04.09.12 16:46 Uhr
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Deutschland: Ärzte kündigen Streik an (Update)

Um höhere Honorare zu erhalten, kündigte ein Zusammenschluss von 24 unabhängigen Ärzteverbänden am heutigen Dienstag flächendeckende Maßnahmen für den September an.

Abstimmungen in den einzelnen Verbänden entscheiden nun aktuell über Dauer und Ausmaß der Praxisschließungen. Eventuell wird es erstmals zu deutschlandweiten vorübergehenden Schließungen kommen.

Während die ersten Abstimmungen bereits abgeschlossen sind und die Ergebnisse eine klare Streikbereitschaft signalisieren, schicken erste Mediziner ihre Patienten bereits zu anderen Ärzten oder in andere Krankenhäuser.


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WebReporter: NoPq
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Deutschland, Arzt, Streik, Praxis, Honorar
Quelle: www.ftd.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.09.2012 16:49 Uhr von Borgir
 
+10 | -4
 
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recht so: die Kassen heulen rum, dass kein Geld da sein soll. Wo sind denn die Milliardenüberschüsse hin verschwunden, von denen vor einigen Wochen nóch die Rede war? An die Patienten sind sie nicht zurückgegangen.....Sportwagen und Verwaltungsbunker...ein Urlaub mit ein paar N****n war wohl auch drin. Aber jetzt wieder rumheulen, es sei kein Geld da. Kriminelles Pack!!!!!

Die Ärzte sollen schön streiken!!!!!!! Sie haben vollkommen recht!
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04.09.2012 17:15 Uhr von DR_F33LG00D
 
+3 | -0
 
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Ärztestreik bedeutet weniger Todesfälle? Zitat aus dem Spiegelforum:
Gemäss einer im "British Medical Journal" vom Juni 2000 veröffentlichten Untersuchung gingen nach 3 Monaten Streik der israelischen Ärzte die Todesfälle massiv im ganze Land zurück. In Jerusalem berichtete das größte Bestattungsunternehmen von nur 93 Todesfällen im Monat Mai, gegenüber 153 Todesfällen im Vorjahr (1988: 133; 1997: 139)

Ähnliche Zahlen wiesen die anderen Städte auf. Einzige Ausnahme war Haifa. Dort gibt es nur ein Spital, und das Personal beteiligte sich nicht am Streik. Deshalb gab es dort gleich viele Todesfälle wie in den Vorjahren.
Die Jerusalemer Beobachtung war bei weitem kein Einzelfall: Bereits 1983 konnte man denselben Effekt bei einem 4,5 Monate andauernden Ärztestreik in Israel feststellen.
-----------------------------
Einen Rückgang der Todesfälle um 18% gab es 1976 in Los Angeles County, während die Ärzte dort streikten. Dr. Milton Roemer, der zu jener Zeit Professor für Gesundheitsfürsorge an der Kalifornischen Universität von Los Angeles (UCLA) war, untersuchte siebzehn von den größten Krankenhäusern im County. Während des Streiks hatte es demnach 60% weniger Operationen gegeben. Nach dem Ende des Streiks stiegen diese Zahlen umgehend wieder auf ihr altes Niveau.

Auch in Bogota, der Hauptstadt von Kolumbien, ist es schon zu einem Ausstand der Ärzte gekommen. Im "National Catholic Reporter" wurde demnach berichtet, daß es während dem 52 Tage andauernden Streiks 35% weniger Sterbefälle gab, was vom Nationalen Leichenbestatterverband bestätigt wurde."

http://forum.spiegel.de/...
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04.09.2012 17:43 Uhr von Pils28
 
+3 | -3
 
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@peterenis: Dann fahr mal ins Sauerland oder nach Mecklenburg und befrag ein paar Kinderärzte, was die so als auskommen haben. Und die Überschüsse gehen in nur eine Kasse und das der der Kassen und ihrer Vorstände. Übrigens gibt es schnell einmal Schadensersatzforderungen der Kassen an den Arzt, wenn er angibt mehr als die 3 Minuten mit dir geredet zu haben, obwohl du nur einen grippalen Infekt hattest. Die Wartezeiten entstehen, da von den Krankenkassen die Sprechzeiten vordiktiert werden.
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04.09.2012 17:45 Uhr von Atatuerke
 
+2 | -5
 
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jedem Arzt der streikt: würde ich die Kassenzulassung entziehen,dann können sie von den Privatpatienten leben wenn ihnen das lieber ist.

