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Hartz-IV-Anwalt auf Feldzug - Jobcenter beschwert sich bei Anwaltskammer

Ein Rechtsanwalt aus der Lausitz hält das Cottbuser Sozialgericht auf Trab. Dieses Jahr hat er dort mehr als 2.500 Fälle eingereicht - von insgesamt 3.600 Fällen.

Das Gericht stöhnt über die Arbeitsbelastung und hat sich bereits bei der Anwaltskammer über dem emsigen Anwalt beschwert. Er selbst spricht von einem "Feldzug", denn er "kann das nicht verkraften, wie mit den Menschen im Jobcenter umgegangen wird".

Zwar sind nicht mal 50 Prozent seiner Klagen erfolgreich und auch die Anwaltskollegen sehen ihn kritisch, doch ihm geht es darum, die Missstände in den Behörden aufzudecken. Geld verdient er mit den Hartz-IV-Klagen aber kaum. Einkommen erzielt er mit anderen Fällen.


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WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Fall, Anwalt, Jobcenter, Sozialgericht
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.09.2012 08:48 Uhr von untertage
 
+89 | -4
 
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Mal anders gesprochen Knapp die Hälfte der Klagen sind erfolgreich...ist doch ein guter Schnitt für einen Anwalt und scheinbar gibt es im Osten einige Mißstände wenn 50% der Klagen erfolgreich sind.
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06.09.2012 09:07 Uhr von rolf.w
 
+79 | -3
 
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Interessant: Anstatt die Missstände abzustellen, beschwert man sich über den Anwalt. Das sagt doch viel mehr über die dortige Verwaltung als die Summe der erfolgreichen Klagen.

Die dortige Verwaltung scheint sich für etwas Besseres zu halten, dass man nicht hinterfragen darf und das grundsätzlich fehlerfrei ist.

Ich wünsche mir viel mehr solcher Anwälte.
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06.09.2012 09:45 Uhr von rolf.w
 
+22 | -0
 
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@ Menschenhasser007: ".... kann ich das harte durchgreifen verstehen."

Aber auch diese harte Durchgreifen muss im Rahmen der Gesetze erfolgen und nur darum geht es. Die Jobcenter stehen nicht über dem Gesetz, auch wenn sich so manch ein "kleiner" Verwaltungsangestellter manchmal für den Gottvater höchstpersönlich hält.
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06.09.2012 09:51 Uhr von ZzaiH
 
+15 | -0
 
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der reicht: 2500 ein und hat nen schnitt von 50% erfolg...
und das JC beschwert sich...
DIE haben 1200 fälle versaut
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06.09.2012 09:56 Uhr von rolf.w
 
+20 | -2
 
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@ ImmerNurIch: " Typen wie Arno Dübel...."

Sind nach Script aufgebaute Medienfiguren, deren Darstellung mit der Realität nur wenig zu tun haben. Diese Figuren dienen nur dazu, ein Klischee zu bedienen, damit Leute die nicht gerne nachdenken, ein Ziel haben, auf das sie sich einschießen können.
Oder wie viele Arbeitslose kennst Du, die einen eigenen Manager haben? :-)
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06.09.2012 09:56 Uhr von PeterLustig2009
 
+2 | -21
 
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06.09.2012 09:58 Uhr von Atze2
 
+20 | -0
 
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lieber 10: solcher Anwälte die für wenig Geld Menschen helfen, als einen gewinnorientierten Abmahnanwalt.
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06.09.2012 10:07 Uhr von newschecker85
 
+2 | -17
 
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06.09.2012 10:15 Uhr von TeleMaster
 
+13 | -0
 
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Wenn über 50% aller Klagen erfolgreich sind, dann sind das schon keine Einzelfälle mehr, dann steckt System hinter den "Fehlern" dahinter; und das ist widerlich.

Ich hoffe die können dem Anwalt nicht an die Karre pinkeln und er zieht sein Ding durch. Und zwar solange bis die Gerichte feststellen, dass auch JobCenter sich an gewisse Regeln zu halten haben, ohne dass man seine Rechte erst einklagen muss. Möchte gar nicht wissen, wieviele Klagen irgendwie doppeltgemoppelt sind.



[ nachträglich editiert von TeleMaster ]
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06.09.2012 10:28 Uhr von Funkensturm
 
+5 | -0
 
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oh mann: ja ma kann immer arbeit finden das stimmt aber dann wie wenn ma knapp mehr geld wie harz4 bekommt da versteh ich es warum ma nich arbeiten will (leihfirmen usw). Wer will scho für 50 oder 100 euro mehr im monat sich 40 std pro woche demütigen lassen.
wenn ich das les ja in meiner umgebung find ich immer arbeit dann hast du ne gute ausbildung und auch den richtigen beruf gelernt find ich super aber 10 andere haben nich das glueck und dürfen sich mit leihfirmen zufrieden geben.

Die meisten h4 ler wollen arbeiten es gibt immer ausnahmen den dübel oder wie der heißt und der wird in den Medien dann hochgepusht.

Zurücl zur news klasse welcher anwalt macht für kaum gewinn immer wieder solche prozesse. Wenn so viel Fehler passieren dann würd ich erst ma ne Untersuchung im standort vom Amt machen weil das kann ja irgendwie nicht sein das das so oft passiert.

