob die Moslems ihre Kinder lokal betäuben, weiss ich nicht. Vielleicht kann ja hier mal einer der Herren dieser Glaubensrichtung mir da Auskunft geben.

[ nachträglich editiert von Katzee ]
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12.09.2012 17:57 Uhr von GroundHound
 
+12 | -1
 
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@Ocain: Darum geht es doch nicht. Wenn sich jemand freiwillig, aus welchen Gründen auch immer Beschneiden lässt, dann sagt niemand was dagegen.
Es geht darum, dass Kinder und Säuglingen unnötige, starke Schmerzen zugefügt werden. Dass sie schwer verletzt (wenn man einen Mann auf der Straße überfällt, ihn gegen seinen Willen beschneidet, wird man wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht kommen) werden.
Das ist mit der heutigen Einstellung zur Unversehrtheit von Menschen einfach nicht mehr vereinbar.
Die gewaltsame Zwangsbeschneidung auch kann traumatisierend sein. Speziell bei den Muslimen, wo das Kind den Vorgang bewusst miterlebt. und die damit einhergehende Verletzung seiner Menschenwürde (was ist entwürdigender, als vor anderen Menschen am Genital manipuliert und verletzt zu werden).
Des weiteren wird in die sexuelle Selbstbestimmung des Menschen eingegriffen. Sex mit oder ohne Vorhaut unterscheidet sich. Und jeder hat das Recht, selbst zu entscheiden, ob er mit, oder ohne Vorhaut leben und Sex haben will.
Die religiöse Selbstbestimmung wird verletzt, weil das Kind den religiösen Stempel erhält, es wird wie Vieh gebranntmarkt.
Es ist diskriminierend, weil nur Jungs davon betroffen sind
DARUM geht es.
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12.09.2012 19:52 Uhr von Nathan01
 
+8 | -2
 
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@Ocain: "Man sollte mal lieber Männer fragen, die bereits beschnitten sind und nicht welche, die nicht beschnitten sind, da diese Personen garnicht wissen können wie es ist."

Ihnen ist offensichtlich entgangen, dass bei der Pressekonferenz ein Betroffener, ein beschnittener Jude, dabei war und ausführlich über seine Probleme gesprochen hat. Es haben sich im Laufe der Diskussion auch schon andere Betroffene gemeldet und bitter beklagt.

Es reicht übrigens schon einer der Probleme hat um zu verdeutlichen, dass so ein Eingriff ohne zwingende medizinische Gründe, nie ohne Einwilligung des Betroffenen vollzogen werden darf.

Ich wüßte bei Ihnen zudem gerne wie sie denn den Unterschied beurteilen möchten. Sie hatten doch als Kind keine sexuellen Erfahrungen. Es geht nämlich nicht um das länger können, sondern um das sexuelle Empfinden.

PS. Ich würde meinen Eltern so einen Eingriff nie verzeihen. Das wäre ein Vertrauensbruch sondergleichen gewesen.

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