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Beschneidungsstreit: Türkei sieht die Religionsfreiheit in Deutschland gefährdet

Der türkische Europaminister Egemen Bagis hat das Urteil des Kölner Landgerichts, wonach die religiös motivierte Beschneidung von Knaben als strafbare Körperverletzung gewertet wird, kritisiert. Er sieht damit die Religionsfreiheit in Deutschland in Gefahr.

Bagis meint in einem Beitrag in der "Süddeutschen Zeitung", dass Grenzen von Glaubensfragen "nicht willkürlich von Gerichten bestimmt werden dürfen" und unterstellt dem Gericht damit große "kulturelle und historische Ignoranz".

Weiterhin kritisiert Bagis, welcher der konservativ-islamischen Partei AKP angehört, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, da sie ihre Solidarität mit den in Deutschland lebenden Muslimen nicht deutlich genug gezeigt habe.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Türkei, Beschneidung, Religionsfreiheit
Quelle: www.n-tv.de

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99 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.08.2012 12:26 Uhr von Kamimaze
 
+87 | -12
 
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Verehrer Herr Bagis, Gesetze werden in Deutschland nur, und zwar ausschließlich nur von religiös unabhängigen Gerichten ausgelegt. Und wenn eine Straftat eine Straftat ist, dann ist sie eine Straftat, egal welcher Religion der Straftäter angehört. Das mag in der Türkei anders sein, in Deutschland ist es aber so. Punkt.
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28.08.2012 12:35 Uhr von Kamimaze
 
+53 | -8
 
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Geplantes Gesetz: Bekannterweise plant der Bundestag ja eine gesetzliche Regelung zur Beschneidung. Mal folgende Überlegung:
lassen christliche oder atheistische Eltern ihren Sohn aus züchtigungs- oder sonstwelche Gründen beschneiden, dann ist das strafbare Körperverletzung, die religiös motivierte Beschneidung bei Juden und Moslems wäre aber OK.

Eine Beschneidung von Mädchen, gleich welcher Ausprägung, wäre gernerell verboten (

Was da wohl das Bundesverfassungsgericht dazu sagt:

GG Art. 3:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der
Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat
und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt
werden.
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28.08.2012 12:48 Uhr von Seravan
 
+93 | -7
 
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aber aber: ich sage nur Religionsfreiheit in der Türkei......
..ein glänzendes Vorbild!



Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeissen.
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28.08.2012 12:49 Uhr von gugge01
 
+45 | -6
 
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Ja genau: die Einschränkungen der Religiösen Freiheit in DE ist wirklich unerträglich.

So ist zum Beispiel die Jahrtausende alte Tradition der Kopfjagd wie sie im Keltisch germanischen Kulturkreis fester Bestandteil des religiösen Leben ist ,seit geraumer Zeit verboten.

Das führt da zu das traditionell eingestellte Mitbürger diese kleinen rot bezipfelten Ersatztotems vor ihrer Behausungen aufstellen müssen anstatt vernünftige Schädel.
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28.08.2012 12:53 Uhr von Ajnabi
 
+14 | -21
 
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Deutschland schafft sich ab: Wo findet sich denn hier eine Benachteiligung? Außerdem sollten die männlichen Nachkommen einige Tage nach der Geburt beschnitten werden, und nicht erst mit 6,7,8,9,10 oder 15 oder 20.

Dann wird da noch so ein Drama drum gemacht, als ob das was besonderes wäre. Mit dem ganzen Tralala, Familie und blabla.

Das Menschenverachtende ist das man als "beschnittener" präsentiert wird vor Familie, Freund. Erinnere mich hier an einen türkischen Freund der im Alter von 6,7 Jahren beschnitten wurde und ein Königsgewand trug, mit einem Zepter in der Hand.

Sag mal geht das noch? Das ist für mich ein Eingriffen in die Rechte eines Menschen

Wenn es doch um die Menschenrechte geht, fangen wir mal zunächst an, den Menschen die arbeiten gehen, ein vernüngtiges Leben zu ermöglichen, ohne einen 2. Job, Aufstocken. Begrenzen wir den Ehrensold auf 10.000 € pro Monat, damit jeder, aber auch jeder der 40. Jahre gearbeitet, seine verdiente Rente bekommt.

Befreien wir uns von diesen ganzen Robotern, die um uns von wichtigen Themen abzulenken, im Namen des Volkes Mist betreiben und unser Geld in ihre Taschen einstecken.

Jahrtausende lang ging das mehr oder weniger gut, nun kommt da ein Gockel von Arzt, kriegt die Beschneidung nicht hin und sofort ist ein Sturm der Entrüstung losgebraust. Als ob das was neues wäre.