In dem Sinne schönen tag
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06.09.2012 12:39 Uhr von Alice_undergrounD
 
+3 | -0
 
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war: ja klar dass die versuchen ihn fertig zu machen

durchhalten!
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06.09.2012 13:13 Uhr von Pirat999
 
+1 | -0
 
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Prozesskostenhilfe soll eingeschränkt werden: Dazu passt diese Meldung

http://www.lto.de/...

und diese Informationen

http://www.chefduzen.de/...
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06.09.2012 13:18 Uhr von hujiko-san
 
+7 | -0
 
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@newschecker85: Warte du mal ab, bis du ein wenig älter wirst. Mit Mitte Zwanzig ist das alles noch easy-going. Mit 50 sieht die Welt dann schon ganz anders aus, wenn man ein wenig Pech hat. ^^

@PeterLustig
Das System zu kompromittieren ist also keine Lösung? Pardon, aber ein System hat naturgemäß Ecken und Kanten. Die gilt es schonungslos aufzuzeigen. Nur so kann sich ein System entwickeln. Übertoleranz führt zu Stagnation.
Natürlich kann jeder aus H4 heraus, so er denn möchte. Bleibt natürlich auch immer die Frage, ob das denn auch sinnvoll für den Betreffenden ist. Das "System" legt bei der Entscheidung über das Verfahren mir gegenüber kaum moralische Maßstäbe zu Grunde. Demzufolge gründe ich meine Entscheidung gegenüber der Gesellschaft auch nicht auf moralische Beweggründe, sondern rechne ganz rational nach.
Das heißt: Für 50€ mehr im Monat, weigere ich mich schlichtweg 50 Stunden pro Woche zu arbeiten und täglich zwei Stunden Arbeitsweg in Kauf zu nehmen. Am schlimmsten bedient sind die sogenannten Aufstocker: diese betreiben diesen Aufwand für lau, letztlich "um ihre Ruhe zu haben."

Das inflationäre Rumgesabbel von Bescheidenheit und Flexibilität ist vollkommen deplatziert. Wie bescheiden und flexibel soll denn das untere Ende der Nahrungskette bitte noch werden, während sich die soziale Schere immer weiter öffnet, und ein immer geringerer Anteil der Bevölkerung immer mehr verdient, während ein immer größer werdender Teil trotz Lohnarbeit kurz davor steht, am Hungertuch zu nagen?

Mal davon ganz abgesehen, betrifft es eben nicht jede Altersklasse, dass es möglich ist, eine Anstellung zu finden, so man denn will. Obendrein existiert dort draußen noch ein Heer von EU-Rentnern, die auf Grund ihrer Einschränkungen kaum Arbeitsplätze finden können, und dennoch bei allem Bemühen permanent von Seiten der Ämter gegängelt werden.

Pardon, aber eine derartige Einstellung kann man nur aus einer der wenigen krisenfesten Positionen heraus, unter notorischer Verweigerung jeglicher Empathiefähigkeit vertreten. Zumeist kommen derartige Parolen ja auch nur aus Ecken, die Interesse daran haben, dass ein möglichst großes Heer ausbeutbarer Billiglohnsklaven zur Verfügung steht.

Und das aus meiner Perspektive als hart arbeitender Student und Freiberufler in relativ zukunftsträchtigen Metiers, der weit davon entfernt ist, auf H4-Niveau sein Leben bestreiten zu müssen.
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06.09.2012 13:22 Uhr von DerMaus
 
+1 | -0
 
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Komisch, dass ein Anwalt mit seiner Arbeitskraft ein ganzes Gericht lahm legen kann. Immerhin arbeiten im Gericht ein ganzer Haufen Leute, während eine Kanzlei mit 2-3 Angestellten auskommt...
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06.09.2012 14:23 Uhr von Madam_Sprout
 
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ich empfehle mal http://www.gegen-harz4.de

Dort gibt es einen interessanten Bericht über Klagen gegen das Jobcenter.
Darin ist unter anderem zu lesen das das Amt ca. 85% abwendet indem es vor der Verhandlung einlenkt.
Wenn von den verbleibenden 15% dann auch noch die hälfte erfolgreich ist, dann sind das 92,5% der Fälle die positiv für den Harz4 empfänger geklärt werden konnten.
Glückwunsch.
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07.09.2012 12:34 Uhr von RASchleicher
 
+1 | -3
 
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mir kommen die Traenen: wer hier positiv über die Taetigkeit dieses "Kollegen" berichtet und Beifall klatscht, kennt den Sachverhalt und die Arbeitsweise dieses RA nicht. Dieser werte Kollege hat teilweise ohne Kenntnis des Mandanten und ohne Auftrag Klagen gegen das AA geführt !! Er betreibt das Geschaeftsfeld tatsaechlich wie sog. Abmahnkanzleien. Bei über 3.000 Klagen in einem oder zwei mag man sich über die inhaltliche Substanz dieser Klagen schnell selbst ein Bild machen. Klagen beim Sozialgericht nicht begründet werden, es besteht Amtsermittlungsgrundsatz.

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