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Protest: Düsseldorfer Urologen trennen offiziell Privat- von Kassenpatienten

Aus Protest über die Honorar-Politik der gesetzlichen Krankenkassen hat jetzt eine Düsseldorfer Urologen-Gemeinschaftspraxis zu drastischen Mitteln gegriffen, welche unter den Kassenpatienten für Unmut sorgte.

Die Urologen trennten Kassen-Patienten strikt von Privatpatienten. In einen Schreiben an der Anmeldung war zu lesen: "Sie sind als Patient ihrer Krankenkasse noch einen Festpreis von 13,31 Euro im Quartal wert, und das bei Milliardenüberschüssen der Krankenkassen."

Deswegen könne der gewohnte Service nicht aufrechterhalten werden. Weiter wurde für die Kassenpatienten die sogenannte Fünf-Minuten-Medizin auf eine Zwei-Minuten-Medizin reduziert. Nach Protesten von Patienten wurde das Schreiben nun aber wieder zurückgenommen.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Protest, Krankenkasse, Privatpatient
Quelle: www.aerztezeitung.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.09.2012 11:09 Uhr von spencinator78
 
+29 | -20
 
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Solchen: Ärzten gehört ohne Umwege die Zulassung entzogen. Das mit den Kassen ist eine Schweinerei, ohne Frage. Aber deshalb die Patienten offen in gut und schlecht einzuteilen und die meisten damit zu diskriminieren ist eine Frehheit.
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11.09.2012 11:12 Uhr von leerpe
 
+11 | -9
 
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Jo spenc, dem ist nichts hinzuzufügen.
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11.09.2012 11:31 Uhr von Selle
 
+14 | -4
 
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Der Hinweis an die Patienten finde ich soagr gut. Mein Arzt hat mir das mal am PC gezeigt, als ich ein Rezept für Pyhsiotherapeuten haben wollte.
Er meinte ich müsste noch bis zum nächsten Quarttal warten oder er überweist mich an Orthopäden.

Die Ärtze machen zum größten Teil einen Draufleger. Wir müssen die unnötige Praxisgebühr bezahlen und die Kassen machen sich die Tasche voll.

Ich denke, die Aktion ist eher dafür Gedacht, die Leute darauf aufmerksam zu machen.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, das der Arzt die Behanldung wirklich so durchsetzt wie beschrieben
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11.09.2012 11:42 Uhr von gofisch
 
+5 | -3
 
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@selle: aufmerksam machen ist schön und gut, nur bringt es nichts die patienten zu drangsallieren. wer sich finanziell und gesundheitlich (ja, die privaten dürfen sich die kundschaft aussuchen) leisten kann in die private versicherung zu wechseln der hat es längst getan. der rest kann sich nur ärgern und den arzt wechseln. na wenn es das ist was sie wollen... bitte...^^
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11.09.2012 11:52 Uhr von Major_Sepp
 
+5 | -2
 
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gofisch: Fachärzte können sich in Deutschland sowieso alles erlauben was sie wollen. Es herrscht fast flächendeckend ein eklatanter Mangel an Spezialisten. In meiner Region haben selbst richtige "Arschlöcher", die Patienten verspotten und sie wie ein Stück Vieh behandeln mangels Alternativen die Wartezimmer rammelvoll. Und nicht nur das, der Andrang ist derart groß, dass teilweise tagelang das Telefon nicht mehr abgenommen wird. Wozu auch? Termine gibt es eh keine und wenn die Behandlung länger als die geplanten 5 Minuten dauert wirst du aus Kapazitätsengpässen ins KKH überwiesen egal welche Kleinigkeit du auch hast...

Keine Ahnung wie es anderswo aussieht, aber hier bekomme ich es langsam mit der Angst zu tun. "Bloß nicht krank werden...."
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11.09.2012 12:42 Uhr von jupiter12
 
+3 | -6
 
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Wir sollten alle Spenden, und einen Kranz am Mahnmal des Verhungerten Facharztes niederlegen!
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11.09.2012 12:48 Uhr von gofisch
 
+3 | -0
 
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@ Major_Sepp: ist bei uns nicht so viel anders, aber die auswahl ist halt grösser, da kann man schon enige male wechseln wenn der facharzt nichts taugt. der trend ist aber seit einigen jahren gut sichtbar, die gesetzlich versicherte werden meist nur als das nötige übel ertragen, erwarten sollte man nicht zu viel, weder von der wartezeit auf termin (2-3- monate kann es durchaus mal dauern, vor allem bei untersuchungen) noch vom arzt selber (fließbandtermine sind gang und gäbe). es gibt natürlich auch ausnahmen und vermutlich gar nicht so wenige. nur bis man einen guten, kompetenten facharzt gefunden hat vergeht manchmal echt viel zeit.

