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Frankreich vor drastischer Steuererhöhung

Nach massiver Kritik an Frankreichs Präsident Hollande, er würde die nötigen Schritte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und das mangelnde Wirtschaftswachstum nicht angehen, kündigt der Präsident nun eine massive Steuererhöhung sowie Haushaltskürzungen an, um zumindest den Haushalt zu sanieren.

2013 muss Frankreich sein Haushaltsdefizit von derzeit 4,5 Prozent auf drei Prozent drücken und dazu 33 Milliarden Euro in die Kassen spülen oder einsparen. Eingespart werden sollen zehn Milliarden Euro, 20 Milliarden Euro will Hollande durch Steuererhöhungen einnehmen.

Eine Reichensteuer von 75 Prozent ab einem Einkommen von einer Million Euro, eine Reform der Einkommenssteuer und eine stärkere Besteuerung von Kapitaleinkünften werden Privatleute belasten. Unternehmen werden ebenfalls eine Steuererhöhung spüren, größere Unternehmen allerdings stärker als kleinere.


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WebReporter: KingPR
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Frankreich, Reform, Einnahmen, Steuererhöhung
Quelle: www.faz.net

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.09.2012 08:05 Uhr von The_Outlaw
 
+17 | -3
 
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Zumindest: scheut er sich nicht davor, von Leuten/Unternehmen, die mehr Geld haben, auch mehr Geld zu fordern.
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10.09.2012 08:31 Uhr von saber_
 
+18 | -5
 
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moment mal reichensteuer von 75%?!

wer also 1million brutto verdient, der kriegt am ende 250k netto raus?!

klar sagen jetzt alle wie gut das ist, weil geld von denen geholt wird dies eh schon haben blablabla....


aber alter falter.... es ist nicht so als ob diese leute sich es nicht verdient haetten....

natuerlich kommen jetzt wieder die leute die behaupten dass die meisten es sich erstunken und erlogen haetten....aber genauso gibt es ja am anderen ende der besoldungskette hartz4ler die ihre leistungen erschleichen....


75% steuer und dann noch fast 20% mwst.... also nimmt sich der staat von denen 80%...


und gibt ja auch noch andere steuern....klar sind die verbleibenden 20 % immernoch mehr als ein normalsterblicher in 5 jahren verdient...aber dennoch nicht fair
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10.09.2012 09:03 Uhr von LucasXXL
 
+3 | -2
 
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der: hat doch nen knall. wer hat denn da noch lust geld zu verdienen. wenn das mit dieser steuerpolitik überhaupt noch geht, da sind doch pleiten vorprogrammiert!
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10.09.2012 09:49 Uhr von Ruthle
 
+2 | -0
 
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saber_: Die Steuer kommt doch erst ab, was über eine Million verdient wird, also der Betrag, der drüber liegt...oder habe ich das falsch verstanden?
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10.09.2012 10:07 Uhr von LucasXXL
 
+1 | -0
 
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klar. glaubst du das für eine Firma eine Millionen viel sind? Wenn das jetzt noch um ein vielfaches gekürzt wird bleib kaum was über und bei dem nächtsten Auftragsrückgang, geht die Firma pleite da sie die Löhne nicht mehr zahlen kann. Das ist das Problem bei festen Verträgen!
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10.09.2012 10:12 Uhr von Adam_R.
 
+3 | -1
 
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Ohne Mass und Ziel: Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass sowas "technisch" umsetzbar ist. Jeder Reiche kann es sich spielend leisten, einfach umzuziehen. Gerade in der heutigen Zeit kann mqan Kontinente in Stunden erreichen und dorthin fliegen wo man will. Wenn mir Frankreich zu teuer ist, ziehe ich superschnell in ein anderes Land.

Sicherlich ist es nicht schlecht, Reiche ein wenig stärker zur Kasse zu bitten, aber mqan sollte es nicht derartig übertreiben. Wenn ich 75(!) Steuern zahlen müsste, wäre das Einzige, das Hollande und Co noch von mir sehen würde eine Staubwolke. Ich muss schon sagen, dass die franz. regierung wohl kein Mass und kein Ziel hat.
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10.09.2012 10:20 Uhr von Adam_R.
 
