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Irak: Vizepräsident Tarik al-Haschimi wird in Abwesenheit zum Tode verurteilt

In der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde kürzlich ein gerichtliches Todesurteil gefällt. Betroffen davon ist der Vizepräsident des Landes, Tarik al-Haschimi. Bei dem Prozess war al-Haschimi allerdings nicht anwesend - er hält sich vermutlich in Katar auf.

Ihm wird vorgeworfen, für den Tod eines Generals und eines Anwalts verantwortlich zu sein. Bereits seit geraumer Zeit besteht ein internationaler Haftbefehl wegen "Führung und Finanzierung terroristischer Anschläge" gegen den Politiker. Ferner sollen seine Leibwächter an Anschlägen beteiligt gewesen sein.

Das Urteil wird auch als Ausdruck des noch immer anhaltenden sozialen Konflikts zwischen der schiitischen Mehrheit der Bevölkerung (rund 60 Prozent) und der sunnitischen Minderheit (rund 20 Prozent) verstanden. Al-Haschimi gehörte der sunnitischen irakischen Islam-Partei an.


WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Irak, Todesstrafe, Vizepräsident, Abwesenheit
Quelle: www.zeit.de

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