trotzdem ist so ein verhalten den patienten gegenüber untragbar. diese können nämlich nichts dafür und haben auch keinen druckmittel den krankenkassen gegenüber. somit ist es immer wieder das gleiche: mich ärgert einer der stärker ist (kk) dann abreagiere ich mich schön an einem schwächeren (patient). ganz klasse. -.-

[ nachträglich editiert von gofisch ]
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11.09.2012 12:54 Uhr von hujiko-san
 
+6 | -1
 
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Hmm Finde ich persönlich sogar sehr gut. Wenn es niemanden gibt, der solche Statements in aller Härte setzt, kommt ja auch niemand ins Grübeln, oder bekäme gar mal den dicken Hintern vom Kissen hoch.

In Anbetracht der Härte der Ausbildung, und der Verantwortung, die Ärzte allgemeinhin zu tragen bereit sind, ist deren Entlohnung schlichtweg zu gering. Ähnlich sieht es auch bei den übrigen Pflegeberufen aus. Und da wundert sich tatsächlich noch wer, dass es einen eklatanten Ärztemangel gibt? Logisch, bei den gegenwärtigen Gegebenheiten bedarf es schon einer gehörigen Portion Idealismus, um sich der medizinischen Tretmühle auszuliefern, und dann auch noch hier zu versauern.

@spencinator
Das hat mit Diskriminierung nicht viel zu tun. Die KK-Mitglieder werden tendenziell immer mehr zur Kasse gebeten, und die KK erwirtschaften Überschüsse. Gleichermaßen probiert man, die Daumenschrauben auf Seiten der Ärzteschaft immer enger zu ziehen. Nö du, da tut der Hinweis: "Schauen sie doch mal: Das sind sie ihrer KK wert!" mehr als Not.

Im Übrigen bin ich strikt gegen eine Rückausschüttung der KK-Prämien, weil sich eben das langfristig rächen würde. Sinnvoller wäre es, diese Gelder in unser angeknackstes Gesundheitssystem zu pumpen.
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11.09.2012 13:05 Uhr von RUPI
 
+6 | -0
 
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Ich kann die Ärzte auch verstehen. Stellt euch vor ihr müsstet eine "Dienstleistung" erbringen, PC-Service oder Taxifahren, und ihr bekommt dafür pro Quartal nur 13,31 Euro egal wie oft der "Kunde" diese Dienstleistung in Anspruch nimmt. Da gibt es dann Kunden die zweimal die Woche kommen ....

Würdet ihr euch freuen und sagen "Alles kein Problem"?
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11.09.2012 13:32 Uhr von jupiter12
 
+2 | -6
 
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@hujiko-san In Anbetracht der Härte der Ausbildung, und der Verantwortung, die Ärzte allgemeinhin zu tragen bereit sind, ist deren Entlohnung schlichtweg zu gering......

Wie kommst Du darauf?
Die Ausbildung zum Arzt ist die teuerste Ausbildung ueberhaupt.Und jeder "Azubi" bekommt einen mehere Millionen Euro teure Ausbildung fuer ein paar Euro Studiengebuehr.Das heisst er nimmt gerne in Kauf das die kosten seiner Ausbildung von der Allgemeinheit getragen werden, er aber genau diese Abkassiert als Facharzt.

Das ist fuer mich Asozial! Das hat was von Schmarotzertum!
Wenn diese Arzte ihre Ausbildung "abarbeiten" wuerden, in Krankenhaeusern zu normalen Gehaeltern, waere das OK.

Oder sich dort ansiedeln wuerden wo sie gebraucht werden -
also im Laendlichen - waere das auch OK.

Aber aufs Land geht keiner.... zu viel Arbeit und nix los.
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11.09.2012 14:00 Uhr von Monstrus_Longus
 
+0 | -2
 
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Das ist: an sich aber nix neues. Mir hat mal jemand erzählt, sein ehemaliger Arzt hat irgendwann ein Schild an die Tür gehängt auf dem stand, dass er von nun an nur noch Privatversicherte behandelt. Möglich ist das schon, solange sich niemand gerichtlich wehrt. Aber das ist doch Quatsch. Ich geh dann doch lieber zu nem Arzt, dem es nicht nur ums Geld geht. Ich würd einfach umdrehen und zu nem anderen Arzt gehen. Gibt genug Urologen.
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11.09.2012 14:26 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -0
 
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@Monstrus_Longus: Aufgrund welches Gesetzes kann ich einen Arzt denn zur normalen Behandlung zwingen? Wenn der seine Kassenzulassung abgibt, dann können sich Kassenpatienten mal an die Nase fassen, mehr aber auch nicht.