Die Überschüsse die die Kassen eingenommen haben werden
der Allgemeinheit zugute kommen.
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04.09.2012 17:48 Uhr von M2hott19
 
+0 | -1
 
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@Pils28: Das ist in Niedersachsen nicht anders. Leider wissen das die wenigsten Leute....
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04.09.2012 17:51 Uhr von Pils28
 
+1 | -4
 
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@Atatuerke: Warum sollen Ärzte nicht streiken dürfen? Und damit sollen die gerne mal anfangen. Nach spätestens zwei Wochen werden die Verantwortlichen erklären müssen, wieso gar kein niedergelassener Arzt mehr arbeitet. Mittlerweile wird soviel ambulant behandelt, dass Krankenhäuser keine nennenswerten Kapazitäten mehr aufweisen und die Gesundheitsversorgung nach Tagen zusammenbrechen. Ärzte sitzen an einem verdammt langen Hebel und solange nicht endlich in ausreichender Menge ausgebildet wird, werden sie es auch bleiben. Hätten die Gewerkschaftsführer wie IGM oder Ver.Di hätten wir in 14 Tagen Ausnahmezustand und Ärzte 50% mehr Honorar.
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04.09.2012 20:25 Uhr von Peter323
 
+1 | -0
 
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ich seh immer wieder auf den Arztrechnungen Posten, die niemals geleistet wurden und grundsätzlich wird immer der höchste Satz genommen, egal zu welchem Arzt man geht.

Ich habs aufgegeben, die Rechnungen jedesmal zu verhandeln, das kostet einfach zuviel Zeit und Nerven.
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04.09.2012 21:47 Uhr von owenhart
 
+0 | -0
 
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Wenn: auf den Rechnungen posten sind die nicht stattgefunden haben kann man sowas natürlich reklamieren dann wird die Rechnung korrigiert.
Inzwischen gibt es ja auch viele Ärzte die garkeine Kassenpatienten mehr nehmen sondern nur noch private...
Es wird eh nicht mehr lange dauern bis eine Art Bürgerversicherung kommt...
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04.09.2012 23:28 Uhr von Flol
 
+0 | -2
 
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Wenn 40 Mio. für einen Fußballer gezahlt werden Wenn ein Profifussballer Millionen einstreicht hat keiner ein Problem aber wenn die Ärzte mehr Geld wollen ist das moralisch verwerflich?! Zu der Kassen / Privat diskussion möchte ich nur mal fragen wo man den lieber Arbeitet bei einem Arbeitgeber der den Mindestlohn zahlt oder der mehr zahlt für die gleiche Arbeit? Warum muss ein Arzt den Mindestlohn wählen?Man soll sich mal nur selbst vor die Entscheidung stellen.
Natürlich verdient ein Arzt nicht schlecht aber Piloten tun das auch und streiken immer wieder oder aus aktuellem Anlass die Flugbegleiter. Nur wenn ein Arzt mehr Geld bekommt für eine Leistung dann kann er auch mehr Zeit dafür Aufwenden, letztendlich kommt das wieder den Patienten zu gute.Was bei den anderen Streikenden nicht immer der Fall ist.
Gute Versorgung kostet Geld genau wie gute Fußballspieler wenn wir weiterhin den Standart halten wollen müssen wir auch Anreize für die besten(oder wenigstens die Guten) schaffen hier zu arbeiten. Arbeit muss lohnen. Ich versteh nicht wie man auf den Zug der Politik aufspringen kann und sich voller Aktionismus dieser Tatsache verschließt. Qualität kostet immer, darum gehen viele spezialisten auch in andere Länder weil die bereit sind deren Fähigkeit zu honorieren.

[ nachträglich editiert von Flol ]

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