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DNA von Ureinwohnern einfach verkauft: Ecuador will US-Wissenschaftler verklagen

In Ecuador ist man aktuell empört: so sollen US-amerikanische Forscher das Erbgut von hier ansässigen Waorani-Indianern ins Ausland verkauft haben. Nun soll gerichtlich ermittelt werden, ob hier ein Verstoß gegen geltendes Recht besteht und ob indigene DNA ein Kulturgut darstellt.

Offenbar war die Kommerzialisierung der DNA ohne das Einverständnis der Waorani erfolgt. Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa kündigte bereits an, den Fall vor einem internationalen Gericht klären zu wollen: "Das widerspricht jeder Ethik. Wir werden nicht zulassen, dass dies straffrei bleibt."

Im Jahre 1991 waren zu wissenschaftlichen Zwecken Blutproben von erkrankten Maorani-Inidianern genommen worden. Diese sollen dann später über das der Universität Harvard nahe Coriell-Institut verkauft worden sein. Das Institut will die Proben nicht um des ökonomischen Profits willen verkauft haben.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kultur, Wissenschaftler, DNA, Ecuador
Quelle: www.zeit.de

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