Das Beste daran ist ja, das geplant wurde wieder mal die gegen die Muslime zu hetzen (GG, Artikel 3, das ich nicht lache). Viele haben das gemacht, leider dabei vergessen das diese Praxis aus dem Judentum stammt bzw. ein Bund zwischen Abraham (Möge der Frieden Gottes mit ihm sein) und Gott war. Da ging der Schuss wieder mal nach hinten los.

[ nachträglich editiert von Ajnabi ]
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28.08.2012 12:56 Uhr von psycoman
 
+33 | -5
 
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Wieso willkürlich? Die Entscheidung ist nicht willkürlich, sondern man hält sich an die Menschenrechte. Niemand hat mir Körperteile abzuschneidern, außer es ist zwingend medizinisch notwendig, weil ich sonst sterbe zum Beispiel.

Frau Merkel sollte ihre Solidarität mit den Opfern von Beschneidungen zeigen, nicht mit den Tätern.

Es geht doch nicht darum, ob Beschneidung sinnvoll ist oder nicht, meiner Meinung nach nicht, aber Kinder müssen eben vor körperlichen Schäden geschützt werden. Ein Erwachsener kann sich dazu entscheiden, dass stört niemanden und geht auch keine etwas an.

Das ist ja kein Haareschneiden, die vorhaut wächst nuneinmal nicht nach, egal ob man die braucht oder nicht.

Ich darf meinem Kind kein Körperteil abschneiden. Oh nein, ich werde unterdrückt!
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28.08.2012 13:16 Uhr von gugge01
 
+11 | -5
 
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Ach da fällt mir noch eine weitere deutsche religiöse Tradition ein die durch die herrschende Intoleranz unterdrückt wird.

Das vereinigen von Gästen die einfach bleiben wollen mit der Natur.

Diese Tradition wurde zum Beispiel der IX römischen Legion unter Varus teilhaftig.

Nebenbei wer sich immer gefragt hat woher die Tradition kommt Bäume zu schmücken hat hier einen Anhaltspunkt.

Damals wurden die Bäume mit Römern geschmückt. und das typisch Deutsch . Die Köpfe um die Wurzeln , die Arme und Beine nach Größen sortiert an den Ästen und die Körper mit offenen Herzen an Stamm. Damit die Tiere auch was haben.

Auch eine Tradition die der „kulturelle und historische Ignoranz". zum Opfer gefallen ist.

Dieser Brauch dürfte sich zeitlich mit der Verbreitung der Beschneidungstration decken.

Wie heist es so schön: "Aequum inter omnes cives ius sit!"

PS.: Wo der Baumschmuk recht hat er recht!
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28.08.2012 13:25 Uhr von verni
 
+31 | -7
 
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Wir sind hier: in Deutschland und nicht in der türkei und kleinen Kindern die Geschlechtsteile zu beschneiden hat mit Religion absolut gar nichts zu tun. Wems nicht passt soll BITTE in die tolle Türkei zurück fahren, da würden wir nicht nur viel Geld sondern auch viel Ärger sparen. Den Balkantypen gilt genau das selbe.
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28.08.2012 13:35 Uhr von El_Caron
 
+26 | -4
 
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Religionsfreiheit heißt erstmal auch, das Recht zu haben, nicht mit einer religiös bedingten Verstümmelung sein Leben verbringen zu müssen. (Ich finde schon meine Taufe ohne körperliche Spuren schlimm genug.)
Mit dem entsprechenden Alter, sich sinnvoll für eine Religion entscheiden zu können, kommt auch die Möglichkeit, zu so einem Eingriff selbst die Einwilligung zu geben.

Die Religionsfreiheit muss hier ganz eindeutig zum Verbot dieser Barbarei führen, nicht zu ihrer Rechtfertigung.
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28.08.2012 13:35 Uhr von DerMaus
 
+15 | -4
 
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Ich kritisiere die Türkei, weil mein Glaube es mir gebietet, Herrn Egemen Bagis jeden Tag einmal saftig zwischen die Beine zu treten, mir die türkische Politik und Rechtssprechung dieses Recht aber nicht zugesteht.

Könnte jemand bitte eine News dazu verfassen? Schließlich muss die Welt wissen, was und wen ich aufgrund meiner verqueren Ansichten kritisiere!

[ nachträglich editiert von DerMaus ]
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28.08.2012 13:48 Uhr von TTek
 
+17 | -5
 
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Technokratie! "Weiterhin kritisiert Bagis, welcher der konservativ-islamischen Partei AKP angehört, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, da sie ihre Solidarität mit den in Deutschland lebenden Muslimen nicht deutlich genug gezeigt habe."

Manchmal frage ich mich ob solche Menschen das ernst meine oder einfach nur mit Absicht so einen Müll von sich geben um Aufmerksamkeit zu erregen.