+2 | -1
 
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@ Ruthle: "Die Steuer kommt doch erst ab, was über eine Million verdient wird, also der Betrag, der drüber liegt...oder habe ich das falsch verstanden? "

Interessanter Aspekt. Wenn dem so wäre sieht es gleich anders aus. Wenn man die ganzen News dazu liest, versteht man es erstmal so, dass die volle Steuer nicht ab der ersten Million gezahlt wird, sondern auch schon wenn man die erste Mio verdient hat nur noch 25% davon bekommt.
Wenn es so ist wie du schreibst, dann sehe ich es so, dass die kapitalistische Presse absichtlich falsche Stimmung aufkommen lässt. Auch im TV habe ich noch keinen Bericht gesehen dass die Steuer AB der ersten Mio greift.
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10.09.2012 10:31 Uhr von quade34
 
+0 | -2
 
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was kommt, wenn die: Millionenverdiener abgezockt sind? Es muß eine nächste Gruppe ausgeplündert werden usw. usw.
Wenn alle dann gleich Arm sind, außer natürlich Hollande und Konsorten, gibts nichts mehr abzukassieren und die Herrschaften geben auf. Bis die anderen das Land wieder vorangebracht haben, kann man sich ja schön ausdenken, wie man beim nächsten Coup noch mehr rausquetschen könnte. Ein Vorbild für Gabriel und Genossen.
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10.09.2012 11:04 Uhr von LucasXXL
 
+0 | -1
 
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was höre ich denn immer von: "Superreiche" he jede Firma die Angestellte und Arbeiter hat muß einen Millionenertrag haben, sonst sind sie gleich wieder weg vom Fenster. Also die Arbeiter! Glaubt ihr das ne Million viel ist?
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10.09.2012 11:28 Uhr von LucasXXL
 
+0 | -1
 
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irgendwie: fehlt da ein Teil in meinem Text :-) Da müssen am Ende die Arbeiter drunter leiden... wollte ich noch sagen.
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10.09.2012 12:47 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -1
 
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Wer wirklich > 1 Million verdient hat meist einen Betrieb und steckt das Geld in aller Regel in ein steuerlich absetzbares Objekt.
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10.09.2012 12:49 Uhr von sicness66
 
+3 | -1
 
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Das das immer noch nicht kapiert wird: Man zahlt nicht 75% von 1 Million Euro sondern jeder Cent der darüber liegt wird mit 75% besteuert. Also wer nach Abzug der regulären Einkommenssteuer noch 1 Million und 1 Euro zur Verfügung hat, zahlt nochmal 75 Cent drauf.

Was ich mich aber immer wieder verwundert frage: Jahrelang wird gegen konservative Regierungen geplärrt, dass sie die Reichen nicht schröpfen, Klientelpolitik machen und die übrige Bevölkerung ausnehmen wie eine Weihnachtsgans. Jetzt kommt jemand, der genau das macht, was vorher alle gefordert haben und das ist auch nicht in Ordnung ? Ist das nicht schizophren ?

Das Argument, dass alle Reichen nun das Land verlassen ist insofern nur teilweise richtig, denn der Reichtum sitzt nicht auf den Sparkonten, die man auflösen kann und verschwindet, sondern hängt in den jeweiligen Unternehmen (Betriebsvermögen). Das man hier das Kapital abzieht ist eher unwahrscheinlich weil Betriebsgefährdend. Außerdem ist die neoklassische Theorie, dass durch weniger Steuern mehr investiert wird, schon längst als falsch bewiesen worden.

Und seien wir ehrlich: Braucht ein Land unpratriotische Schmarotzer, die lieber das Land verlassen weil sie sich jetzt keinen dritten, vierten oder fünften Ferrari mehr kaufen können ?

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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10.09.2012 16:57 Uhr von Adam_R.
 
+2 | -1
 
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@sicness66: "Man zahlt nicht 75% von 1 Million Euro sondern jeder Cent der darüber liegt wird mit 75% besteuert."

Genau das ist der Knackpunkt. Die Nachrichten über dieses Thema kommen aber überall so rüber. dass man glaubt, dass wenn man eine Mio verdient hat, 75% abgezogen bekommt und nur noch 250K übrigbleiben. Das machen die von den Lobbyisten gesteuerten Schurken des Pressewesens garantiert mit Absicht so. Wer träumt nicht von der ersten Million? So erweckt man bei den Leuten den Eindruck, dass man mit solchen Gesetzen alle treffen könnte und nicht nur die Reichen. Wie man sieht, funktioniert es bestens. Auch ich muss gestehen, anfangs darauf reingefallen zu sein.
Aber man lernt ja gerne dazu. Ich weiss, wo ich mein Kreuzchen bei der nächsten Wahl NICHT mache.

[ nachträglich editiert von Adam_R. ]
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30.06.2013 17:42 Uhr von ladyinpink
 
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Einfach unfassbar.
Die, die gut verdienen werden immer weiter geschröpft.

Einfach lächerlich, sie würden selbst bei gleichem Steuersatz noch um ein vielfaches mehr zahlen, als die, die nicht so gut verdienen.

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