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Deutsche Haftarbeit als Alternative zu chinesischer Billiglohnproduktion

Immer mehr große deutsche Firmen, wie zum Beispiel der Gartengerätebauer Gardena oder der Autozulieferer ZF Friedrichshafen lassen ihre Einzelteile nicht mehr in China, sondern wieder in deutschen Gefängnissen anfertigen.

Gefängniswerkstätten, wie die baden-württembergische Vorzeigegefängniswerkstätte in Ravensburg, in der bis zu 95 Prozent der Insassen in den Werkstätten oder für Dienste für die Anstalt selbst arbeiten, haben eine große Palette an Produktionsmöglichkeiten.

Allerdings mussten sich die Gefängnisse im Zeitalter der Wirtschaftskrise und dem Outsourcing von Dienstleistungen auch dem freien Wettbewerb stellen. Der Lohn der Häftlinge, die der Arbeitspflicht unterliegen, geht zum Großteil an die Staatskasse. Die Häftlinge selbst verdienen sich ein Zubrot.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Haft, Produktion, Häftling, Alternative
Quelle: www.welt.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.09.2012 17:51 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+3 | -4
 
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Verrückt: Jetzt brauchen wir schon Straftäter um mit andern Ländern konkurrieren zu können.....da sag ich doch nur, baut viele Gefängnisse und verschärft die Gesetze, dann ist unsere Zukunft gesichert lol
Für ne geeignete Lösung halte ich das allerdings nicht wirklich :)

Kann mir das bei der ZF kaum vorstellen, muss ich sagen...die stellen doch Getriebeteile usw her !?
Wenns stimmt, dann sind die Gefängnisse bei uns echt gut ausgestattet, muss ich sagen.
Hm...da gabs sicher interne Deals...ihr gebt und Geräte, wir produzieren für euch Teile, ganz sicher sogar :)

[ nachträglich editiert von Bibabuzzelmann ]
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01.09.2012 17:51 Uhr von Katzee
 
+4 | -2
 
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Wieso nicht? Arbeit dürfte für die Häftlinge immer noch besser sein als stumpfsinnig den ganzen Tag in der Zelle zu hocken. Und wenn sowohl für den Staats als auch für die Häftlinge ein wenig Geld dabei heraus springt, ist das auch nicht von Nachteil.

Bei uns sollte ja eigentlich Resozialisierung für ein Leben nach der Haft im Vordergrund stehen. Wenn also die Häftlinge während der Haft arbeiten, dürfte ihnen die Arbeit nach der Haft leichter fallen - vorausgesetzt, jemand stellt sie mit ihrem Background an.
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01.09.2012 18:16 Uhr von JustMe27
 
+3 | -0
 
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Macht auch BMW die lassen in der JVA Straubing produzieren. Bremsschläuche glaube ich.
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01.09.2012 18:41 Uhr von mahoney2002
 
+3 | -0
 
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Unser Grill: der in einer JVA gefertigt wurde hat zwar etwas gekostet aber der stand hier 12 Jahre und war Wind und Wetter ausgesetzt.
Erst jetzt hat der Rost uns geschieden, schade.
Werde mir aber auf jeden Fall einen neuen von dort kaufen, die billigen Dinger sind da mit nicht zu vergleichen.
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01.09.2012 19:52 Uhr von MC_Kay
 
+1 | -6
 
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Kommt mir bekannt vor :/: Hatten wir sowas in der Art nicht mal vor über 70 Jahren angewendet?
Nur nannten sich die Gefängnisse zu der Zeit Konzentrationslager und die Gefangenen Juden. :/

Prinzipiell ist das eine Form der Sklavenarbeit.


Wenn man das jedoch in ferner Zukunft betrachtet, könnte man fast annehmen, dass die Gefängnisse mit Straftätern gefüllt werden, die nur Bagatelltaten begangen haben. Nur um den Bedarf an diesen "Sklaven" zu decken.

Fazit:
1. Lange Gefängnisstrafen für leichterere Vergehen
2. Mehr Arbeiter, die zu einem Hungerlohn arbeiten
3. Mehr Gefängnisse (Resultat aus 2.)
4. Baubranche boomt (Resultat aus 3.)
5. Mehr Aufseher (Resultat aus 3.)
6. geringerer logistischer Aufwand
7. Weniger Arbeitslose in der Statistik (Folge von 2. 3. und 5.)
8. Die Regierung wird "Wutbürger" einfacher los.
.....

