11.09.12 16:53 Uhr
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Medizin: Urteil - Krankenkassen müssen Transsexuellen Brust-Operation bezahlen

Das Bundessozialgericht hat dieser Tage ein Urteil zugunsten eines transsexuellen Klägers gefällt, der protestiert hatte, da er seine Brüste vergrößern möchte und die Krankenkasse deutlich machte, dafür nicht aufkommen zu wollen. Die Kassen zogen vor Gericht den Kürzeren.

Damit ist es nun amtlich: Männliche Transsexuelle, die gerne eine Frau sein möchten, haben einen Anspruch auf die Erstattung der Kosten einer Brust-OP. Das Gericht machte in diesem Fall eine Ausnahme und umging damit die Regelung, dass Kassen bei Eingriffen an gesunden Organgen nicht zahlungspflichtig sind.

Die Kassen dürfen dabei keine Behandlung an den Genitalien voraussetzen, obschon das Brustwachstum in Folge einer solchen noch erheblich angeregt werden kann. Das einzig gültige Kriterium ist dabei die präoperative Körbchengröße des Mannes, die "A" nicht überschreiten darf.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Urteil, Brust, Medizin, Operation, Brustvergrößerung, Transsexualität
Quelle: www.aerztezeitung.de