Und ich rede nur vom normalen Arztalltag. Erste Hilfe bei Notfällen muss jeder leisten.
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11.09.2012 15:10 Uhr von Peter.Griffin
 
+0 | -2
 
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Rechnet nach: Bei 13,31 € für 5 Minuten liegt der Stundensatz somit bei 159,72 €. Soviel zu unterbezahlt. Klar liegt hier eine Mischkalkulation vor, da der eine oder andere mehr als einmal im Quartal kommt und somit "kostenlos" behandelt werden muss, aber es wird sehr dramatisch dargestellt.

Außerdem möchten die Ärzte ja die 5 auf 2 Minuten reduzieren, was natürlich ihr Honorar auf 399,30 € die Stunde erhöht. Bei der super "Leistung" an den Patienten völlig unterbezahlt?!
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11.09.2012 15:21 Uhr von jupiter12
 
+0 | -2
 
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@Monstrus_Longus: jeder Arzt kann wenn er will seine kassenaerztliche Zulassung zurueckgeben.
Macht nur keiner! Weil er von privaten nicht Leben kann. Seine Praxis Austattung finanziert er durch Kassenpatienten.
Und zu den 14 Euro pro Patient kommen noch Diagnosen, Anwendungen und Therapien.

Was die Aerzte da abziehen ist jammern auf hohem Niveau.

Wikipedia..... sag ich nur.
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11.09.2012 15:41 Uhr von Dracultepes
 
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@Peter.Griffin: Das heisst wenn ein Arzt einen Kassenpatienten 1 Stunde behandelt hat er 159,72 verdient? Denn so beschreibst du es.

Wir wissen ja beide dass das nicht stimmt.
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11.09.2012 16:01 Uhr von Peter.Griffin
 
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@Dracultepes: Natürlich nicht ;)
Wie ich auch bereits sagte, ist das alles eine Mischkalkulation. Vielleicht muss ein Arzt, auch wenn er nur 5 Minuten aufwenden will, mal 10 Minuten ran; ein anderer Patient ist ggf. auch schneller abgefrühstückt. Das ein Arzt aber einen Patienten eine ganze Stunde behandelt kommt so auch nicht vor - außerdem hat jupiter12 ganz Recht, was sonstige Bezüge betrifft.
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11.09.2012 16:02 Uhr von Aggronaut
 
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eure Rechnung ist: doch lachhaft.
Die Arzthelferinnen müssen auch bezahlt werden, davon hat jeder Arzt im Normalfall mindestens zwei, macht grob gerechnet schon mal 4000 die im Monat weg sind. Dazu kommt noch miete und Heizung und von irgendwas muss der Arzt auch noch leben.
ich weiss nicht wie sich das manch einer hier vorstellt, man geht arbeiten und sackt das ganze geld für sich ein??
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11.09.2012 16:23 Uhr von Peter.Griffin
 
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@ Aggronaut: Und deine Aussage ist nicht viel besser.
Das sind nämlich die von den Ärzten genannten Gründe, wieso diese 10% mehr haben möchten. Was ist das denn für eine Gehaltsanpassung? Durch die Notwendigkeit von Ärzten grenzen die Forderungen und daraus resultierenden Streiks an Erpressung. Außerdem gehören die Ärze beileibe nicht zu den Geringverdienern. Was aber passiert wenn die Ihre 10% durchsetzen: Die Beiträge werden erhöht und das vor allem auf Kosten des kleines Mannes.

Die Krankenkassen haben nur so viel Überschuss dieses Jahr, weil der Winter letztes Jahr so mild war und es zu weniger Erkrankungen und Verletzungen gekommen ist (Aussage von meinem Arzt!). Jedenfalls nicht, weil die Ärzte geprellt werden von den Kassen, wie die immer gerne behaupten.
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11.09.2012 16:42 Uhr von Aggronaut
 
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Peter.Griffin: was ist an meinen Aussagen verwerflich?

Die Krankenkassen streichen sich das Geld ein, zahlen sich Bonis aber Ärzte und Patienten müssen sehen wo sie bleiben? Fair ist das beileibe nicht. und im sinne des Staates dürfte das normalerweise auch nicht sein.

Die Krankenkassen führen sich auf wie Zuhälter.
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11.09.2012 17:23 Uhr von TomHao
 
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Wofür zahle ich eigentlich so viel Beiträge jedes Jahr, wenn ich dann trotzdem wie ein Patient zweiter Klasse behandelt werde.. Das ist ne Sauerrei...
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11.09.2012 17:24 Uhr von TomHao
 
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@Herrensocke: Einfach sagen Privatpatient... wenn du dann da bist, was wollen sie machen? Dich wieder heimschicken ? Würde ich sagen: oh hab ich wohl verwechselt...

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