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"Tag der Sachsen": Wehrmacht-Fans sorgen für Eklat

Beim sogenannten "Tag der Sachsen" haben die "Militärfreunde Sachsen" für einen Skandal gesorgt. Die Hobbygruppe präsentierte sich unter anderem mit alten Uniformen aus dem zweiten Weltkrieg.

Zudem fuhren sie mit historischen Autos und Motorrädern der Wehrmacht durch die Stadt Freiberg.

Volker Külow von der Linken sah in den Vorfällen einen Skandal, der "kriegsverherrlichend" sei und mit dem eine "mörderische Maschinerie wie die Wehrmacht verharmlost wird".


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WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Tag, Militär, Sachsen, Eklat, Wehrmacht
Quelle: www.express.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.09.2012 19:21 Uhr von Showtek
 
+65 | -4
 
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Bitte aber auch bedenken. Die Wehrmacht ist nur eine Armee. Es sind weder Soldaten der SS oder SA. Daher finde ich es nicht schlimm bei so einer Veranstaltung eine solche Uniform zu tragen.
Es ist nunmal unsere Geschichte, sollen wir denn immer die Augen davor verschließen?
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09.09.2012 19:46 Uhr von ElChefo
 
+33 | -4
 
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Oha die Berufsempörten haben wieder etwas gefunden um ihrer Berufung nachzugehen: Der Empörung.

Seltsamerweise empört man sich nicht über die wöchentlichen Darstellungen in Saumur, Overloon, Bovington, Kubinka und so weiter.

...aber hauptsache, man hat was zum Rumstänkern gefunden. Genauso ein Schwachsinn wie diese Proteste gegen deutsche Fahnen bei einer WM. Soviel Zeit und Muße möchte ich mal haben, um mich mit so einem Müll zu beschäftigen.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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09.09.2012 19:48 Uhr von ElChefo
 
+29 | -5
 
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...eigentlich müsste ja die Überschrift auch lauten:

"Tag der Sachsen: Linke-Politiker sorgen für Eklat". Ohne sie hätte sich ja auch kaum wer gross aufgeregt.
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09.09.2012 20:13 Uhr von Malo0815
 
+7 | -2
 
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@news: Freiberg... nicht Friedberg.
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09.09.2012 20:21 Uhr von Montrey
 
+30 | -4
 
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Ich war da: neben Wehrmachtsuniformen, war die Rote Armee, US- Armee und britische Uniformen dabei ! Und absolut niemand hat es dort gestört hier wird mal wieder reinste Panik mache betrieben !
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09.09.2012 22:04 Uhr von d1pe
 
+10 | -5
 
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Was sagt eigentlich der Zentralrat der Empörten dazu?

Da scheinen einige zu vergessen, dass die Wehrmacht keine Unterorganisation der NSDAP war. Viele Soldaten habe tatsächlich für Volk und Vaterland gekämpft. Die meisten Kriegsverbrechen wurden von der SS, die Organisation der NSDAP war, begangen und nicht von der Wehrmacht. Dies bestätigt vor allem der Afrikafeldzug, der weitestgehend "sauber" geführt wurde, im Gegensatz zum Krieg im Osten Europas, wo die SS hinter der Frontlinie die Gebiete "gesäubert" hatte.

Deshalb wundert es einen umsomehr, dass es in Deutschland keinen staatlichen Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten aus dem ersten und zweiten Weltkrieg, sowie jetzt Afghanistan-Krieg gibt (Volkstrauertag erfüllt nicht diesen Zweck).
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09.09.2012 23:24 Uhr von Alice_undergrounD
 
+4 | -3
 
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nunja: die alten wehrmachtsuniformen sehen den aktuellen der bundeswehr garnicht mal so unähnlich, die haben halt einen bisschen moderneren schnitt und keine hakenkreuze mehr unterm reichsadler aber ansonsten sind sie im wesentlichen gleich geblieben, das nur am rande
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09.09.2012 23:31 Uhr von Frudd85
 
