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SPD will steuerfinanzierte "Solidar-Rente" für Geringverdiener

In der Diskussion um Altersarmut bringt SPD-Parteichef Sigmar Gabriel nun als Vorschlag die "Solidar-Rente" ein. Als Mindestrente sieht die Partei 850 Euro vor, welche aus Steuermitteln finanziert werden soll.

Die Mindestrente soll beanspruchen können, wer 40 Jahre Vollzeit gearbeitet und mindestens 30 Jahre eingezahlt hat. Für Geringverdiener und Beschäftigte mit langer Arbeitslosigkeit soll die Grundsicherung durch die Solidar-Rente aufgestockt werden.

Vorgesehen ist auch ein Ausbau von Betriebsrenten, Verbesserungen bei Erwerbsminderungsrente Kindererziehungszeiten und die Absicherung von Selbstständigen. Der Renteneintritt mit 67 soll aber bleiben.


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WebReporter: netcafe
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Rente, Verbesserung, Geringverdiener
Quelle: www.welt.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.09.2012 09:13 Uhr von netcafe
 
+11 | -0
 
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Es beginnen bald wieder die Wahlkampfphasen, klar das sich jetzt alle mit Konzepten zu wichtigen Themen überschlagen. Aber ehrlich: Sind sich diese Konzepte nicht alle verdammt ähnlich? Ist Solidar-Rente nicht nur ein anderes Wort für Zuschussrente? Und sind all diese Worte nicht bloß eine schönere Umschreibungen für Hartz4 oder Sozialhilfe? Denn alle Begriffe meinen das eine: Grundsicherung. Finanziell ändert sich für den betreffenden Rentner ja nichts außer der Name der Bezüge.
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08.09.2012 10:10 Uhr von Finalfreak
 
+1 | -0
 
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Mal nicht immer gleich den Teufel an die Wand: Einen direkten Arbeitszwang wird es nicht geben, da es Menschenrechte gibt und außerdem, wie will unsere Regierung das durchsetzen, dafür ist deren Arm zu kurz.
Es ist aber fakt, das diese Idee der Solidarrente nicht durchsetzbar ist, soviel Geld ist gar nicht vorhanden.
Was ich mir aber vorstellen kann, ist das meine "Rente" später aus Lebensmittelkarten und einer zugewiesenen Wohnung aus Staatsbesitz sein wird, somit werden die Kosten minimal gehalten.
Oder aber, die Rente wird komplett gestrichen, die Pyramide ist ja langsam am kippen ...
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08.09.2012 10:43 Uhr von sicness66
 
+2 | -0
 
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Anstatt man: lieber wieder zur alten Rentenformel zurückkehrt, gegen die gescheiterte Privatvorsorge und Riesterrente eine echte Alternative aufzeigt, schafft man wieder etwas neues, was nach sozial klingen soll, aber nichts weiter ist als ein Bürokratiemonster ohne Wert und ohne Gerechtigkeit. Aber was will man von dieser SPD erwarten, die immer noch von Schröderianern geprägt ist. Die Linke wird sich bedanken...

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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08.09.2012 12:20 Uhr von Rebecca Bock
 
+1 | -1
 
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Neo-Liberal: Statt die Fehler in der Rentenpolitik zu beseitigen, bzw. endlich Freiberufler, Beamte und Selbstständige daran zu beteiligen, werden Konzepte hervorgerufen, die an der Realität vorbei gehen.

Selbst wenn der Gabriel-Vorschlag umgesetzt wird, werden etliche herausfallen:

40 Jahre Vollzeit arbeiten und mindestens 30 Jahre einzahlen.

Da die Ausbildungszeiten eh nicht mehr angerechnet werden, gelten also nur die Zeiten, in denen man in Lohn und Brot stand.

Wenn Leute heute nach 10 Jahren ALG-II immer noch keine Arbeit haben und sie in Rente gehen wollen, haben sie zum heutigen Stand, in dem sie 65 sind, höchstens dann die 40 Jahre Vollarbeit erledigt, wenn sie ab dem 15. Lebensjahr gearbeitet und damit Geld bekommen hätten.

Und das bitte kontinuierlich bis sie ins ALG-II kamen.

Also völlig unrealistische Angebote, nicht besser als das von der Leyen.
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08.09.2012 12:25 Uhr von Ich_denke_erst
 
+1 | -2
 
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Und wer zahlt das? Eine steuerfinanzierte Rente - welche Steuer erhöhen wir denn dafür? Die Mineralöl oder die Mwst.? Vielleicht auch die Lohnsteuer? Ich habe keine Lust für Leute zu zahlen die vielleicht ein Leben lang gearbeitet haben aber sich niemals weitergebildet oder nach einer besser bezahlten Position umgesehen haben. Es trifft doch dann wieder dioe derzeit arbeitende Bevölkerung.
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08.09.2012 17:12 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -0
 
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"Ich habe keine Lust für Leute zu zahlen die vielleicht ein Leben lang gearbeitet haben aber sich niemals weitergebildet oder nach einer besser bezahlten Position umgesehen haben."

Immer dieses Ich Ich Ich. Keiner will richtig Geld ausgeben aber die Arbeit soll doch erledigt werden. Man müsste meinen das eine Gesellschaft aus WIR besteht in der jeder Mensch nach seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten eingesetzt wird. Einer der nicht besonders helle im Kopf ist macht dann eben die zu ihm passende Arbeit, ja der Müll muss beseitigt werden, die Straßen sauber gehalten werden oder Fließbandarbeit in der Produktion, Hucker auf dem Bau. Diese ganzen Arbeiten sind wichtig, wenn du sie nicht als wichtig betrachtest dann stell dir vor diese Arbeit macht keiner was dann los wäre.

Das Problem ist die gerechte Verteilung bzw. die Vergütung dieser "niederen" Jobs.
Löhne drücken ist ok, wenns dann aber darum geht die Renten zu bezahlen weil die Leute für miesen geld arbeiten mussten dann ist es plötzlich nicht mehr ok.

Wie wäre es mit alle (und mit alle meine ich ALLE) zahlen in die Rente ein, sichern damit eine einheitlich hohe Rente die überall gleich ist (mit einer regionalen Abweichung wie auch Harz4 berechnet wird) und dann steht es jedem noch frei in eine private Rentenversicherung einzuzahlen.

Wie ich schon in anderen Beiträgen schrieb, normalerweise ist die Rente eine Sozialhilfe die immer von der jeweilig arbeitenden Bevölkerung erwirtschaftet werden muss und die nie so eingezahlt wurde wie sie danach ausgezahlt wird. Somit muss diese Rente überall gleich sein. Und Pensionen sollten eh abgeschafft werden, das ist eh eine Ungerechtigkeit die seinesgleichen sucht.

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