Ich bin dafür sämtliche Religionen abzuschaffen und eine Technokratie einzuführen!
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28.08.2012 13:59 Uhr von Kamimaze
 
+8 | -3
 
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@wok! Spaghettibuch....???

Ist das die "Bibel" der Religion des fliegenden Spaghettimonsters...????

Die haben übrigens auch sehr interessante und überzeugende Ansichten, z.B. ist die einzige Ursache für die globale Erwärmung, Orkane und alle anderen Naturkatastrophen die sinkende Zahl von Piraten seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Dies gilt unter Pastafaris als empirisch bewiesen:

--> http://upload.wikimedia.org/...
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28.08.2012 14:02 Uhr von Devils_Eye
 
+3 | -23
 
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28.08.2012 14:19 Uhr von Kamimaze
 
+12 | -4
 
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@Devils_Eye: > "Ein beschnittener Penis beeinträchtigt nicht im Leben (auch wenn du uns was anderes weismachen willst)"

Darum geht es nicht, sondern darum, dass die Verletzung eines anderen Menschen ohne medizinische Indikation eben strafbar ist.

Wenn ich dir durch Schläge blaue Flecken zufüge, wird dich das auch kaum beeinträchtigen, ist aber trotzdem eine Körperverletzung.

Die Beschneidungs-Befürworter machen sich in ihrer Argumentation dadurch unglaubwürdig, weil sie immer zwischen Religion und Hygiene hin- und herpendeln. Na was denn nun, ist es ein "religiöser Akt" oder gehört es zur Körperpflege?

Mancmal kann sowas auch schon mal ins Lächerliche gehen:

--> http://www.youtube.com/...
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28.08.2012 14:23 Uhr von psycoman
 
+9 | -3
 
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@Devils_Eye: Wird in Baugenehmigungen nicht vorgegeben, was ich bauen darf? Es würde mich wundern, wenn ich auf meinem Grundstück, für das ich eine Baugenehmigung für ein Wohnhaus habe, einfach einen Wolkenkratzer, eine Kirche oder Woks 25 Meter hohen Riesenphallus hinsetzen darf.

Wenn jemand die Schutzhaut der Eichel abschneidet, dürfte das allemal das Sexualleben ändern. Positiv oder negativ ist dann wohl Ansichtssache.

Wie ich schonmehrmal sagte, das Problem ist nicht die Beschneidung an sich, sondern die Beschneidung von Kindernund Jugendlichen.
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28.08.2012 14:34 Uhr von Devils_Eye
 
+2 | -14
 
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28.08.2012 14:42 Uhr von Jerryberlin
 
+10 | -2
 
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Bei diesem Thema: sch(n)eiden sich die Geister;-)
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28.08.2012 14:52 Uhr von TeleMaster
 
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...damit die da drüben mal richtig etwas zum Meckern haben... man sollte den Islam vollkommen in Deutschland verbieten.

[edit]
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28.08.2012 15:09 Uhr von LoneZealot
 
+5 | -8
 
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@TeleMaster: Das Judentum dann doch wohl auch, wir sind doch mindestens genauso "unbelehrbar" von den Deutschen.

Die Frage ist nur, wie will man das in Deutschland anstellen?
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28.08.2012 15:12 Uhr von LoneZealot
 
+5 | -17
 
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28.08.2012 15:21 Uhr von Devils_Eye
 
+2 | -14
 
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28.08.2012 15:23 Uhr von Devils_Eye
 
+3 | -13
 
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28.08.2012 15:26 Uhr von d-fiant
 
+10 | -2
 
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Ich versteh das Problem einfach nicht sie können sich doch beschneiden lassen wenn sie 18 sind. Wo ist das Problem ein paar Jahre zu warten??

M. E. wollen sich ja nur die Rabbis und Mullahs ihre Indoktrinationsmöglichkeiten bereits in frühester Kindheit bewahren. Und das muss gesetzlich nicht noch geschützt werden.
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28.08.2012 15:28 Uhr von trakser
 
+3 | -11
 
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@verni: > ... kleinen Kindern die Geschlechtsteile zu beschneiden hat
> mit Religion absolut gar nichts zu tun

Doch, das hat es. Es ist jüdische und islamische Tradition. Das sind nun mal Fakten, die man nicht einfach so ignorieren kann.

Wir müssen also irgendwie einen Kompromiss finden. Für mich ist klar wie ein solcher Kompromiss aussehen soll: Körperverletzung ist strafbar, egal welche Pflichten die Religion einem auferlegt.

Aber bitte verschone uns mit dem "zurück in die Türkei"-getrolle. Es gibt genügend Deutsche, die ebenfalls Juden oder Moslems sind. Die ziehen nicht "zurück" wenn sie auswandern.

Bitte auf dem Teppich bleiben.
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28.08.2012 15:38 Uhr von Devils_Eye
 
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