+3 | -2
 
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@d1pe: Ich glaube kaum, dass es hier darum geht, ob die Wehrmacht Parteiorganisation war oder nicht.
Klar hast Du Recht, die meisten "einfachen" Landser in der Wehrmacht nahmen für sich in Anspruch, einfach nur für ihr Vaterland zu kämpfen, Europa vor dem Bolschewismus zu verteidigen - aber genau das war auch die Motivation ideologisierter Parteisoldaten oder "Nazis" in Wehrmachtuniform - die Frage ist nur, was man darunter versteht. Denn es ist aus heutiger Sicht sehr wohl zu kritisieren, dass man bei der Verteidigung des Vaterlandes völkerrechtswidrige Angriffskriege (v.a. gegen die Sowjetunion) einschließt, die durch nichts provoziert waren. Da bedeutete "Verteidigung des Vaterlandes" eben Eroberung von Lebensraum nach Osten hin und dabei Liquidierung bzw. Versklavung der dortigen "Untermenschen". Diese Kritik richtet sich aber vor allem gegen die Wehrmachtspitze, die diesen Unfug kritiklos von Hitler und Schergen annahm und sich willfährig zu ihrem Instrument machte. Die Frage, wie viele einfache Landser diese Meinung teilten, ist spekulativ und nicht mehr zu beantworten. Insofern ist es aber mehr als verständlich, Kritik an der Organisation Wehrmacht zu üben.
Das mit dem "sauberen Krieg" der Wehrmacht ist übrigens ein längst widerlegter Mythos, ihre Verstrickung in die zahllosen Kriegsverbrechen im Osten längst belegt. Fraglich ist immer noch der Grad der Beteiligung der einfachen Soldaten, da reichen die Schätzungen von 5 bis 50 Prozent (wahrscheinlich ist wohl eine Zahl um die 15 % - bei einer ganz grob geschätzten Zahl von 3,6 Mio. deutschen Soldaten an der Ostfront (Stand 1941 - das soll nun nicht absolut stehen, dass die Zahl stark schwankte, ist klar) sind das ca. 540.000 Mann, die irgendwie in Verbrechen involviert waren). Dieses Problem wird sich aber wohl nie mehr lösen lassen - das einzige, das immer wieder auftaucht und erstaunt, ist der Grad des Wissens um die Verbrechen unter den Soldaten, wobei das aber keinesfalls als Täterschaft misszuverstehen ist.

Dass der Krieg in Afrika weitgehend "sauber" geführt wurde, ist auch ein mehr als verharmlosender Euphemismus. Dass es dort keine Massaker an der Zivilbevölkerung gab, lag schlichtweg daran, dass es im Vergleich zu Osteuropa kaum Zivilbevölkerung in der Kampfzone gab, geschweige denn Juden, "Bolschewisten" oder "Partisanen", gegen die sich die Verbrechen ja zu 99% richteten. Natürlich gab es auch in Nordafrika auch umkämpfte urbane Zentren, doch der Krieg spielte sich hauptsächlich in äußerst dünn besiedelten Wüstengebieten ab. Das Argument Afrika taugt also nicht zur Reinwaschung der Wehrmacht, dafür müssten die Verhältnisse ähnlich bzw. die intendierten Opfer überhaupt erst mal vorhanden sein. Im Gegenteil, die Pläne zum Umgang mit den Juden des Nahen Ostens (denn man plante schon mal vorsorglich für den Fall des Durchstoßes durch Ägypten in die Levante) deuten da auf einen sehr ähnlichen Charakter hin.

Es wäre fatal, alle 17 Millionen Deutsche, die zwischen 1939 und 1945 unter Waffen standen, als Verbrecher und Nazis abzuurteilen - doch ebenso fatal ist es, die Verstrickung der Organisation Wehrmacht und ihrer Angehörigen in die Verbrechen zu verharmlosen.

[ nachträglich editiert von Frudd85 ]
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10.09.2012 00:29 Uhr von ElChefo
 
+3 | -4
 
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@BastB danke für die Zeilen.

Ein echter Brüller. Macht das ganze Schauspiel ja sogar noch lustiger als ich es eh schon fand. Danke dafür.
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10.09.2012 10:00 Uhr von Schreiraupe
 
+1 | -0
 
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Es heißt ja immer noch Friedberg bitte ändern in FREIBERG!!

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