Also nur Vorteile :D



/Ironie
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01.09.2012 20:48 Uhr von Petabyte-SSD
 
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LEUTE!!!! Begeht mehr St*af+at*n, und Deutschland wird (erst recht) wieder Exportweltmeister !!!!!
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01.09.2012 20:52 Uhr von Petabyte-SSD
 
+0 | -1
 
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@ scarecrow In Straubing ist so ein Hardcore-Gefängnis, war da schon oft drin...
Da kostet die Unterbringung eines Gefangenen glaub ich 150 oder 200 EUR am Tag, das ist mehr, als die Bediensteten dort verdienen(Irgendwie logisch, wenn man nachdenkt) --(Muss ned jeder verstehen,egal)
Also: Kosten für Kindermörder gleich 5-Sterne Hotel, für die Opfer... Wayne interessierts....
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01.09.2012 21:24 Uhr von HumancentiPad
 
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bald: werden wir wohl unsere Urlaubsreisen bei Gefangenen buchen so wie es teilweise in den staaten geschieht .
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01.09.2012 22:19 Uhr von killa_mav
 
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ist wohl nichts neues, dass Häftlinge in Gefängnissen arbeiten können.
Für den Häftling selbst ist es sicherlich auch nicht verkehrt. Er soll sich ja später in die Gesellschaft wieder eingliedern können.
Der Staat macht sicherlich kein Plusgeschäft, wenn man bedenkt, was alleine das Betreiben einer Haftanstalt kostet.
Und das man "Knastprodukte" eben nicht so teuer verkaufen kann, wie Produkte aus einem normalen Unternehmen ist aus nichts neues.
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01.09.2012 22:41 Uhr von BHuxol
 
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Ach, Strafgefangene werden wieder attraktiv? Bei uns in der Stadt gibt´s einen Importeur von China-Gedönse für den Garten, der hat bis vor einigen Jahren immer Strafgefangene für´s Frühjahrsgeschäft gehabt.
Die waren ihm aber irgendwann zu teuer und sie durften auch nur 48 Stunden in der Woche arbeiten.
Jetzt hat er Leiharbeiter.
Leiharbeiter sind preiswerter und dürfen bei einem befristetem Auftrag 60 Wochenstunden arbeiten.
Ist schon eine komische Welt.

[ nachträglich editiert von BHuxol ]
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01.09.2012 23:19 Uhr von Katzee
 
+1 | -0
 
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Habe ich die Kommentare hier: richtig verstanden?
1. Häftlinge sollen nicht arbeiten sondern während ihrer Haftstrafe den ganzen Tag tatenlos in ihrer Zelle sitzen.
=> Wie lange wird es wohl dauern, bis sich die Häftlinge gegenseitig an die Kehle gehen, weil sie das "Nichtstun" nicht mehr ertragen?

2. Unternehmen sollten lieber weiter in Billiglohnländern produzieren anstatt Werkstätten in deutschen Gefängnissen einzurichten.
=> Arbeitsplätze gehen ins Ausland, fördern dort Sklaverei
=> Die Häftlinge verbringen ihre Tage in den Zellen und verlieren komplett den Kontakt zum "Arbeitsalltag"
=> Die Kosten für die Gefängnisunterbringung übernimmt komplett der Steuerzahler, der ja nun einmal vor dem Kriminellen während dessen Haftzeit geschützt wird
=> Wenn die Häftlinge den ganzen Tag während ihrer Haft in ihren Zellen sitzen und nichts tun (dürfen), stehen sie vor einem komplett ungewohnten "neuen" Leben, wenn sie aus der Zelle ins "normale" Leben entlassen werden. Dann gibt es die gleiche Problematik wie bei der vesuchten Integration der Langzeit-Arbeitslosen ins Arbeitsleben: Von Null auf 100 (erst liegen die Leute nur auf dem Sofa/dem Gefängnisbett und schauen TV und dann sollen sie plötzlich 8 Stunden täglich arbeiten - gääääähn - das geht ja sowas von gar nicht ....)
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02.09.2012 00:46 Uhr von Santiago0815
 
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ARBEIT MACHT FREI: nixzusagentu

[ nachträglich editiert von Santiago0815 ]

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